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Nationales Hochwasserschutzprogramm

Projekte/Maßnahmen an Elbe und Oder im Land Brandenburg
Flutungspolder Karthaneniederung

Ausschnitt aus Machbarkeitsstudie
Flussgebietseinheit: Elbe
Gewässer: Elbe
Retentionsvolumen: bis zu 47 Millionen Kubikmeter
Maßnahmenkategorie: Gesteuerter Hochwasserrückhalt
 

Ausgangslage: Angesichts der schwierigen Situation während des Hochwassers 2013 wurde nach Möglichkeiten gesucht, einer potentiellen Gefährdungslage für Wittenberge durch extreme Wasserstände begegnen zu können.

Die Karthaneniederung im Landkreis Prignitz wurde in den 1980er Jahren von dem natürlichen Flutungsregime der Elbe abgekoppelt. Ziel war eine Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktionsmöglichkeiten. Eine Erhöhung der Elbwasserstände bei mittleren bis seltenen Hochwasserereignissen wurde dabei in Kauf genommen.

Inhalt/Ziel: Das Projekt umfasst die Einrichtung eines gesteuerten Flutpolders in der Karthaneniederung zur Scheitelkappung extremer Hochwasserereignisse (größer HW100), unter anderem durch Herstellung von Flutungsbauwerken und Deichen sowie von Objektschutzmaßnahmen. Es wird mit einer effektiven Scheitelabsenkung für den Bereich ab Wittenberge gerechnet. Durch die Polderflutung kann eine erhebliche Entlastung für die Ortslage Wittenberge sowie für die Orte Dömitz, Schnackenburg, Hitzacker, Boitzenburg bis nach Lauenburg in Schleswig-Holstein erreicht werden.

Stand/weitere Schritte:

Am 5. Oktober 2017 fand eine erste Informationsveranstaltung in Wittenberge vor Amtsvertretern statt. Daran an schloss sich die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie im I. Quartal 2018 an. Am 23. November 2019 fand unter Leitung des Ministeriums für Umwelt, Ländliche Entwicklung und Landwirtschaft (MLUL) die 2. Informationsveranstaltung mit Kommunalvertretern und Vertretern der Städte Wittenberge und Bad Wilsnack im Rathaus Wittenberge statt. Das Landesamt für Umwelt (LfU) und das vom LfU beauftragte Planungsbüro Scholz & Lewis mbH stellten erste Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vor. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurden vier technisch umsetzbaren Poldervarianten mit ihren Auswirkungen auf die Kappung extremer Hochwasser untersucht. Grundsätzlich ist die Karthaneniederung demnach als Standort für einen Flutungspolder geeignet.

Als nächste Schritte sind die Berechnung der Hydraulik, d. h. der Fließvorgänge und des Ablaufs bei Polderflutung für die Vorzugsvariante sowie eine Nullstudie zur Bodenbelastung vorgesehen. Im Anschluss ist zu prüfen, ob ein Raumordnungsverfahren durchzuführen ist. Nachfolgend ist die Entwurfs- und Genehmigungsplanung zu erarbeiten.

Letzte Aktualisierung: 07.12.2018

Übersicht

Themen




Rechtsgrundlagen

  • HWRM-RL
    (Hochwasserrisiko-
    managementrichtlinie)
  • WHG
    (Wasserhaushaltsgesetz)
  • BbgWG
    (Brandenburgisches Wassergesetz)

Kontakt:

MLUL, Abteilung Wasser und Bodenschutz
Referat 24
"Hochwasser, Stabilisierung Wasserhaushalt"
E-Mail an das Referat