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17.05.2019Vogelsäger eröffnet Elisabethhaus in Kloster Lehnin

Termin: Montag, 20. Mai 2019
Zeit: 15:00 Uhr
Ort: Zentrum - Kloster Lehnin
Klosterkirchplatz 13
14797, Kloster Lehnin

 
 

Kloster Lehnin – Mit der Sanierung des Elisabethhauses nimmt das Zentrum Kloster Lehnin weiter Form an. Am Montag eröffnet Minister Jörg Vogelsänger das umgebaute Mehrzweckgebäude im Kloster Lehnin. Das Brandenburger Agrar- und Umweltministerium förderte das Projekt mit einer Gesamtinvestition in Höhe von 2,4 Millionen Euro mit rund 1,4 Millionen Euro aus dem LEADER Programm/Ländliche Entwicklung, das aus dem EU-Agrarfonds ELER und nationalen Mitteln finanziert wird. Weitere Fördermittel stellten das Wissenschaftsministerium sowie der Landkreis Potsdam-Mittelmark zur Verfügung.

„Von den Erweiterten Nutzungsmöglichkeiten des Hauses wird die ganze Region profitieren“, so Minister Jörg Vogelsänger.

Das Elisabethhaus entstand aus der baulichen Zusammenfassung mehrerer Wirtschaftsgebäude des Klosters. Für Veranstaltungen und Tagungen stehen der Festsaal „Kurfürstin Luise-Henriette" sowie die Seminarräume „Großer Kurfürst" und „Markgraf Otto I." zur Verfügung. Feuchtigkeitsschänden machten eine Nutzung der Räume in der zweiten Etagen unmöglich. Fachleute entfernten Parkettböden und Wandverkleidungen legten den Rohbau komplett trocken. Die Inneneinrichtung wurde ebenfalls neu eingerichtet.

Sanierung und Trockenlegung

Im Obergeschoss befinden sich nun 16 komfortable Gästezimmer mit 29 Betten. Früher waren es die Übernachtungsplätze für die Diakonissen und Internatsschülerinnen, die sich Dusche und Toiletten teilten. Nun wird jedes zweite frühere Internatszimmer zu einem privaten Badezimmer für einen Gast. Auch eine Suite für besonders wichtige – oder anspruchsvolle – Gäste wird es geben.

Der Unternehmensverbund Evangelisches Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin hatte die Trägerschaft des Klosters 2004 von der Landeskirche übernommen. Seitdem ist das Diakonissenhaus dabei, dort eine zentrale Begegnungs- und Fortbildungsstätte für Gäste aus Kirche, Diakonie und Gesellschaft zu etablieren.

Elisabethhaus

Seit mehr als 600 Jahren ist das Elisabethhaus das prägende Gebäude des heute Amtshof genannten früheren Wirtschaftshofes des Zisterzienserklosters Lehnin, das nach der Säkularisierung 1542 kurfürstliche und später königliche Domäne wurde.

Ursprünglich bestand das Elisabethhaus aus zwei gotischen Backsteingebäuden, die ab dem späten 13. Jahrhundert als Stallanlagen, Scheunen und Remisen errichtet wurden. In den folgenden Jahrhunderten wurde es entsprechend den wirtschaftlichen Notwendigkeiten immer wieder überformt und an die jeweiligen Nutzungsanforderungen angepasst.

Das Elisabethhaus erhielt um 1815 nach einem durchgreifenden Umbau für die Zwecke des inzwischen privaten Gutsbetriebes, die das gesamte Gebäude unter einer neuen Dachkonstruktion zusammenfasste, seine heutige Gestalt. Damals fanden hier Geräte für eine Schnapsbrennerei Platz.

Ab 1913 erfolgte der Umbau für das Diakonissenmutterhauses Luise-Henrietten-Stift, das die ehemalige Klosteranlage seit seiner Gründung zwei Jahre zuvor nutzte. Seitdem trägt das Gebäude seinen heute noch gebräuchlichen Namen. Nach einer Nutzung als Reservelazarett im Ersten Weltkrieg erhielt das Elisabethhaus den großen Festsaal mit Wirtschaftsräumen sowie Schlafräume für die Diakonissen im Obergeschoss und einen Speiseraum.

Bis 2013 nutzte die Evangelische Ausbildungsstätte für Pflegeberufe das Gebäude als Internat für ihre Pflegeschülerinnen und -schüler sowie für Teile des Unterrichts.

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Dr. Jens-Uwe Schade
Pressesprecher
Tel.: 0331/ 866 -7016
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