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Fischereirecht im Land Brandenburg

Zusammenstellung rechtlicher Vorschriften

Die vorliegende Broschüre ist nicht grundsätzlich neu, wird jedoch erstmals im Auftrag des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft als oberste Fischereibehörde veröffentlicht und ist inhaltlich aktualisiert. Sie enthält neben dem Fischereigesetz für das Land Brandenburg alle für die Fischereiausübung bedeutsamen fischereirechtlichen Vorschriften in der aktuellen Fassung.

Brandenburg, Wasser und Fisch – das gehört einfach zusammen. Wer sich in die Geschichte der Mark begibt, trifft beinahe zwangsläufig auf eine Verbindung zur fischenden Zunft. Früherer Fischreichtum war der Grund für erste, feste Siedlungen an den Ufern märkischer Gewässer. Zahlreiche kleinere und größere Städte an den Flüssen und Seen sind aus einstigen Fischersiedlungen hervorgegangen. Wachstum und Bevölkerungszunahme haben im frühen Mittelalter schnell zu einem steigenden Bedarf am Lebensmittel Fisch geführt. Neben der materiellen und technischen Entwicklung waren im dann wachsenden Bewusstsein um den Schutz dieser Ressource auch Anstrengungen zur Erhaltung der Fischbestände unumgänglich. Die erste Fischereiordnung mit Bestimmungen zu Fanggeräten, deren Maschenweiten, Schonzeiten und Mindestmaßen für einzelne Fischarten für die gesamte Mark Brandenburg ist auf den 13. Oktober 1551 datiert. Auch die Bildung von Fischerinnungen, beispielsweise in Frankfurt (Oder), Potsdam oder Brandenburg an der Havel, ist im engen Zusammenhang mit früheren fischereilichen und ordnungsrechtlichen Schutzbemühungen zu sehen.

Auf das Land Brandenburg entfallen mit gut 100.700 Hektar 13 Prozent an der Wasserfläche des gesamten Bundesgebiets. Etwa 73.000 Hektar dieser Fläche – Seen, Flüsse und Teiche – werden aktuell fischereilich genutzt.

Im Laufe der letzten Jahrhunderte ist das fischereirechtliche Regelungswerk beständig gewachsen und gereift. Die preußische Fischereigesetzgebung, die erstmals den Gedanken der Nachhaltigkeit in Form einer Hegeverpflichtung aufgriff, gilt als Urschrift der heutigen Fischereigesetze der einzelnen Bundesländer. Die Zielstellung, das Nutzungsprivileg zwingend mit einer Pflicht zum Schutz des genutzten Gutes zu verbinden, ist seither beständig.

So folgt auch das Fischereigesetz für das Land Brandenburg mit den darauf basierenden Rechtsverordnungen konsequent dieser Entwicklung und führt die Regelungen entsprechend des heutigen fischereilichen und gesellschaftlichen Rahmens fort. Dies ist angesichts des aktuellen umfangreichen Nutzungsd rucks auf die Gewässer, der vordergründig mit Schifffahrt, Tourismus, Siedlungsentwicklung, Land- und Energiewirtschaft sowie weiteren außerfischereilichen Einflüssen einhergeht, wichtiger und gleichzeitig auch schwieriger denn je.

Mit der Broschüre wird den Fischereiausübenden ebenso wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Behörden, Institutionen und Verbänden sowie allen fischereilich interessierten Personen ein entsprechend umfassender Überblick ermöglicht.

Weiterführende Beiträge:

  • Führung eines Fischereibuches

    Auskunft über Fischereirechte

    Saibling mit Aufschrift Fischereibuch Neues Fenster: Bild - Fischereibuch - vergrößern Nachweis © MLUL

    Das Fischereirecht gibt die ausschließliche Befugnis, in einem Gewässer Fische einschließlich deren Laich, Neunaugen, Krebse, Muscheln sowie Fischnährtiere zu hegen, zu fangen und sie sich mit Ausnahme der geschützten Arten anzueignen. Es verpflichtet zur Erhaltung, Förderung und Hege eines der Größe und Beschaffenheit des Gewässers entsprechenden heimischen Fischbestandes in naturnaher Artenvielfalt.


Kontakt

Referat 34 - Agrarbildung und -forschung, Agrarmarkt, Tierzucht, oberste Fischereibehörde
Heiko Harder
E-Mail an Heiko Harder
Tel.: 0331-866-7654
Fax: 0331-866-7603