MLUL

Aufgaben

Fachübergreifende Themen

Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Verwaltung und Service

26.02.2019EIP-Projekt für die Pflanzenproduktion : Märkische Streusandbüchse wird präzise durchfeuchtet

Neues Fenster: Bild - Icon Sucht - vergrößern © Ewe Degiampietro, fotolia.com
Termin: Donnerstag, 28. Februar 2019
Zeit: 10:00 Uhr
Treffpunkt: Gasthaus Göske
Wernikower Straße 16
16909 Wernikow

 

Wernikow - Brandenburger Agrar-und Umweltstaatssekretärin Carolin Schilde informiert sich am Donnerstag (28. Februar) über ein Forschungsvorhaben, dass gerade nach dem Dürrejahr 2018 auf besonderes Interesse der Praxis stoßen dürfte: Precision Irrigation untersucht Möglichkeiten einer ressourcensparenden Bewässerung in der Pflanzenproduktion.

Das Projekt wird im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft für den Agrarbereich (EIP-AGRI) mit Mitteln aus dem Agrarfonds ELER unter Federführung des Instituts für Bergbaufolgelandschaften Finsterwalde mit Praxispartnern umgesetzt.

Brandenburg zählt mit seinen trocken-heißen Sommern zu den klimaempfindlichsten Regionen Mitteleuropas. Bereits in Jahren ohne Wetterextreme wirkt das Wasserangebot ertrags- und qualitätsbegrenzend, insbesondere beim Anbau von bewässerungswürdigen Sonderkulturen, Feldgemüse und Hackfrüchten. Dabei sorgt die gängige Technologie lediglich für eine gleichmäßige und ausreichende Bewässerung des Gesamtschlags, ohne eine Über- und Unterversorgung einzelner Teilflächen verhindern zu können. Dies befördert unproduktiven Mehrverbrauch an Wasser und Energie sowie negative Umweltauswirkungen wie Bodenerosion oder erhöhte Nährstoffausträge.

Mit einer anwenderfreundlichen Systemlösung soll eine Präzisionsbewässerung ermöglicht werden. Die angestrebte Lösung erfordert zunächst die Ermittlung des aktuellen Wasserversorgungszustands der Pflanzen über Infrarotthermografie (Wärmebildkameras). Das Ergebnis sind genau angesteuerte Bewässerungsanlagen und das darauf abgestimmte Bewässerungsmanagement.

EIP in Brandenburg

Die EIP-Projekte werden von Praktikern, Wissenschaftlern, Beratern, Unternehmen sowie Verbänden und Vereinen in Netzwerken umgesetzt. Für das Programm werden von der Europäischen Kommission im Rahmen des Agrarfonds ELER beachtliche Fördermittel zur Verfügung gestellt, um Forschung und Wertschöpfung in der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu unterstützen. Dafür stehen im Land Brandenburg bis 2020 25,6 Millionen Euro zur Verfügung. Organisatorisch umgesetzt wird die Arbeit, indem Landwirte, Wissenschaftler und andere Akteure Operationelle Gruppen gründen. Die Landwirte übernehmen dabei eine Schlüsselrolle: Ihre Probleme bestimmen die Forschungsagenda. Sie sind gleichzeitig Akteure im Prozess der Lösungsfindung und auch die ersten Nutzer der zu erwartenden Ergebnisse.

Weitere Hinweise zu diesem und anderen Brandenburger EIP-Projekten einschließlich der Projektblätter bietet die Homepage:

https://eip-agri.brandenburg.de

Auswahl

Jahr
Rubrik


Kontakt:

MLUL, Referat MB 2
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Internationale Kooperation
Dr. Jens-Uwe Schade
Pressesprecher
Tel.: 0331/ 866 -7016
E-Mail an Dr. Schade