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Entsorgung von Gespinsten des Eichenprozessionsspinners

Einführung

Raupen des Eichenprozessionsspinners (© Stefan Franz, www.fotolia.com) Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Zahnspinner (Notodontidae), der sich in den vergangenen Jahren in Brandenburg sehr stark ausgebreitet hat. Über die Schadwirkung des Eichenprozessionsspinners, seine Wirkung auf von ihm besiedelten Bäumen, seine Biologie und seine Verbreitungsgebiete wird ausführlich berichtet auf der Internetseiten des Bereiches Forst unseres Ministeriums unter:

www.mlul.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.328809.de

Entfernung und Entsorgung der Nester

Die akute Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners erfolgt durch das Absaugen der Nester. Dadurch wird auch die Ausbreitung der Brennhaare weitgehend vermieden. Diese Arbeiten sollten nur durch entsprechende Fachfirmen (z. B. Firmen für Schädlingsbekämpfung) ausgeführt werden. Die abgesaugten Rückstände des Eichenprozessionsspinners, die auch die Brennhaare enthalten, sind in dicht schließenden Behältnissen zu sammeln und anschließend ordnungsgemäß zu entsorgen.

Raupen des Eichenprozessionsspinners (Quelle: Kreis Heinsberg) Aufgrund der gesundheitlichen Risiken, die von den mechanisch entfernten Nestern des Eichenprozessionsspinners und den langlebigen Brennhaaren ausgehen (bis zu mehreren Jahren), sollte eine Verwertung dieser Abfälle durch Kompostierung unterbleiben. Die Abfälle sind daher einer Beseitigung zuzuführen. Dazu sind sie dem für das jeweilige Gebiet zuständigen öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (örE) zu überlassen. Im Land Brandenburg sind das die Landkreise und kreisfreien Städte bzw. von diesen gebildete Zweckverbände. Diese erteilen die erforderlichen Auskünfte zu Ort und Art der Überlassung sowie zu den Entsorgungsgebühren.

Die zu beseitigenden Gespinste des Eichenprozessionsspinners sind nach der Abfallverzeichnis-Verordnung der Abfallschlüsselnummer 020102 Abfälle aus tierischem Gewebe zuzuordnen.

Die Abfälle weisen keine Gefährlichkeitsmerkmale auf und entsprechen daher nicht den Kriterien eines gefährlichen Abfalls. Dennoch sind durch Firmen und Personen, die mit der Entfernung der Gespinste des Eichenprozessionsspinners betraut sind, alle erforderlichen Schutzmaßnahmen durchzuführen.

Ansprechpartner

Die Kontaktdaten der örE sind unter Service Brandenburg abrufbar. Ansprechpartner zur Meldung befallener Bäume mit der Raupe des Eichenprozessionsspinners sind die Ordnungsämter der Kommunen.

Letzte Aktualisierung: 02.03.2015

Übersicht



Kontakt:

MLUL, Abteilung Umwelt,
Klimaschutz, Nachhaltigkeit
Referat 52
Dr. Bernard Wroński
Tel.: 0331/ 866 -7567
Fax: 0331/ 866 -7241
E-Mail: Dr. Bernard Wroński