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17.04.2019EIP-Projekt für den Brandenburger Gartenbau: Lichtblick für die modulare Farm der Zukunft

Berlin – Brandenburgs Agrar- und Umweltstaatssekretärin Carolin Schilde hat sich heute in Berlin über das Projekt LED4Plants informiert. Hierbei geht es um die effiziente, gezielte Produktion von Kulturen durch LED. Das Projekt wird im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft für den Agrarbereich (EIP-AGRI) mit Mitteln aus dem Agrarfonds ELER unter Federführung des Berliner Julius-Kühn-Instituts mit Brandenburger Praxispartnern umgesetzt.

Ziel ist die Entwicklung modularer, kostengünstiger und pflanzenbedarfsgerechter  LED-Lichtsysteme für den Einsatz im Gewächshaus. Es soll eine höhere Qualität der Kulturen,  ein höherer Ertrag und eine kürzere Kulturzeit erreicht werden. Eine modulare Zukunftsfarm mit vertikalen und horizontalen LED-Lichtsystemen soll eine qualitativ hochwertige und ganzjährige Gewächshausproduktion in Brandenburg und Berlin ermöglichen. Neben den LEDs als Zusatzhängebeleuchtung über Tischen soll die Produktion in Gewächshäusern durch Regalreihen mit bis zu fünf Etagen, optimiert werden.

Mit Licht lassen sich die Ernteergebnisse in der Gewächshausproduktion deutlich steigern. Das Lichtspektrum der bislang gän­gigen künstlichen Beleuchtung mit Natrium-Hoch­drucklampen unterstützt das Pflanzenwachstum nicht optimal. Natriumhochdrucklampen oder Leucht­stoffröhren haben einen geringen Wirkungsgrad, sind nicht dimmbar und einzelne Wellenlängen nicht gezielt ansteuerbar. Aufgrund der hohen Stromkos­ten werden viele Gewächshäuser in Brandenburg und Berlin im Winter nicht betrieben, da es sich wirtschaftlich nicht lohnt. Zudem lässt sich im Winter durch den Lichtmangel Kümmerwuchs, Krankheits­anfälligkeit und Aroma- beziehungsweise Qualitätsverlust bei den gezogenen Kräutern und Zierpflanzen beobachten.

Projektpartner sind neben dem Julius-Kühn-Institut die  Hoffnungstaler Werkstätten gGmbH, die Humboldt-Universität zu Berlin, Lebenswissenschaftliche Fakultät, der  Landwirtschaftsbetrieb Christine Wandke, die  Lenné-Akademie sowie die  Oderbruch Müller Bio-Kräutergärtnerei.

Das Julius-Kühn-Institut (JKI), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen hat seinen Hauptsitz in Quedlinburg. In dem Institut, das den Namen des Agrarwissenschaftlers Julius Kühn trägt, wurden die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft und die Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen unter Einbindung zweier Institute der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (Institut Pflanzenernährung und Bodenkunde und Institut für Pflanzenbau und Grünlandwirtschaft) zusammengefasst. Es hat Außenstellen in Berlin, Braunschweig, Darmstadt, Dossenheim, Dresden, Elsdorf, Sanitz, Kleinmachnow, Münster und Siebeldingen.

EIP in Brandenburg

Die EIP-Projekte werden von Praktikern, Wissenschaftlern, Beratern, Unternehmen sowie Verbänden und Vereinen in Netzwerken umgesetzt. Für das Programm werden von der Europäischen Kommission im Rahmen des Agrarfonds ELER beachtliche Fördermittel zur Verfügung gestellt, um Forschung und Wertschöpfung in der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu unterstützen. Dafür stehen im Land Brandenburg bis 2020 25,6 Millionen Euro zur Verfügung. Organisatorisch umgesetzt wird die Arbeit, indem Landwirte, Wissenschaftler und andere Akteure Operationelle Gruppen gründen. Die Landwirte übernehmen dabei eine Schlüsselrolle: Ihre Probleme bestimmen die Forschungsagenda. Sie sind gleichzeitig Akteure im Prozess der Lösungsfindung und auch die ersten Nutzer der zu erwartenden Ergebnisse.

Weitere Hinweise zu diesem und anderen Brandenburger EIP-Projekten einschließlich der Projektblätter bietet die Homepage:  www.eip-agri.brandenburg.de

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MLUL, Referat MB 2
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
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Dr. Jens-Uwe Schade
Pressesprecher
Tel.: 0331/ 866 -7016
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