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Waldzustandsbericht 2018 - Waldzustand weiterhin gut

Schäden durch Waldbrände, Stürme und Dürre

Die Wälder Brandenburgs hatten 2018 mit Stürmen, Schädlingen, Trockenheit und Waldbränden zu kämpfen. Trotz der Witterungsextreme ist der Waldzustand insgesamt noch als gut zu bezeichnen. Das gesamte Ausmaß der Schäden wird wohl erst im nächsten Jahr sichtbar werden. Für die von den Waldbränden betroffenen Waldbesitzer stellt das Land Brandenburg Fördermittel bereit, um sie bei der Wiederaufforstung der Brandflächen zu unterstützen.

Waldbrandjahr 2018

Die Waldbrände dieses Jahres verursachten in Brandenburg massive Waldverluste und Schäden. Von insgesamt 489 Waldbränden, die auf einer Fläche von 1.655 Hektar wüteten, entfielen rund 90 Prozent (1.460 Hektar) auf 11 Großbrände. Betroffen waren Waldbesitzer aller Eigentumsformen. Sie werden vom Land Brandenburg durch Beratung und die Bereitstellung von Fördermitteln bei der Wiederaufforstung der geschädigten Waldflächen unterstützt.

Zunehmende Gefahr durch Klimaveränderungen

Die Gefahr für den Wald ist durch die Klimaveränderungen und die Wuchsbedingungen in Brandenburg groß. In diesem Jahr haben Waldbrände und die Trockenheit den Wald zusätzlich geschädigt und ihn anfälliger für pilzliche Schaderreger und Insekten gemacht. Auch die letzten Stürme haben dem Wald zugesetzt. Mehr als eine Million Kubikmeter Sturmholz sind im letzten und in diesem Jahr durch umgeworfene und abgeknickte Bäume angefallen.

Biotische Schäden

Die biotischen Schäden insgesamt sind zwar zurückgegangen, haben sich jedoch bei Eiche und sonstigem Laubholz erhöht. Es ist davon auszugehen, dass die Wechselwirkungen zwischen durch Trockenheit geschwächten Bümen und dem Anstieg blattfressender Insekten das beobachtete Schadausmaß prägten.

Hauptergebnisse

Gegenwärtig weisen 11 Prozent der Waldfläche deutliche Schäden auf. Das sind zwei Prozent mehr als im letzten Jahr. 45 Prozent sind ohne Schäden. Während bei der Eiche ein ähnlich schlechter Zustand wie 2003 festgestellt wurde, zeigten sich bei der Kiefer bisher kaum Auswirkungen der Witterungsextreme. Der Anteil ohne Schäden ist um drei Prozentpunkte zurückgegangen und liegt jetzt bei 48 Prozent. Nur sechs Prozent weisen deutliche Schäden auf.

Bei der Kiefer wird der Kronenzustandsindex noch mit „sehr gut“ bewertet. Bei der Eiche haben die deutlichen Schäden in diesem Jahr um 15 Prozent zugenommen und liegen jetzt bei 37 Prozent. Nur 16 Prozent der Eichen sind gegenwärtig als gesund einzustufen. Der Zustand der Eichen gilt als „beeinträchtigt“.

Da die Waldzustandsdaten bereits im Juli und August erhoben werden, können sie nur einen Zwischenstand abbilden. Erst die Ergebnisse der nächsten Waldzustandserhebung werden zeigen, wie sich der Waldzustand tatsächlich entwickelt. Es wird damit gerechnet, dass er sich in Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen im nächsten Jahr noch verschlechtern wird.

Publikationen

Kronenbeobachtung © LFB / LFE


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Referat 35 - Wald und Forstwirtschaft, Oberste Jagdbehörde
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