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28.06.2018Vogelsänger im Landtag zu „Herstellung, Verarbeitung und Vermarktung regionaler Lebensmittel in Brandenburg

Potsdam – Agrarminister Jörg Vogelsänger hat in der heutigen Landtagsdebatte zum Tagesordnungspunkt „Herstellung, Verarbeitung und Vermarktung regionaler Lebensmittel in Brandenburg“ (Große Anfrage Nummer 30) den Redebeitrag für die Landesregierung gehalten, der hier in gekürzter Form dokumentiert wird.

(Es gilt das gesprochene Wort!)

Ich halte es natürlich für richtig, dass wir uns aus Anlass dieser Anfrage erneut mit der Frage beschäftigen, was wir als Land für die Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Agrarprodukte angesichts eines immer härteren Wettbewerbs auf dem Lebensmittelmarkt für die Branche tun können.

Ich meine, dass wir mit der Beantwortung der Großen Anfrage ein aktuelles Update in der Hand haben, wo wir in Sachen Regionalvermarktung derzeit stehen.

Wie kommen wir also weiter? In der Tat geht es genau darum,

  • ob Landwirte in Brandenburg die Chance und einen Anreiz haben, pflanzliche und tierische Agrarrohstoffe zu produzieren
  • ob wir für unser Ernährungshandwerk und für die Lebensmittelbranche die Weichen auf Wachstum und Verarbeitung richtig stellen
  • ob die Vermarktung der hier erzeugten Lebensmittel zu Preisen erfolgen kann, die es den Betrieben ermöglichen, Gewinne zu erzielen und den Beschäftigten ein auskömmliches Lohnniveau zu sichern.

Dies sind überhaupt die drei Grundpfeiler, die erst einmal stehen müssen.

Vieles ist bereits in Umsetzung. Ich will nur einiges nennen:

  • Bereits 2013 wurde durch die Novellierung der „Kantinenrichtlinie“ der Anteil regionaler Produkte erhöht.
  • Die Richtlinie „Marktstrukturverbesserung“ ist neu in Kraft gesetzt.
  • Wir haben pro-agro-Qualitätsprogramme, die Regionalmarke VON HIER und das Markenzeichen „natürlich Brandenburg.
  • Das Brandenburger Schulobstprogramm wird fortgesetzt.
  • Die Gartenbaukonzeption ist erarbeitet, ein Maßnahmenpaket wird folgen.
  • Projekte der europäischen Innovationspartnerschaft beschäftigen sich intensiv mit Fragen rund um den Gartenbau sowie dem Obst- und Gemüseanbau im Land Brandenburg.
  • Die Beraterrichtlinie wird auf den Weg gebracht, um dafür zu sorgen, dass die Angebote möglichst breit angenommen werden.

Sie merken also, wenn man tiefer einsteigt, geht es nicht nur um die Bereitstellung von Fördermitteln. Es geht insbesondere auch um Wertschätzung für Lebensmittel und Wissen um Lebensmittel.

Gerade wenn man mit Landwirten spricht, stellen diese immer wieder fest, dass sie bei der Arbeit auf dem Feld oder im Stall von einigen als Störfaktor wahrgenommen werden. Auch das zeigt die Größe der Aufgabe, wenn wir ehrlich über Regionalprodukte reden.

In dieser Situation sind die Verbraucherinnen und Verbraucher wichtige Verbündete. Der Erfolg Brandenburger Agrarprodukte ist deshalb in wesentlichen Teilen auch der Verbundenheit der Berliner und Brandenburger mit ihrer Heimatregion zu verdanken.

Als Land unterstützen wir bekanntlich mit großer öffentlicher Aufmerksamkeit die Vermarktung heimischer Agrarprodukte.

Dies tun wir auch über das gesamte Jahr, von der Brandenburg-Halle auf der Grünen Woche im Januar bis zur Werbung für Weihnachtsgänse und Silvesterkarpfen im Dezember.

Gerade vor wenigen Wochen ist mit unserer Begleitung ein Brandenburger Produkt in den europäischen Adelsstand erhoben worden. Beelitzer Spargel ist nun g.g.A. – also eine geografisch geschützte Spezialität mit höchsten Qualitätsansprüchen.

Der Absatzmarkt Berlin-Brandenburg bietet grundsätzlich ein enormes Potenzial. Aber dieser Markt ist heiß umkämpft und unsere Produzenten müssen sich im Verdrängungswettbewerb behaupten.

Dazu bedarf es vermarktungsfähiger regionaler Produkte, das betrifft sowohl die konventionelle wie auch die Bioproduktion abseits des Massenmarkts.

Es gibt eine Vielfalt von Unterstützungsmaßnahmen in Förderprogrammen für landwirtschaftliche Unternehmen.

Die unternehmerische Entscheidung kann ich niemand abnehmen. Die wichtigsten Entscheider bleiben die Verbraucherinnen und Verbraucher.

Lassen Sie uns gemeinsam im gesamten Land für regionale Produkte werben!

  • Antwort der Landesregierung
    auf die Große Anfrage Nr. 30 der Franktion Bündnis90/DIE GRÜNEN Drucksache 6/8216
    "Herstellung, Verarbeitung und Vermarktung regionaler Lebensmittel in Brandenburg"

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