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15.05.2018Übergabe der Ferienquartiere im Herrenhaus Rogäsen

Rasten wie der Alte Fritz – Vogelsänger bei der Übergabe der Ferienquartiere im Herrenhaus Rogäsen

Termin: Donnerstag, 17. Mai
Zeit: 16:00 Uhr
Ort: Gutshaus Rogäsen
Rogäsener Dorfstraße 1
14789 Rosenau

Rogäsen  – Agrarminister Jörg Vogelsänger kommt am Donnerstag (17. Mai) nach Rogäsen (Amt Wusterwitz). 20 Kilometer südöstlich von Brandenburg an der Havel haben Marion und Karl Geyer rechtzeitig vor dem Start in die Hauptreisesaison im ehemaligen Herrenhaus, oft auch als Schloss bezeichnet, hochwertige Ferienwohnungen eingerichtet.

Finanziell unterstützt wird das Projekt mit Gesamtkosten in Höhe von zirka 1,1 Millionen Euro aus LEADER-Mitteln (380.000 Euro) sowie durch Mittel des Landkreises Potsdam-Mittelmark und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Vogelsänger: „LEADER ist die europäische Abkürzung für das Programm zur Förderung der Ländlichen Entwicklung, das aus dem EU-Agrarfonds ELER und aus Mitteln des Landes beziehungsweise aus kommunalen Mitteln mitzufinanzieren ist. Dank der Zusammenarbeit der Eigentümerfamilie Geyer mit dem Amt ist es hier in vorbildlicher Weise gelungen, privates Interesse mit den Anliegen der Gemeinde zu verbinden. So ist das Gut schon jetzt Kultur- und Veranstaltungsort und sogar ein Ort, an dem Paare sich das Ja-Wort geben können.“

Bruch im Bruch: Ländliche Entwicklung im 18. Jahrhundert

Der Name  Rogäsen leitet sich aus dem Slawischen „Ort, wo Rohrkolben wachsen“ her. Die Gutsanlage ist nicht nur aus architektonischen Gründen historisch bedeutsam, sie steht auch für ein wichtiges Kapitel brandenburgische Landesgeschichte - der Melioration der Niedermoore im 18. Jahrhundert.

Danach erhielt der der frühere Eigentümer Rogäsens, der als Landrat tätige Hans Dietrich von Werder, von Brandenburgs König Friedrich II. den Auftrag, die Melioration des Fiener Bruchs vorzunehmen. Nach der Überlieferung musste Friedrich der Große bei seiner Rückkehr von einer Truppenschau in der Magdeburger Garnison in Rogäsen einen Zwischenhalt einlegen, weil ein Rad seiner Kutsche gebrochen war. Friedrich verweilte, bis die Reparatur beendet war, auf dem Gut der Familie von Werder, wobei er sich von den Maßnahmen zur Trockenlegung unterrichten ließ. Die gelungene Umgestaltung veranlasste den König, von Werder als Geheimen Finanzrat nach Berlin zu berufen. Um angemessen übernachten zu können, unterstützte der König den Neubau eines Herrenhauses, das 1780 auf den Grundmauern eines Vorgängerbaus der Familie von Werder im Stil des frühen Klassizismus errichtet wurde. Auf seinen Reisen zwischen Potsdam und Magdeburg bezog Friedrich II. hier gern Quartier, auch weil eine Poststation mit Pferdewechsel zur Verfügung stand.

Der östliche Seitenflügel der ursprünglichen Drei-Flügel-Anlage wurde 1806/1807 von napoleonischen Truppen zerstört und nicht wieder aufgebaut. 1848 ging der Besitz an Gustav Ludwig Graf von Wartensleben über, dessen Familie durch Heirat mit der Familie von Werder verbunden war.

Umgeben wird das Schloss von einem 25.000 Quadratmeter umfassenden Landschaftspark, der Mitte des 19. Jahrhunderts mit weitem Blick über das Fiener Bruch angelegt wurde.

Bis zur Enteignung im Jahr 1945 befand sich der Grundbesitz im Eigentum der Grafen von Wartensleben. Danach wurde das Herrenhaus überwiegend als Schule genutzt.

Seit 2013 wird die Gutsanlage denkmalgerecht restauriert. Die Räume im Erdgeschoss des Haupthauses werden schon länger für Kunst- und Kulturveranstaltungen, beispielsweise die Havelländischen Musikfestspiele, Lesungen, Schauspiel und Festivitäten, genutzt. Außerdem gibt es eine Dauerausstellung über die bemerkenswerte Geschichte des Hauses. Geplant sind Wechselausstellungen regionaler Künstler im Anbau Ost.

2016 durch das Amt Wusterwitz ein Trauzimmer als Außenstelle des Standesamts eingerichtet.

Nun wurde der Seitenflügel mit vier Doppelzimmern mit Sommerküche und direktem Zugang zum Gartenparterre für Übernachtungsgäste (Bed & Breakfast) ausgebaut. 

Aktuell liegt noch Förderantrag für die Sanierung der Fassade des Haupthauses vor.

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Dr. Jens-Uwe Schade
Pressesprecher
Tel.: 0331/ 866 -7016
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