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Förderung von Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor Schäden durch geschützte Tierarten (Wolf, Biber)

Fotomontage - links: zweijährige Wolfsfähe (© andamanec, Fotolia.com) rechts: Europäischer Biber (© avs_lt, Fotolia.com)links: Wolfsfähe © andamanec, Fotolia.com) rechts: Europäischer Biber (© avs_lt, Fotolia.com)

Durch die Richtlinie zur Förderung von Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor Schäden durch geschützte Tierarten (Wolf, Biber) wird ein Beitrag zur Vermeidung von Schäden durch den Wolf und Biber geleistet. Nach dieser Richtlinie können Zuwendungen für zusätzliche finanzielle Aufwendungen zur Vermeidung von Nutztierrissen durch Wölfe sowie Maßnahmen zur Vermeidung von Schäden an der Infrastruktur auch von Teichwirtschaften sowie an erhaltenswerten Gehölzen gewährt werden.

Dadurch soll die Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber dem Wolf und Biber gestärkt und ein konfliktarmes Nebeneinander ermöglicht werden.

Auf Grundlage dieser Richtlinie und des Paragraphen 44 der Landeshaushaltsordnung gewährt das Land Brandenburg zur Förderung von Präventionsmaßnahmen freiwillige Zuwendungen zur Prävention von Schäden, die durch den Wolf bzw. Biber verursacht werden.

Was wird gefördert?

Eine Zuwendung erfolgt für Maßnahmen

  • des technischen Herdenschutzes (zum Beispiel wolfssichere Zäune),
  • des nichttechnischen Herdenschutzes (zum Beispiel Anschaffung Herdenschutzhunde) sowie
  • Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor Schäden durch den Biber (zum Beispiel Einbau von Gittern zum Schutz von Durchlässen oder Drahtmanschetten zum Schutz der Gehölze).

Wer kann gefördert werden?

Zuwendungsempfänger im Rahmen dieser Richtlinie können natürliche sowie juristische Personen des öffentlichen bzw. privaten Rechts sein.

Die Richtlinie ist für Maßnahmen zur Wolfsprävention (Pkt. 2.1 der Richtlinie) durch die europäische Union notifiziert.

Für Präventionsmaßnahmen Biber (Pkt. 2.2 der Richtlinie) findet für den Bereich der Fischerei- und Aquakultur bis zum Vorliegen der Zustimmung der Europäischen Union die nachfolgende De-minimis Verordnung Anwendung.

Bei Anlagen der Aquakultur in der Primärproduktion gilt die Verordnung (EU) Nr. 717/2014 vom 27. Juni 2014 über die Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union auf De-minimis-Beihilfen im Fischerei- und Aquakultursektor, wonach eine Obergrenze von 30.000 EUR pro Zuwendungsempfänger innerhalb von drei Steuerjahren gilt.

Wirtschaftlich tätige Zuwendungsempfänger außerhalb der oben genannten Bereiche werden über die VO (EU) Nr. 1407/2013 (De-minimis) gefördert.

Geltungsdauer

Die Richtlinie trat mit Wirkung zum 19. Juni 2019 in Kraft und gilt bis zum 31. Dezember 2020.

Weitere Informationen:

Letzte Aktualisierung: 19.06.2019

Zentrale Schadenshotline

Zentrale Schadenshotline für Tierhalter bei Übergriffen durch den Wolf:
Telefon: 0172/ 5641700

Wir helfen Ihnen!
» im Schadensfall


Weitere Informationen und Kontakt

Fachliche Beratung:

Prävention Biber:

  • Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft
    Undine Schubert
    Telefon: 0331 866-7808
    E-Mail an: Undine Schubert

Prävention Wolf

  • Brandenburg West:
    Landesamt für Umwelt
    Sara Zakrzowski 
    Telefon: 033201 442-693
    E-Mail an: Sara Zakrzowski
     
  • Brandenburg Ost:
    Landesamt für Umwelt
    Katrin Todt
    Telefon: 0335 560-3261 oder 0152 22962604
    E-Mail an: Katrin Todt

Bewilligungsbehörde:

Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung
Referat 21

  • Simone Schökel
    Telefon: 03544 4031-66
    Telefax: 03544 4031-98
    E-Mail an: Simone Schökel
     
  • Jutta Haase
    Telefon: 03391 838-227
    E-Mail an: Jutta Haase