MLUL

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Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Verwaltung und Service

Gewässerschutz und Wasserwirtschaft


 


 

Mit etwa 33.000 Kilometern Fließgewässer und rund 3.000 Seen gehört das Land Brandenburg zu den gewässerreichsten Ländern der Bundesrepublik Deutschland. Der Wasserhaushalt reagiert jedoch sehr sensibel auf Klimaeinflüsse. Die im Bundesdurchschnitt vergleichsweise geringen Niederschläge, die hohe Verdunstung der Seen und eine geringe Speicherfähigkeit der Böden führen dazu, dass in vielen Regionen des Landes Brandenburg bei anhaltender Trockenheit schnell Ertragseinbußen in der Landwirtschaft entstehen und Gewässer nachhaltig geschädigt werden können. Bei Hochwasser und Starkniederschlägen hingegen kann das Wasser durch die fehlende Strukturvielfalt und fehlende Rückhalteflächen in und an den Gewässern, die geringe Speicherfähigkeit der Landschaft sowie das gefällearme Relief oft nur langsam abfließen.

In einem historisch kurzen Zeitabschnitt ist das Land Brandenburg an Oder und Elbe gleich mehrfach von extremen Hochwassern mit besonderen Belastungsproben und schweren Schäden betroffen gewesen. Um dieses Risiko zukünftig zu minimieren, werden Deiche saniert, Überschwemmungsgebiete ausgeschrieben sowie die Europäische Hochwasserrisikomanagementrichtlinie umgesetzt.

Eine weitere Herausforderung für die brandenburgischen Gewässer ist angesichts diffuser Nährstoffbelastungen aus Landwirtschaft, Bergbau, Besiedlung, Verkehr, Altlasten und Versauerung die nachhaltige Gewährung eines guten ökologischen Gewässerzustandes. Mittels Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie soll dies langfristig erreicht werden.

Im Bereich der Daseinsfürsorge stellt hingegen die Sicherung von Trink- und Abwasser zu sozial verträglichen Preisen eine wichtige Aufgabe dar, wobei ein Teil der Zuständigkeit auf Grund der kommunalen Verfasstheit beim Ministerium für Inneres und Kommunales liegt.

Im Wasserrecht ist das Ministerium, das eine Reihe landesgesetzlicher Regelungen erlassen kann, Oberste Wasserbehörde. Für den Vollzug des Wasserrechts, für Kontroll- und Überwachungsaufgaben sind die Obere Wasserbehörde beim Landesamt für Umwelt und die Unteren Wasserbehörden bei den Kreisen und kreisfreien Städten zuständig.
 


Speicher Sadenbeck – Informationsveranstaltung am 29.04.2019 in Pritzwalk

Wasserhaushalt,  MonitoringAm 1. August 2018 wurde im Rahmen eines Arbeitsgespräches in Meyenburg entschieden, den Speicher zunächst im Bestand zu erhalten und nach Vorliegen einer Machbarkeitsstudie mit dem Ziel einer möglichst weitgehenden Erhaltung der Wasserfläche eine Befassung des Landtages herbeizuführen. Eine Steuerungsgruppe unter Leitung des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) begleitet den Prozess unter Einbindung der Region.

In einer Informationsveranstaltung des MLUL am 29. April 2019 in Pritzwalk wurden nun unter anderem Vertretern des Amtes Meyenburg und der Stadt Pritzwalk die Ergebnisse des Standsicherheitsgutachtens und die vor-läufigen Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zum Umbau des Speichers vorgestellt.

Im Standsicherheitsgutachten wurden Standsicherheitsprobleme des Dammes identifiziert, die ein sofortiges Handeln erforderlich machten. Die Talsperrenaufsicht ordnete darauf hin die sofortige Wasserstandabsenkung auf 80,15 Meter Normalhöhennull an.

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurden fünf Varianten zum Umbau des Speichers untersucht. Die Vorzugsvariante sieht einen Umbau der Talsperre in einen Landschaftssee vor. Im nächsten Schritt wird nach Vorliegen der Machbarkeitsstudie eine Vorlage für den Landtag vorbereitet.

