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31.01.2019Schulmilchprogramm Brandenburg

Potsdam – Unter dem Tagesordnungspunkt „Das Europäische Schulmilchprogramm - jeden Tag einen viertel Liter Milch genießen“ hat der Brandenburgische Landtag gestern wesentliche Änderungen für das Schulmilchprogramm auf den Weg gebracht.

Der Landtag fordert die Landesregierung mehrheitlich auf, im Rahmen des EU-Programms künftig nur noch Schulmilch ohne Zuckerzusatz anzubieten und die notwendigen Änderungen der Förderrichtlinie zügig zu erarbeiten, bevorzugt Trinkmilch abzugeben, die regional erzeugt wurde sowie regelmäßig und produzentenunabhängig Lebensmittel- und Ernährungsthemen in der Schule zu behandeln.

Brandenburg nimmt bereits seit 2009/2010 an dem Europäischen Schulmilchprogramm teil. Das dabei hier zum Einsatz gekommene Mittelvolumen betrug insgesamt 191.000 Euro pro Jahr.

Mit der neuen Programmausrichtung des Schulprogramms durch die EU konnten im Schuljahr 2017/2018 insgesamt 552 Bildungseinrichtungen mit 25.500 Kindern und einem Fördervolumen von 208.000 Euro einbezogen werden.

Bei der Betrachtung der Zahlen aus der Vergangenheit haben die Milchmixgetränke eine nicht unbedeutende Rolle gespielt. Jedoch ist das Gesundheits- und Ernährungsbewusstsein besonders in den letzten Jahren gestiegen. Gerade für Kinder und heranwachsende Jugendliche hat es einen Wandel bezüglich der initiierten Qualitätsstandards für die Schulverpflegung gegeben. Das Schulmilchprogramm wird deshalb umgestellt. Dazu gehört auch, dass sich die Schulmilchlieferanten auf die neue Situation einstellen und einen Systemwechsel vornehmen müssen.

Seit dem 1. August 2017 ersetzt das neue EU-Schulprogramm (Verordnung EU) 2016/791) die früheren Programme zu Schulobst/-gemüse sowie Schulmilch. In der Begründung für diese Änderungen verweist die EU ausdrücklich auf die Zunahme der Zahl fettleibiger Kinder. Das EU-Schulprogramm soll die Wertschätzung von Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukten bei Kindern steigern und die Entwicklung eines gesundheitsförderlichen Ernährungsverhaltens unterstützen. Die Belieferung mit Milch und Milchprodukten ist allerdings nur durch zugelassene Lieferanten möglich. Bevorzugt soll Trinkmilch abgegeben und Produkte aus regionaler Erzeugung eingesetzt werden.

Die gelieferten Produkte dürfen keine Zusätze von Zucker, Fett, Salz, Süßungsmitteln, Früchten und Fruchtzubereitungen, Stabilisatoren, Gelatine, Pektine unter anderem enthalten. Damit sind Milchmischgetränke mit Zusatz von Zucker, Kakao, Farb- und Geschmacksstoffen ausgeschlossen. Allerdings lässt die EU-Verordnung es zu, dass Mitgliedstaaten Ausnahmen von dieser Regelung schaffen.

Von den im Land Brandenburg anerkannten neun Schulmilchlieferanten sind schon jetzt sechs regionale Anbieter.

Die Lebensmittel- und Ernährungsthemen werden durch das Projekt Landaktiv im Unterricht als flankierende Maßnahmen bereits seit dem Schuljahr 2017/2018 inhaltlich angeboten.  Weiterhin werden kostenlose Materialien von Bundesinstitutionen angeboten, die im Unterricht genutzt werden können. 

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Dr. Jens-Uwe Schade
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