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24.05.2018Neue Krone für Deich bei Friedrichsthal

Friedrichsthal Den symbolischen ersten Spatenstich für den neuen Deich bei Friedrichtsthal musste Umweltminister Jörg Vogelsänger heute ganz vorsichtig setzen, denn vor Beginn der Baumaßnahmen steht zunächst noch eine sehr aufwendige Kampfmittelberäumung an. Auch der Baugrund stellt Planer und Baubetrieb vor eine große Herausforderung. Dem Landesamt für Umwelt und dem bauausführenden Betrieb steht damit eine der aufwendigsten Deichbaumaßnahmen entlang der Oder bevor.

Mit dem Bauvorhaben wird eine wichtige Etappe für den Hochwasserschutz im Bereich Schwedt/Oder angegangen. Drei Jahre sind für die Realisierung der Deichbaumaßnahme Baulos 67 im Rahmen des Oderprogramms „Sicherheit und Zukunft für die Oderregion“ im Polder 5/6 bei Gartz/Oder geplant.

Aufgrund der zu erwartenden hohen Kampfmittelbelastung in Verbindung mit dem wenig tragfähigen Baugrund muss der Altdeich abschnitts- und schichtweise bis zum Deichlager komplett zurückgebaut werden. Erst dann kann auf einer Lage Geogitter der Neuaufbau erfolgen. Die erforderliche Erhöhung der Deichkrone sowie die Abflachung der Böschungen erfordern eine landseitige Verbreiterung der Deichaufstandsfläche. Zusätzlich werden im Abstand von etwa 15 Metern Entlastungsbrunnen unterhalb des Filterkörpers hergestellt. Über dem Filter erhält der Deich eine Auflastberme, deren Oberfläche zur Erleichterung der Unterhaltungsarbeiten durch den Einbau von Rasenschottersteinen befestigt wird.

Wasserseitig erhält der Deich eine Abdichtung durch eine geosynthetische Tondichtungsbahn. Auf  Grund des ungünstigen Untergrunds wird mit hohen Anfangssetzungen gerechnet. Erst wenn diese abgeklungen und die Erdarbeiten vollständig beendet sind, erhält der Deich auf der Krone einen Deichverteidigungsweg in fahrradfreundlicher Asphaltbauweise.

Zur Entlastung der Anwohner in den umliegenden Orten ist für die Materialtransporte der 2015 eigens errichtete Schiffsanleger in der Westoder zu nutzen. In Vorbereitung darauf wurden 2014 sämtliche Zuwegungen ertüchtigt.

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Dr. Jens-Uwe Schade
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