 

Förderung von Maßnahmen in Trägerschaft des Landes zur Stärkung der Ausgleichsfunktionen des Wasserhaushaltes (ELER-VV-Wassermanagement)

Die Anträge können bis zum 11. April 2019 bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg eingereicht werden. 5 Millionen Euro stehen für die Finanzierung der Maßnahmen zur Verfügung. Die Maßnahmen müssen im Einklang mit den Zielen der EG-Wasserrahmenrichtlinie sowie der Hochwasserrisikomanagementrichtlinie stehen.   ausführlich

 

Förderung Naturnahe Entwicklung von Gewässern (WRRL) und Verbesserung des Landschaftswasserhaushaltes (RL GewSan/LWH)

Die Förderanträge für Vorhaben nach Nummer 2 der Richtlinie können bis zum 15. April 2019 bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) eingereicht werden.
 
Für die Förderung der Maßnahmen stehen Mittel in Höhe von insgesamt 15 Millionen Euro zur Verfügung.   ausführlich

Aktualisierung der Vorläufigen Bewertung des Hochwasserrisikos

Die im 1. Umsetzungszyklus der HWRM-RL vorgenommene vorläufige Bewertung des Hochwasserrisikos, die Gewässer und Gewässerabschnitte mit einem signifikanten Hochwasserrisiko bestimmt, war turnusgemäß zum 22. Dezember 2018 zu überprüfen und erforderlichenfalls zu aktualisieren. Im Ergebnis der Überprüfung war eine Aktualisierung notwendig. Im Land Brandenburg sind nunmehr insgesamt 1.970 Kilometer Gewässer und Gewässerabschnitte mit einem Hochwasserrisiko behaftet.   ausführlich

2. Informationsveranstaltung zum Flutungspolder Karthaneniederung

Am 23. November 2018 fand die 2. Informationsveranstaltung zum Flutungspolder Karthaneniederung als einem Projekt des Nationalen Hochwasserschutzprogramms (NHWSP) mit Amtsvertretern im Rathaus Wittenberge statt. Das Ministerium für Umwelt, Ländliche Entwicklung und Landwirtschaft und das Landesamt für Umwelt (LfU) stellten erste Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vor. Grundsätzlich ist die Karthaneniederung als Standort für einen Flutungspolder geeignet.   ausführlich

Förderung von öffentlichen Abwasseranlagen und öffentlichen Wasserversorgungsanlagen

Die Vorhaben können bis zum 31. Oktober 2018 bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg eingereicht werden.
2 Millionen Euro stehen zur Verfügung. Für die Förderung der Vorhaben operiert das MLUL mit Landesmitteln.    ausführlich

Schwarze Elster – ein Fluss im Wandel

Schwarze Elster (MLUL, Evelin Bohn)Die Schwarze Elster wurde im 19. und 20. Jahrhundert zur Nutzung der Niederungsflächen fast über die gesamte Länge reguliert und zum großen Teil beidseitig eingedeicht. Damit stieg die Gefahr durch Überschwemmungen bei einem Hochwasser. Durch gezielte Maßnahmen soll dem Flusslauf wieder mehr Raum gegeben werden.  ausführlich

Pilotprojekt zur Entschlammung von Spreewaldfließen

SaugbaggerDas Pilotprojekt zur Entschlammung von Spreewaldfließen ist erfolgreich abgeschlossen. Landkreise und Umweltministerium bestätigten in Lübbenau den im Ergebnis des Pilotprojekts entwickelten Verfahrensablauf für ein kontinuierliches und effizientes Vorgehen bei der Entschlammung von Spreewaldfließen. Noch in diesem Jahr werden weitere Fließe, unter anderem der Bürgergraben entschlammt. Der Abschlussbericht sowie weitere Untersuchungsergebisse nun vor. ausführlich

Letzte Aktualisierung: 02.05.2019