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20.03.2018So kommt Bewegung in den Stall: Europäische Innovationspartnerschaft für die Ferkelaufzucht

Termin: Donnerstag, 22. März
Zeit: 10.00 Uhr (Präsentation im Büro der Agrargenossenschaft Beyern)
11.15 Uhr Stallbesuch in der
Sauenzuchtanlage Beyern
Kiebitzer Weg 10
04895 Falkenberg (siehe redaktionelle Hinweise)
Ort: Agrargenossenschaft Beyern e.G.
Mittelstraße 17
04895 Falkenberg
Ortsteil Beyern

Redaktioneller Hinweise für Medienvertreter: Wir müssen Sie bitten, wenn Sie nach dem Gespräch in der Anlage dabei sein wollen, dies vorab anzuzeigen. Die Entscheidung, von wem die Anlage betreten werden kann, muss tagesaktuell in Abstimmung mit dem Betrieb und dem Amt für Veterinärwesen Elbe-Elster, dessen Vertreter vor Ort sind, abgesprochen werden. Im Stall gelten aufgrund der besonderen Gefährdungslage (Afrikanische Schweinepest) derzeit verschärfte Bedingungen. Das Einduschen und der Wechsel von Ober- und Unterbekleidung für die Stallbegehung sind erforderlich (Hygienebekleidung wird vor Ort gestellt).

Beyern – Seit 2015 können sich in Brandenburg wissenschaftliche Einrichtungen mit Partnern aus der Landwirtschaft um Fördermittel aus der Europäischen Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ (EIP-AGRI) bewerben. Zu den ersten der rund 20 bereits bewilligten EIP-Projekte gehört die Untersuchung von „Bewegungsbuchten für säugende Sauen in der Produktion“. Das Projekt passt zum Tierwohl-Konzept des im Tierschutzplan Brandenburg vorgeschlagenen Maßnahmekatalogs und wird mit einem der größten Agrarbetriebe im Landkreis Elbe-Elster bearbeitet. So lässt es sich der Vorstandsvorsitzende der Agrargenossenschaft Beyern, Horst Bielagk, nicht nehmen, Brandenburgs Agrarstaatssekretärin Carolin Schilde am Donnerstag (22. März) in der Sauenzuchtanlage Beyern (Standort Kiebitz/Falkenberg) verschiedene Bewegungsbuchten vorzustellen.

Ziel ist, säugenden Sauen in ihren Bewegungsbuchten mehr Grundfläche und die Möglichkeit zum Umdrehen bieten. Die Lösung ist allerdings nicht einfach, weil immer wieder Ferkel von ihren Müttern erdrückt werden.

Für das EIP-Projekt, das aus Mitteln des Europäischen Agrarfonds ELER finanziert wird, konnten die Falkenberger mit Katja Menzer eine versierte Agraringenieurin einstellen. Die Torgauerin hat in Halle Landwirtschaft studiert und erfasst nun genau die Verlustzahlen, das Gewicht der Tiere und verfolgt ihr Verhalten mithilfe eingebauter Kameratechnik. Sie bewertet die vier im Probestall aufgebauten Varianten von Bewegungsbuchten. Ziel ist, nicht nur den Sauenhaltern im Projektbetrieb, sondern auch allen anderen einen Leitfaden an die Hand zu geben, wie und was sie tun sollten, um ältere Ställe nach den neuesten Erkenntnissen der Agrarwissenschaften – möglichst kostengünstig - umzurüsten.

Die Agrargenossenschaft Beyern ist bereits von den ersten Ergebnisse überzeugt. 180 Buchten werden neu gebaut. Eine Folge ist, dass von früher 48 Bewegungsbuchten nur noch 36 in einem Stall Platz finden. Auf der anderen Seite steigen die Möglichkeiten für die Vermarktung. Tierwohlgerecht erzeugte Agrarprodukte stehen immer mehr im Mittelpunkt des Verbraucherinteresses. Die Investitionen für Sauen und Jungferkel rechnen sich auch, wenn weniger Tierverluste und mehr Leistungserhalt erreicht und die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter in der Sauenhaltung verbessert werden.

EIP in Brandenburg

Die EIP-Projekte werden von Praktikern, Wissenschaftlern, Beratern, Unternehmen sowie Verbänden und Vereinen in Netzwerken umgesetzt. Für das Programm werden von der Europäischen Kommission im Rahmen des Agrarfonds ELER beachtliche Fördermittel zur Verfügung gestellt, um Forschung und Wertschöpfung in der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu unterstützen. Dafür stehen im Land Brandenburg bis 2020 25,6 Millionen Euro zur Verfügung. Organisatorisch umgesetzt wird die Arbeit, indem Landwirte, Wissenschaftler und andere Akteure Operationelle Gruppen gründen. Die Landwirte übernehmen dabei eine Schlüsselrolle: Ihre Probleme bestimmen die Forschungsagenda. Sie sind gleichzeitig Akteure im Prozess der Lösungsfindung und auch die ersten Nutzer der zu erwartenden Ergebnisse.

Weitere Hinweise zu diesem und anderen Brandenburger EIP-Projekten einschließlich der Projektblätter bietet die Homepage: 

www.eip-agri.brandenburg.de

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Kontakt:

MLUL, Referat MB 2
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Internationale Kooperation
Dr. Jens-Uwe Schade
Pressesprecher
Tel.: 0331/ 866 -7016
E-Mail an Dr. Schade