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Twinning


 

Internationale Zusammenarbeit - Twinning (© Yvonne Bogdanski, www.fotolia.com)Verwaltungspartnerschaften (Twinning) sind eine Initiative der Europäischen Kommission, die 1998 im Rahmen der Vorbereitungen auf die Erweiterung der Europäischen Union auf den Weg gebracht wurde. Twinning wurde zur Unterstützung der Bewerberländer als Instrument zur Umsetzung der gemeinschaftlichen Rechtsvorschriften entwickelt. Im Rahmen von Twinning-Projekten wurden die Beitrittskandidatenländer und die neuen EU- Mitgliedstaaten durch gezielte Verwaltungszusammenarbeit beim Aufbau effektiver Verwaltungsstrukturen sowie durch die Vermittlung von Erfahrungen auf dem Gebiet des EU-Rechts unterstützt.

Im Zuge der Erweiterung der Europäischen Union sowie im Rahmen der Europäischen Nachbarschaftspolitik erfolgte eine Schwerpunktverschiebung hinsichtlich der Ausschreibung von Twinning-Projekten. Mit aktuellen Twinning-Maßnahmen soll dieser Prozess nun in den Staaten Ost- und Südosteuropas fortgeführt, die bilateralen Beziehungen intensiviert und Länder im Rahmen der Europäischen Nachbarschaftspolitik enger an die EU herangeführt werden. Dies wirkt sich auf die Beteiligung des Landes Brandenburg an Projekten in den neuen EU-Mitgliedstaaten und den Anrainerstaaten der EU aus.

Die Unterstützung dieser Länder erfolgt in einem Partnerschaftsprozess, in dem öffentliche Verwaltungen aus Mitglieds- und Partnerländern auf der Basis konkreter Projekte zusammenarbeiten. Wichtige Handlungsfelder sind dabei vor allem Landwirtschaft, Umwelt, Justiz, Inneres, Finanzen, Binnenmarkt und Regionalentwicklung, Arbeit, Soziales, Gesundheit und Verkehr.

Entsprechende Vorschläge für Twinning-Projekte werden durch die jeweiligen Partnerländer erarbeitet und jährlich der EU-Kommission zur Bestätigung und Finanzierung vorgelegt. Auf dieser Basis werden die Projekte dann ausgeschrieben. Aus den Bewerbungen der EU-Mitgliedsstaaten wählen die Partnerländer nach einer mündlichen Angebots-Präsentation ein oder mehrere Mitgliedsländer für die Durchführung der Projekte aus.

Die Schwerpunkte der Twinning-Kooperation des MLUL lagen und liegen u. a. in:

  • der Unterstützung beim Aufbau von Institutionen in der Umwelt- und Landwirtschaftsverwaltung;
  • der Unterstützung der Verwaltungen bei der Erfassung von Umwelteinflüssen und der Einführung von Umweltverträglichkeitsprüfungen;
  • der Förderung von Informationsmanagementsystemen und
  • der Entwicklung eines modernen Abfallwirtschaftsmanagements.

Bisherige Partnerländer waren hierbei vor allem Polen, Rumänien, Tschechien und die Türkei. Die Teilnahme des Landes Brandenburg an Twinning-Projekten im Bereich Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Bundesministerien.

Jedes Projekt hat mindestens einen Langzeitberater aus dem Mitgliedsland (PAA), der für die gesamte Projektdauer (12 - 36 Monate) in der Verwaltung des Partnerlandes tätig ist, und einen Projektleiter aus der Verwaltung des Mitgliedslandes, der die Verantwortung für das gesamte Projekt trägt. Unterstützt wird die Tätigkeit des Langzeitberaters vor Ort durch Einsätze der Kurzzeit- und Mittelzeitexperten sowie die Durchführung von Ausbildungsinitiativen, Workshops, Seminaren und Studienbesuchen. Teilnehmer am Twinning sind vor allem die jeweiligen Verwaltungen. Aus dem Geschäftsbereich des MLUL beteiligen sich Langzeit- und Kurzzeitexperten in verschiedenen Twinning-Projekten.

Weitere Informationen:

Twinning-Projekte mit Beteiligung des MLUL

Letzte Aktualisierung: 16.01.2015

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Kontakt:

MLUL, Referat MB 2
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Internationale Kooperation
Dr. Jens-Uwe Schade
Pressesprecher
Tel.: 0331/ 866 -7016
E-Mail an Dr. Schade