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08.04.20196. Brandenburgischen Landesgartenschau

Eine Stadt blüht auf: Einladung zur 6. Brandenburgischen Landesgartenschau in Wittstock/Dosse

Wittstock/Dosse – Die Stadt Wittstock/Dosse lädt vom 18. April bis zum 6. Oktober zur Landesgartenschau (LaGa). „Gartenschauen sind nicht einfach „Blümchenschauen“, sondern vor allem Motor für die Stadt- und Regionalentwicklung. So ist auch an der Dosse seit der Zuschlagserteilung im November 2015 viel passiert“, betont Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger, der mit Dorothea Stüben, der stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt, und Christian Hernjokl, Geschäftsführer der Wittstocker LaGa-Gesellschaft, heute auf einen Besuch der 6. Landesgartenschau neugierig machen will.

Vogelsänger: „Brandenburger Gartenschauen haben seit der ersten LaGa im Jahr 2000 eine Erfolgsgeschichte geschrieben und sich als Schaufenster der Leistungen der Gärtner etabliert. Nun freuen wir uns auf Wittstock. In zehn Tagen, knapp dreieinhalb Jahre nach der Zuschlagserteilung, wird Wittstock für 172 Tage die Tore für die Gartenschau öffnen. Die Vorbereitungen sind bis auf letzte Kleinigkeiten abgeschlossen und die Stadt ist gut vorbereitet auf ihre Gastgeberrolle. Ich wünsche mir, dass in den kommenden Monaten viele Brandenburgerinnen und Brandenburger, aber auch viele Freunde der Gartenkultur aus Berlin und anderen benachbarten Bundesländern, die Einladung nach Ostprignitz-Ruppin annehmen. Dazu kommt, dass die Region in diesem Jahr einen doppelten Grund hat, mit besonderen Angeboten auf sich aufmerksam zu machen: Mit Neuruppin und anderen Fontane-Orten im Landkreis erinnert Wittstock in diesem Jahr auch an den 200. Geburtstag des Schriftstellers und Brandenburg-Entdeckers.“

Das zentrale Gartenschaugelände erstreckt sich auf einer Fläche von 13 Hektar entlang der historischen Burgmauer. Hierzu wurden der Friedrich-Ebert-Park sowie der Park am Bleichwall umgestaltet und aufgewertet.

Der Amtshof der Alten Bischofsburg wurde völlig neu gestaltet und wird der zentrale Veranstaltungsplatz der Stadt.

Unterstützt und begleitet wurde die Stadt in der Vorbereitung auch durch eine interministerielle Arbeitsgruppe unter Federführung des Agrarministeriums, in der Vertreter der Ressorts, des Gartenbauverbands Berlin-Brandenburg, des Städte- und Gemeindebunds und der Brandenburgischen Architektenkammer mitwirken. Hier wurde insbesondere das Zusammenspiel der verschiedenen Förderinstrumente abgestimmt und koordiniert.

Alle Investitionen zur Vorbereitung der LaGa erfolgen über bestehende Förderprogramme, die aus EU-, Bundes- und Landesmitteln gespeist werden sowie Mitteln der Stadt.

Unterstützt wurden diese Aktivitäten besonders im Rahmen über das LEADER-Programm zur Förderung der Ländlichen Entwicklung. Dieses Programm wird im Wesentlichen aus Mitteln des EU-Agrarfonds ELER finanziert.

Insgesamt wurden über 27 Millionen Euro (etwa 20 Millionen Euro Fördermittel), insbesondere für Vorhaben im Zusammenhang mit der Stadtentwicklung, der Ländlichen Entwicklung für die Freiraumgestaltung (LEADER und Landschaftswasserhaushalt zirka 6 Millionen Euro) für Vorhaben des Tourismus, zur Unterstützung des „Grünen Klassenzimmers“ und zur Unterstützung eines Kunstprojekts eingesetzt.

Darüber hinaus wurden 775.000 Euro Landesmittel aus dem Agrarhaushalt zur Unterstützung des gärtnerischen Berufsstands zur Verfügung gestellt.

