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Daten und Fakten [JAGD]

Jagdstatistik häufig unterschätzt

Marder Neues Fenster: Bild - Marder - vergrößern © MIL

Die Jagdstatistik ist heute häufig die einzige langfristige und flächendeckende Informationsquelle über unsere Wildarten. Dennoch wird sie häufig unterschätzt. Der Bedarf an Information über Wildtiere hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen und wird wahrscheinlich noch weiter steigen. Jagdstatistische Angaben sind jedoch nicht nur für wildbiologische und jagdwirtschaftliche Zwecke unverzichtbar; sie werden zunehmend auch für Fragen der Seuchenbekämpfung und des Natur- und Artenschutzes sowie als Bestandteil geografischer Informationssysteme benötigt.

Zur Bearbeitung von nachfolgenden Fragestellungen werden zunehmend auch jagdstatistische Angaben herangezogen.

  • Verbreitung, Populationsentwicklung und Gefährdung von Tierarten,
  • im Verkehrswegebau
  • bei der Beurteilung von Verkehrsgefährdungen (Wildunfallschwerpunkte)
  • Bestimmung der Wanderkorridore von Tierarten
  • Festlegung von Grünbrücken-Standorten
  • Bekämpfung von Tierseuchen, wie Schweinepest und Vogelgrippe
  • Erarbeitung landschaftsökologischer Modelle
  • Festlegung von Naturschutzgebieten
  • und andere 

Fuchs © MILErhebung jagdstatistischer Daten ist "verordnet"

In Brandenburg regelt die Verordnung über die Erhebung jagdstatistischer Daten die Erfassung von Grunddaten, Strecken- und Wildschadensmeldungen sowie Bestandes- bzw. Besatzdaten über jagdbare und ausgewählte nicht jagdbare Tierarten in allen Jagdbezirken des Landes, unabhängig von Eigentums- bzw. Rechtsformen.

Jagdberichte seit 1995

Seit dem Jagdjahr 1995 gibt das Landwirtschaftsministerium des Landes Brandenburg den in der Forschungsstelle für Wildökologie und Jagdwirtschaft des Landeskompetenzzentrums Forst Eberswalde erarbeiteten Jagdbericht für das Land Brandenburg heraus.

Im Jagdbericht wird der Stand des Jagdwesens im Land Brandenburg dargestellt und das ökologisch unverzichtbare Handeln der Jäger transparent gemacht. Er dient Behörden, Verbänden, zahlreichen Institutionen und den Medien als wichtiges Informationsmaterial, als Grundlage für sachbezogene Diskussionen und fachlich begründete Entscheidungen.

 

Weiterführende Beiträge:

  • Streckenstatistik für das Jagdjahr 2017/18

    Mit Schwarzwild neue Rekordstrecke erreicht

    Wildschwein am Waldrand Neues Fenster: Bild - Wildschwein am Waldrand - vergrößern © MLUL

    Brandenburgs Jägerschaft hat im vergangenen Jagdjahr für neue Rekorde gesorgt. Niemals zuvor wurde so viel Schalenwild erlegt. In Anbetracht des Auftretens der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Belgien gilt es, die Intensivierung der Schwarzwildbejagung fortzuführen. Laut Jagdstatistik für das Land Brandenburg liegt die Gesamtstrecke im Jagdjahr 2017/2018 an erlegtem Schalenwild mit 171.351 Stück noch einmal um zwei Prozent über dem Vorjahreswert.

  • Jagdbericht 2016/17 veröffentlicht

    Grundlage für jagdpolitische Entscheidungen

    Deckblatt Jagdbericht 2016/2017 Neues Fenster: Bild - Deckblatt Jagdbericht 2016/2017 - vergrößern © Thomas Martin / MLUL

    Der vorliegende Jagdbericht enthält die für das Jagdwesen des Landes Brandenburg wichtigsten Angaben zum Jagdjahr 2016/2017. Damit wird Jägern, Natur- und Tierschützern, Behörden, Verbänden, Medien und der interessierten Bevölkerung ein aussagekräftiges Informationsmaterial zur Verfügung gestellt. Die kontinuierlich erhobenen Daten und Analysen der realisierten Jagdstrecken sind wichtige Voraussetzung für sachliche Diskussionen und unverzichtbare Grundlage für die Ableitung fachlich fundierter jagdpolitischer Entscheidungen in unserem wildreichen Land.

Kontakt

Referat 35 - Wald und Forstwirtschaft, Oberste Jagdbehörde
Volker Seweron
E-Mail an Volker Seweron 
Tel.: 0331-866-7655
Fax: 0331-866-7603