MLUL

Aufgaben

Fachübergreifende Themen

Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Verwaltung und Service

19.06.2018Investition für den Hochwasserschutz

Wehr Gnevsdorf wieder betriebsbereit

Rühstädt/Gnevsdorf – Nach umfangreichen Modernisierungsarbeiten kann der Betrieb des Wehrs Gnevsdorf wieder aufgenommen werden.

Die Wehranlage Gnevsdorf liegt an der Elbmündung des Gnevsdorfer Vorfluters bei Kilometer 0,637. Die Wehranlage ist Teil des Hochwasserschutzsystems Wehrgruppe Quitzöbel an der unteren Havel. Die Wehranlage besteht aus zwei separaten, jeweils 20 Meter breiten Wehrverschlüssen, die jeweils 47,6 Tonnen wiegen. Die beiden Vorlandöffnungen weisen ebenfalls eine Breite von 20 Metern auf. Ein Verschluss besteht jeweils aus einer Kombination aus Hub- und Klappenverschluss. Diese Bauweise ermöglicht eine genaue Regulierung der um bis zu zwei Meter angehobenen Wasserstände.

Nach der seit November 2017 erfolgten Demontage der Stahlbauteile und deren Überarbeitung erfolgte seit April die Montage. Zweimal waren dafür der derzeit größte Mobilkran Deutschlands sowie zwei Hilfskräne vor Ort, um die Bauteile zu einzusetzen. Der Erhalt der Durchgängigkeit der Brücke für Radfahrer, Wanderer und Angler, der Einsatz schwerer Technik auf Grund der massiven Bauweise des Wehrs und eine ausreichende Wasserführung in der Fischaufstiegsanlage waren große logistische Herausforderungen. Zudem mussten während der Bauzeit die Wasserstände im Gnevsdorfer Vorfluter und der Elbe beachtet werden, da bei Hochwasser keine Kranarbeiten erfolgen können.

Weiterhin wurde die in diesem Jahr die sehr früh einsetzende Niedrigwasserphase der Elbe zu einem Problem. Um den Wassermangel in der Niederung entgegenzuwirken, musste sich das Landesamt für Umwelt zugunsten der Anliegerkommunen und der betroffenen Landwirte für eine Änderung des Zeitplans bis zur Abnahme der Bauleistung und für die Wiedereinrichtung der Stauhaltung entscheiden.

Seit 2016 wurden für drei Baumaßnahmen zum Umbau beziehungsweise zur Modernisierung dieser wichtigen wasserbaulichen Anlage rund 3,5 Millionen Euro vom Brandenburger Umweltministerium und vom Bund aufgewendet.

2019 soll mit der Instandsetzung der Brücke am Wehr die Erneuerung abgeschlossen werden.

Auswahl

Jahr
Rubrik


Kontakt:

MLUL, Referat MB 2
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Internationale Kooperation
Dr. Jens-Uwe Schade
Pressesprecher
Tel.: 0331/ 866 -7016
E-Mail an Dr. Schade