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20.02.201812. Kleiner Naturschutztag in Menz

Feuchtwälder oder wo Büffel auf Menschen treffen

Termin: Donnerstag, 22. Februar 2018
Zeit: 9:30 Uhr
Ort:

Regionalwerkstatt Stechlin
Friedensplatz 9
16775 Stechlin

 

Menz -  2017 war ein erfolgreiches Jahr für den Naturpark Stechlin-Ruppiner Land, der zum Landesamt für Umwelt gehört. Am Donnerstag (22. Februar) werden in Menz am Kleinen Naturschutztag Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen sowie Projekte des Naturparks und seiner Partner vorgestellt. Die Jahrestagung des Naturparks findet bereits zum 12. Mal statt.

Ein Höhepunkt ist sicher die Auszeichnung des Projekts „Feuchtwälder“ als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt. Die Projektmitarbeiterinnen  werden die Auszeichnung aus den Händen von Ralf Reinhard, Landrat des Kreises Ostprignitz-Ruppin, entgegennehmen. Das brandenburgweite Projekt in Trägerschaft des NaturSchutzFonds Brandenburg engagiert sich im Naturpark im Kunstertal, am Rheinsberger Rhin und im Stechlinsee-Gebiet.

Gabriele Hüning von der Kita Lindower Kinderland sowie Ranger der Naturwacht des berichten über Umweltbildungsaktivitäten. Das Kinderland wurde 2017 als erste Kita Brandenburgs als Naturpark-Kita zertifiziert. Ranger sind alle zwei Wochen für einen Vormittag mit den Kindern unterwegs, um diese für Natur und Umwelt zu begeistern. Ein Thema war im letzten Jahr der Weg vom Korn zum Brot. Die Kids besuchten einen Bauern bei der Feldarbeit, schauten wie das Korn in der Mühle zu Mehl vermahlen wird und legten beim Brotbacken selbst Hand an.

Valeska Pellegrini, Wolfsbeauftragte im Umweltministerium, referiert über die Situation der Beutegreifer in Brandenburg. Nachdem im letzten Jahr aus der Region mehrfach über Wolfsbeobachtungen berichtet wurde, stößt das Thema auf zunehmendes Interesse. Die Referentin wird über das richtige Verhalten beim Zusammentreffen mit dem Wolf in freier Natur, über den Stand der Wolfsverordnung sowie über Prävention, Schadensausgleich und Umgang bei Rissgeschehen durch Tierhalter informieren.

Das Tief Xavier hat  im Herbst in der Region schwere Schäden hinterlassen. Die Sperrung von Wanderwegen, der Wasserwanderstrecke Rheinsberger Rhin sowie ganzer Waldgebiete in der Ruppiner Schweiz waren die Folge. Jörg Herpel, Leiter der Landeswaldoberförsterei Alt Ruppin, wird dies dokumentieren.

Die Gesellschaft für Tiergestützte Therapie e.V. ist als Partner im Vertragsnaturschutz für den Naturpark aktiv. Mit finanzieller Unterstützung des EU-LIFE-Projekts „Feuchtwälder“ konnten auf Flächen des Guts Zippelsförde wertvolle Feuchtlebensräume erhalten werden. Hauptakteure für die Landschaftspflege im FFH-Gebiet Rheinsberger Rhin und Erweiterung sind dabei Wasserbüffel. Angela Zimmermann berichtet über ihre Erfahrungen unter dem Motto „Mensch trifft Büffel“.

Mit mehr als 180 Seen, darunter die Hälfte der Klarwasserseenfläche Brandenburgs, trägt der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land für diesen Lebensraum eine besondere Verantwortung. Bereits vor mehreren Jahren wurde hierzu eine Kooperationsvereinbarung mit dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei geschlossen. Dr. Peter Kasprzak, Wissenschaftler in Neuglobsow, referiert zum Thema „Was sind, was können Seesanierung und Seerestaurierung: Theorie und Praxis“.

Unter den Titel „Geronsee – eine fast vergessene Schönheit“ hat Axel Leben aus Schönermark seinen Vortrag über einen See am Rand der Stadt Gransees gestellt. Eine Bürgerinitiative hat den namensgebenden See unmittelbar vor den Toren der Stadt wieder ins Rampenlicht gerückt. Mit Unterstützung der Siemens-Schule Gransee und weiterer Partner ist ein Gewässer-Steckbrief erarbeitet worden.

Ines Alkewitz, Bio-Imkerin aus Zernikow, präsentiert ihr Projekt die früher weit verbreitete Baumimkerei im Naturpark wiederzubeleben. In verschiedenen Schutzgebieten Osteuropas haben sich zu dieser alten Form der Landnutzung in den letzten Jahren vielfältige Initiativen entwickelt. Im Mittelpunkt steht dabei die Nutzung alter Baumstämme für die Imkerei.

Vor 13 Jahren wurde im Rahmen des EU-Life-Projekts Stechlin die Beerenwiese im Naturschutzgebiet Stechlin vernässt. Dorit Protze von der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) hat die Veränderung der der Moosflora untersucht und die Ergebnisse im Rahmen ihrer Masterarbeit veröffentlicht.

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Dr. Jens-Uwe Schade
Pressesprecher
Tel.: 0331/ 866 -7016
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