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28.02.2018Jahrestagung des Landesgartenbauverbands

Werder (Havel)  – Brandenburgs Gartenbaubetriebe waren im vergangenen Jahr gleich mehrfach ganz besonders von Wetterunbilden betroffen. In der Folge wird 2017 als Jahr unterdurchschnittlicher Erträge und einer schwierigen Vermarktung in Erinnerung bleiben. „Auch unter diesen Bedingungen“, so Brandenburgs Agrarstaatssekretärin Carolin Schilde anlässlich der Jahresmitgliederversammlung des Landesverbands Gartenbau Berlin-Brandenburg e.V. heute in Werder (Havel), „hat sich die Branche als wichtiger Arbeitgeber in unseren ländlich geprägten Regionen behauptet.“

Schilde: „Gartenbau hat in Brandenburg eine Zukunft. Gerade bei gärtnerischen Erzeugnissen ist Regionalität, nämlich kurze Wege vom Produzenten zum Verbraucher, ein besonderes Verkaufsargument. Von der Saatgutgewinnung bis in die Obst- und Gemüseverarbeitung, vom Pilzproduzenten bis zur Floristik bietet die Branche eine breite Palette von Berufschancen. Dies ist auch das Ergebnis der Gartenbaukonzeption des Landes, die nun noch mit dem Fachverband weiter diskutiert werden muss.“

Steckbrief Gartenbau in Brandenburg

Der Anteil des Gartenbaus an der Wertschöpfung in der pflanzlichen Produktion Brandenburgs liegt bei rund 20 Prozent. Das unterstreicht die hohe Bedeutung des Gartenbaus im Land Brandenburg.

2016 bauten laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg insgesamt 543 Brandenburger Betriebe auf 10.715 Hektar Gartenbauerzeugnisse an. Typisch für weite Bereiche des Gartenbaus ist die Saisonbeschäftigung von Arbeitskräften. Von den 18.000 Arbeitskräften im Gartenbau waren 3.200 über das ganze Jahr hinweg ständig beschäftigt. Fast 14.900 wurden hingegen weniger als sechs Monate pro Jahr im Betrieb eingesetzt

Für 2017 liegen bereits Zahlen zum Gemüseanbau vor. Demnach bauten 207 Betriebe auf mehr als 6.800 Hektar Gemüse im Freiland an. Somit wurde die Freilandfläche gegenüber 2016 um 15 Prozent beziehungsweise rund 900 Hektar ausgedehnt. Trotz der Wetterextreme gibt es sogar eine neue Bestmarke: Brandenburgs Landwirte erzielten 2017 aufgrund der erneut ausgedehnten Spargelanbaufläche eine Rekordernte. Nach Angaben des Statistikamts liegt die Erntemenge erstmals über 22.200 Tonnen. Dies entspricht einer Steigerung von 2.600 Tonnen beziehungsweise ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Mit 873 Hektar waren Äpfel 2017 weiterhin die dominierende Obstart. Mit 17.800 Tonnen wurde eine unterdurchschnittliche Ernte prognostiziert.

Gärtnerische Schwerpunkte  sind  die Landkreise Potsdam-Mittelmark (40 Prozent der gärtnerischen Nutzfläche), Dahme-Spreewald (10 Prozent), Oberhavel (8 Prozent) sowie  Havelland (7 Prozent).

Unterstützung aus Landesmitteln

Brandenburg wird nach Verabschiedung des Nachtragshaushalts für 2018 Hilfen für die im Jahr 2017 durch Wetterunbilden (Frost, Starkregen, Trockenheit) in Not gekommenen landwirtschaftlichen beziehungsweise gärtnerische Unternehmen als Hilfe zur Selbsthilfe zur Verfügung stellen. 

Gartenschauen als Schaufenster der Branche

Mit dem Märkischen Garten, dem Treffpunkt Grün oder auch der eigenen Hallenschau haben Brandenburgs Gärtner 2017 wesentlich zum Erfolg der Internationalen Gartenausstellung (IGA) in Berlin-Marzahn beigetragen.  

Brandenburg hat bereits die Entscheidung für zwei weitere Landesgartenschauen getroffen – 2019 in Wittstock und 2022 in Beelitz.

Das Agrarministerium fördert auch im Obstbau Projekte im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP). Dieses Förderinstrument der EU soll die Zusammenarbeit von Landwirten, Wissenschaftlern, Beratern und Verbänden unterstützen und somit dazu beitragen, Forschungsergebnisse schneller und in angepasster Form den Praktikern zur Verfügung zu stellen. Mehr dazu unter: www.eip-agri.brandenburg.de

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