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"Apfelland Brandenburg"

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Deckblatt Apfelland Brandenburg Neues Fenster: Bild - Deckblatt Apfelland Brandenburg - vergrößern © MLUL

In jedem Jahr begeht der Gartenbauverband Berlin-Brandenburg e. V. in einem seiner Mitgliedsbetriebe unter großer Beteiligung der Medien den offiziellen Start in die Kernobstsaison. Spätestens im September wird Brandenburg dann wieder zum „Apfelland“. Die Obstart ist heute aus Brandenburg nicht mehr wegzudenken. Der Apfel ist hier mit derzeit knapp 900 Hektar die dominierende Obstart und bestimmt somit wesentlich das Ergebnis der heimischen Gesamtobsternte.

Sicher, man wird einwenden können, dass zu DDR-Zeiten ganze Landstriche von Apfelplantagen geprägt waren. Allein das Havelländische Obstbaugebiet erstreckte sich auf 11.000 Hektar. Unter dem Druck des EU-Binnenmarkts ging nach der Wiedervereinigung dieses Potenzial regionaler Versorgung leider verloren. Nicht verloren ging aber das großartige Know-how unserer Gartenbaubetriebe, die sich heute auf die Schwerpunktanbaugebiete in den Landkreisen Märkisch-Oderland und Potsdam-Mittelmark sowie auf Außenbereiche der kreisfreien Stadt Frankfurt (Oder) konzentrieren.

Landschaftsprägend sind Apfelbäume darüber hinaus in allen Landesteilen – als Gartenbaum, Obstbaumallee, Teil von Streuobstwiesen. Dies ist auch das Reservoir, in dem viele alte Lokalsorten, die es heute nicht mehr zu kaufen gibt, die Zeiten überstanden haben. Denn die fünf härtesten Winter des 19. und 20. Jahrhunderts hatten jeweils 30 bis 80 Prozent aller heimischen Obstbaumbestände vernichtet.

Weil auch bei uns immer mehr Menschen nach regional erzeugten Lebensmitteln fragen, gibt es in Brandenburg inzwischen wieder Initiativen, die Sortenvielfalt beim Apfel zu bewahren und zu mehren. So steigen die Chancen, dass ,Gravensteiner‘ und Warraschke wieder das Obstangebot bereichern.

Mit Blick auf besondere Inhaltsstoffe, auf Anpassungsmöglichkeiten in Zeiten klimatischer Veränderungen, mit Blick auf die Bekämpfung von Apfelkrankheiten und die Anpflanzung standortgerechter, ertragreicher Sorten und schließlich mit Blick auf eine Vielfalt der Farben, Formen und des Geschmacks muss diese Diversität auch für kommende Generationen erhalten bleiben.

Sie alle können dazu beitragen, wenn Sie bei Ihrem Einkauf gezielt nach heimischen Äpfeln fragen – „Erhalten durch Aufessen“, so lautet die Devise! Ein Apfel ist nicht nur Gartenkultur, sondern Kulturgut, eng verbunden mit der Natur und der Geschichte der Landschaft, aus der er stammt. Auf den kommenden Seiten wollen wir Sie schon einmal auf den Geschmack bringen.

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Äpfel im Verkauf © MLUL

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Referat 33 - Agrarbildung und -forschung, Pflanzenschutz, Gartenbau, Agrarmarkt, Tierzucht
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