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Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft

BiO - Logo Neues Fenster: Bild - BIO-Logo BMELV - vergrößern © Logo; BMELV

Seit September 2001 können Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft mit dem Bio-Siegel gekennzeichnet werden. Das Bio-Siegel ist das staatliche, verbandsunabhängige und markenübergreifende Erkennungszeichen für biologisch erzeugte landwirtschaftliche Produkte und Lebensmittel.

Das sechseckige Zeichen mit dem Schriftzug "Bio" schafft Klarheit, Einheitlichkeit und Orientierung bei Bio- bzw. Öko-Produkten. Verbraucherinnen und Verbraucher können sich darauf verlassen: "Wo 'Bio' drauf steht, ist auch 'Bio' drin". Denn nur Erzeuger und Hersteller, die die Bestimmungen der EG-Öko-Verordnung einhalten und sich den vorgeschriebenen Kontrollen unterziehen, dürfen ihre Produkte als Bio- oder Ökoware verkaufen und mit dem Bio-Siegel kennzeichnen.

Die gesetzlichen Grundlagen zur Verwendung des Bio-Siegels wurden durch die "Erste Verordnung zur Änderung der Öko-Kennzeichenverordnung" vom 25. November 2005 geändert.

Zusätzlich sieht die Verordnung eine Anmeldung der Zeichennutzer (bzw. Siegelnutzer) bei der Bio-Siegel-Informationsstelle vor (Anzeigepflicht).

Für wen besteht die Anzeigepflicht?

Alle Hersteller von zertifizierten Bio-Produkten, die das Bio-Siegel zur Kennzeichnung ihrer Produkte nutzen möchten, müssen diese anzeigen.

Wie wird kontrolliert?

Nur Hersteller und Erzeuger, die den Anforderungen der EG-Öko-Verordnung entsprechen und sich den vorgeschriebenen Kontrollen unterziehen, sind berechtigt, ihre Ware mit dem Bio-Siegel zu kennzeichnen. Ein dichtes Netz an laufenden Kontrollmaßnahmen sichert auf jeder Ebene die Einhaltung der strengen Qualitätsstandards für Öko-Produkte.

Verpackung Bio-Katroffelstärke © MILSo kann über die Kontrollnummer auf Bio-Lebensmitteln die zuständige Kontrollstelle ermittelt und zurück verfolgt werden, woher die Zutaten stammen. Auch die Kontrollstellen selbst unterliegen einer regelmäßigen staatlichen Überprüfung - sozusagen eine Kontrolle der Kontrolleure.

Öko-Lebensmittel, die nicht aus Deutschland oder der EU, sondern aus so genannten Drittländern stammen, müssen - wenn sie auf dem EU-Markt angeboten werden - die Anforderungen der EG-Öko-Verordnung erfüllen - und dementsprechend kontrolliert werden. Die Kontrollstellen überprüfen den gesamten Produktionsprozess der Bio-Betriebe. Alle Erzeugungs- und Verarbeitungsstufen bis hin zur endgültigen Verpackung unterliegen der Kontrolle.

Qualität hat ihren Preis!

Das gilt auch für Bioprodukte. Biobauern wirtschaften in einem weitgehend geschlossenen Betriebskreislauf, der die natürlichen Lebensprozesse fördert. Futtermittel werden überwiegend selbst erzeugt. Tiere haben Platz und Auslauf, Pflanzenschutz konzentriert sich auf vorbeugende Maßnahmen, schnell lösliche Mineraldünger sind tabu.

Eine solche Wirtschaftsweise bedeutet aber auch erhöhten Arbeitsaufwand, teilweise niedrigere Erträge auf dem Acker und geringere Leistungen in der Tierhaltung. Dafür bekommt der Verbraucher gesunde, hochwertige und schmackhafte Produkte. Das sollte jedem einige Cent mehr wert sein.

