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20.07.2016Brau- und Brennhaus Altlandsberg

Schneider und Vogelsänger bei offizieller Inbetriebnahme

Termin: Donnerstag, 21. Juli
Zeit: 15:30 Uhr
Ort: Altlandsberg
Krummenseestraße 1
Schlossgut Altlandsberg

Bauministerin Kathrin Schneider und Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger werden am morgigen Donnerstag (21. Juli) gemeinsam das Brau- und Brennhaus eröffnen. Damit wird ein weiterer Mosaikstein des Schlossgutes Altlandsberg seiner Nutzung übergeben.

Bauministerin Kathrin Schneider: „Die Umgestaltung und Sanierung des Schlossgutes Altlandsberg erfolgt auf der Grundlage eines mit breiter Bürgerbeteiligung entwickelten Nutzungskonzeptes. Für das Engagement unter dem Motto ‚Junge Altstadt‘ wurden die Akteure beim Innenstadtwettbewerb 2014 ausgezeichnet. Neben dem neu eröffneten Brau- und Brennhaus konnte bereits die Schlosskirche als kulturelles Herzstück des Schlossgutes eingeweiht werden. Die Stadt hat es hervorragend verstanden, verschiedene Fördertöpfe für das Gesamtprojekt zu kombinieren.“

Agrarminister Jörg Vogelsänger: „Wer noch vor wenigen Jahren hier war, konnte fragen, wie die Altlandsberger diese Herausforderung, die Revitalisierung des Schlossguts, packen werden. Mit großem Elan ist die Stadt an diese Aufgabe herangegangen. Aus den einzelnen Teilen entsteht nach und nach ein größeres Ganzes. Städtebauförderung und Fördermittel der Ländlichen Entwicklung ergänzen hier in vorbildlicher Weise einander.  Mit dem urigen Brau- und Brennhaus belohnen sich die Menschen in Altlandsberg heute nicht nur selbst, sondern hoffentlich auch viele Gäste der Internationalen Gartenschau Berlin-Marzahn 2017, die mit gartenbaulichen und touristischen Angeboten in das unmittelbare Umland gelockt werden sollen.“

Das Schlossviertel Altlandsberg ist das letzte innerstädtische Areal, welches nach 20-jähriger erfolgreicher Sanierung der historischen Altstadt nunmehr im Rahmen eines ganzheitlich ausgerichteten Konzepts entwickelt wird. Das Brau- und Brennhaus bildet gemeinsam mit der Schlosskirche und dem Gutshaus eine Einheit.

Brau- und Brennhaus

Das Brau- und Brennhaus gehört zu den prägenden Gebäuden innerhalb des Schlossguts Altlandsberg. Das Brauhaus ist das älteste Gebäude des Schlossareals. Es führt in die Zeit von Otto von Schwerin (1616–1679). Ab 1640 bis zu seinem Tod war er als Oberpräsident des Geheimen Rates (Erster Minister) aktiver Gestalter und Begleiter der Politik des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg. Der kurfürstliche Minister und Reichsfreiherr erwarb 1645 das Schloss und die im Dreißigjährigen Krieg abgebrannte Stadt Altlandsberg.

Schlosskirche ohne Schloss

Altlandsberg besaß ursprünglich ein durch Otto von Schwerin ab 1657 erbautes Schloss, das für Brandenburgs König Friedrich I., der es dann 1708 kaufte, auch als Sommerresidenz diente. Am 12. Juni 1757 brannten das Schloss und Kirche ab. Die ehemalige Schlosskirche wurde hingegen ab 1768 unter Verwendung von Teilen des abgebrannten Schlosses erbaut. Sichtbarster Beleg ist der Einbau von drei Schlossportalen für den Kirchenbau. Die 1671 geweihte Kirche gilt als eines der wenigen Zeugnisse des Barock in der Region. Seit der Übernahme des als Baudenkmal ausgewiesenen Gebäudes 2008 durch Altlandsberg haben die Stadt und ein eigens gegründeter Förderverein die Verantwortung für die Entwicklung des Areals übernommen.

Förderung

Für die Sicherung des Brau- und Brennhauses, die Außenanlagen sowie das Gutshaus hat das Infrastrukturministerium rund 1,8 Millionen Euro bereitgestellt, davon rund 430.000 Euro für das Brau- und Brennhaus. Die Sanierung der Schlosskirche wurde mit rund 1,9 Millionen Euro aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ gefördert.

Die ostbrandenburgische Kleinstadt Altlandsberg wird bereits seit 1991 aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ gefördert und erhielt bisher rund 21 Millionen Euro. Damit ist der Sanierungsbedarf weitgehend gedeckt. Die Sanierung in Altlandsberg hat bereits einen sehr guten Stand erreicht. Rathaus, Stadtmauer, Marktplatz und viele Ackerbürgerhäuser sind saniert. Darüber hinaus wird seit 2014 das an die Innenstadt angrenzende Scheunenviertel mit Mitteln des „Städtebaulichen Denkmalschutzes“ unterstützt. Bisher wurden 810.000 Euro bereitgestellt.

Aus europäischen ELER- und Landesmitteln der Ländlichen Entwicklung wurden in Altlandsberg in der abgeschlossenen EU-Förderperiode bis 2013 zehn Projekte mit einer Gesamtsumme von insgesamt 5,32 Millionen Euro unterstützt. In der laufenden Förderperiode wurde bislang ein Vorhaben bewilligt. Die Errichtung und Ausstattung der Gaststätte auf dem Gelände der Brauerei wird mit rund 113.000 Euro gefördert.

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Dr. Jens-Uwe Schade
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