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Ozon


 

Entstehung, Grenzwerte und Wirkungsweise

Ozon (O3) ist ein farbloses, giftiges und chemisch sehr reaktives Gas. Es greift viele andere Stoffe an und kann deshalb Menschen, Pflanzen und Materialien schädigen. Ozon ist ein Treibhausgas, trägt also zur Erwärmung der Erdatmosphäre bei. Ozon besteht aus drei Sauerstoffatomen. “Normaler“ Sauerstoff, den wir zum Atmen brauchen – O2 – ist zweiatomig. Ozon ist eines der wichtigsten Spurengase in der Atmosphäre.

Ozon spielt in der Erdatmosphäre eine Doppelrolle:

In der oberen Stratosphäre (etwa zwischen 23 und 50 Kilometer Höhe) befindet sich mit über 90 Prozent der Hauptanteil des atmosphärischen Ozons. Ozon hat dort die Funktion eines lebensnotwendigen Filters gegen die schädlichen Anteile der UV-Strahlung. In dieser Luftschicht wird Ozon bei Sonneneinstrahlung (ultravioletter Strahlungsanteil) unter anderem durch die chemischen Verbindungen Chlor und Brom abgebaut. Diese stammen vorwiegend aus Fluorkohlenwasserstoffen (FCKW) und anderen halogenhaltigen Stoffen. Während des Zeitraums von 1968 bis 1992 betrug der Ozonrückgang in der Stratosphäre über Europa im Durchschnitt drei Prozent pro Jahrzehnt (Ozonloch-Bildung). Seit Mitte der 90er Jahre setzt sich dieser Trend gemäß den Messungen des Deutschen Wetterdienstes aufgrund stark verminderter FCKW-Emissionen jedoch nicht mehr fort.

In den unteren Luftschichten gibt es einen kleinen Sockelanteil natürlich vorhandenen Ozons. Zusätzliches Ozon bildet sich durch komplexe photochemische Reaktionen von O2 und - vor allem - flüchtigen organischen Verbindungen (englisch: VOC = volatile organic compounds) und NOX, aber auch CO und Methan (CH4) bei intensiver Sonneneinstrahlung. Ozon wird nicht direkt emittiert und daher als sekundärer Schadstoff bezeichnet.

Weitere Informationen

» Ozon (FAQ)

Letzte Aktualisierung: 04.02.2016

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Kontakt:

MLUL, Abteilung Umwelt,
Klimaschutz, Nachhaltigkeit
Referat 54
Dr. Frank Beck
Tel.: 0331/ 866 -7210
E-Mail: Dr. Frank Beck