Mit dem Biosiegel gekennzeichnete Produkte wurden durch eine Landwirtschaft erzeugt, die:

  • auf den Einsatz chemisch-synthetischer Dünge- und Pflanzenschutzmittel verzichtet
  • Boden, Wasser und Luft schützt
  • hilft, die Artenvielfalt zu erhalten
  • artgerechte Tierhaltung garantiert
  • eine Kreislaufwirtschaft mit geschlossenen Nährstoffzyklen anstrebt
  • den Energieverbrauch mindert und Ressourcen schont
  • Transparenz bei der Erzeugung und Herstellung von Lebensmitteln bietet
  • Sicherheit durch Richtlinien und Kontrollen anstrebt
  • Gentechnik ablehnt.

Entscheidend für den Verbraucher ist, dass er beim Kauf von Bioprodukten sicher sein kann, dass die zugesicherten Eigenschaften auch tatsächlich zutreffen. Um jeglichen Missbrauch auszuschließen, hat die Europäische Kommission per Gesetz geregelt, was ökologischer Landbau bzw. ökologische Tierhaltung im Detail bedeuten und wie dies zu kontrollieren ist. Wer Bioprodukte verkauft, ohne dieses Prüfverfahren bestanden zu haben, macht sich gegen die EU-Bioverordnung strafbar.

Das Biosiegel als Qualitätgarantie

Auf der Grundlage der Kontrollen nach dieser Verordnung (EWG Nr. 2092/91) hat das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft das Bio-Siegel herausgeben. Seit dem 15. Dezember 2001 ist das Öko-Kennzeichengesetz in Kraft und damit das Bio-Siegel rechtskräftig. Nur Hersteller, die die Anforderungen der EG-Öko-Verordnung erfüllen, sind berechtigt, ihre Produkte als Bio- oder Öko-Waren zu verkaufen. Und nur solche Lebensmittel dürfen auch mit dem Bio-Siegel ausgezeichnet werden. Das System schließt alle Erzeugungs- und Verarbeitungsstufen bis hin zur endgültigen Verpackung und Kennzeichnung lückenlos ein.

Seit Februar 2002 ergänzt die Öko-Kennzeichenverordnung das Öko-Kennzeichengesetz um Einzelheiten in Bezug auf die Gestaltung und Verwendung des Bio-Siegels und von Sanktionsvorschriften. Dadurch kann eine einheitliche Kennzeichnung der Erzeugnisse gewährleistet und auf ein aufwendiges Vergabeverfahren verzichten werden. Die Verordnung regelt ebenso die Werbung mit dem Bio-Siegel. Außerdem sieht die Verordnung eine Anmeldung durch Zeichennutzer bei der Informationsstelle Bio-Siegel vor.

Bio-Siegel ist geschützt

Die Anmeldepflicht ermöglicht einen Überblick über die Verwendung des Bio-Siegels das zügige Abstellen eventueller Verstöße. Das Bio-Siegel ist markenrechtlich geschützt. Daraus entstehende privatrechtliche Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche werden durch das Bundesministerium als Inhaber der Marke verfolgt.

Die gesetzlichen Grundlagen zur Verwendung des Bio-Siegels wurden durch die "Erste Verordnung zur Änderung der Öko-Kennzeichenverordnung" vom 25. November 2005 geändert. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), hat die Informationsstelle Bio-Siegel bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung einrichten lassen und ihr die Aufgaben im Bereich der Zeichenverwaltung übertragen, u.a.:

  • Beratung und Betreuung der Siegelnutzer,
  • Beantwortung von Anfragen von Marktbeiteiligten zum Bio-Siegel und
  • Erfassung der Siegelnutzer gemäß der Öko-Kennzeichenverordnung (Anzeigepflicht der Unternehmen).
Letzte Aktualisierung: 13.11.2014

Kontakt

Referat 33 - Agrarumweltmaßnahmen, ökologischer Landbau, Direktzahlungen

Zuständige Behörde für den ökologischen Landbau

Irene Kirchner
E-Mail an Öko-Kontrollbehörde
Tel.: 0331-866-7620
Fax: 0331-866-7603


Ronny Pötsch
E-Mail an Öko-Kontrollbehörde
Tel.: 0331-866-7690
Fax: 0331-866-7603