Hervorzuheben ist die Sanierung und Umgestaltung des Bahnhofareals. In jahrelang ungenutzten Gebäuden werden Teile der Stadtverwaltung und die Tourismusinformation der Stadt angesiedelt. Die Bedingungen für die Mobilität, die medizinische Versorgung und Aktivitäten für Kinder und Jugendliche konnten- mit Fördermöglichkeiten der Stadtentwicklung- ganz wesentlich verbessert werden. Unter anderem werden hier die Ruppiner Kliniken ein Ärztehaus mit zwei Facharztpraxen betreiben.

Vogelsänger: „Die Landesgartenschau in Wittstock wird die Stadt nachhaltig beleben, da das Konzept als dauerhafte Anlage konzipiert wurde. Davon und dass die Fördermittel, die in die Vorbereitung investiert wurden, gut angelegt sind, werden wir uns in zehn Tagen überzeugen können.“

Die Stadt Wittstock wird die Landesgartenschau nutzen, um ihre Besucher in diesem Jahr auch auf die Schönheit ihrer historischen Altstadt aufmerksam zu machen. So ist die Altstadt von allen Punkten des Gartenschaugeländes fußläufig innerhalb weniger Minuten zu erreichen.

Wittstock blüht auf

Im Friedrich-Ebert-Park, der von einem uralten Baumbestand geprägt ist, gibt es Wechselflorpflanzungen, Themengärten, Stauden- und Gehölzpflanzungen sowie ein attraktives Spielgelände für die jüngsten Besucher. Auf einem Holzdeck an der Glinze können die Besucher die Nähe am Wasser genießen. Hier werden auch die Friedhofsgärtner die neuesten Trends der Grabgestaltung präsentieren. Eine gastronomische Einrichtung sowie Gartenkabinette an der Stadtmauer runden das LaGa-Angebot im Friedrich-Ebert-Park ab.

Der Park am Bleichwall, zu Füßen der ehemaligen Wittstocker Bischofsburg gelegen, bietet Rosen, Stauden und Gräser. Ein Regionalmarkt sorgt für buntes Markttreiben.

Der Fontanegarten an der Stadtmauer verweist auf den 200. Geburtstag des Dichters. Bei der Gestaltung haben sich die Gärtner von Fontanes Beschreibungen seines elterlichen Gartens inspirieren lassen.

Das Wittstocker Museum des Dreißigjährigen Krieges wird Bestandteil des LaGa-Geländes. Der Besuch ist im Ticket zum Gartenschaugelände bereits enthalten.

Erstmals wird es auf einer brandenburgischen Landesgartenschau einen „wachsenden Garten“ geben – ein Gartengelände, das erst während der LaGa entsteht und auf dem sich Garten- sowie Landschaftsgartenbaubetriebe präsentieren. Eine attraktive Spielplatzlandschaft wartet darauf, von den jüngsten Besuchern in Besitz genommen zu werden.

Der Güterboden aufwändig saniert worden, damit er sich in eine Gartenschau-Blumenhalle verwandeln kann.  Den Reigen der zwölf Hallenschauen eröffnet am 18. April die große Eröffnungsschau. Die nachfolgenden Hallenschauen folgen dem Rhythmus der Jahreszeiten, Frühblüher und Sommerflor werden die Blumenhalle zu einem beliebten Treffpunkt werden lassen. Die Erdbeer- und Spargelzeit findet hier ebenso ihren Wiederhall wie die Rosenblüte oder die Dahlienzeit. Eine der Hallenschauen wird sich thematisch wieder mit dem Fontanejahr auseinandersetzen: Dies findet seinen Ausdruck in einer blumig gestalteten Wanderkulisse mit Heide, Gemüse, Obst, Fisch, Wein, Gurken, Erdbeeren, Meerrettich und vielem anderen mehr, was die Gärten und Landschaften der Mark bestimmt. Die letzte Blumenschau wird mit reifen Früchten, Kürbissen, floralen Texturen von Chrysanthemen und prachtvollen Gestecken Herbstfarben in die Blumenhalle holen.

Mehr Informationen zur Laga unter: http://laga.wittstock.de/laga2019.html

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