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13.07.2018Vogelsänger im Gespräch mit Waldbesitzerverband:

Forstverwaltung und Waldbesitzer vereinbaren engere Zusammenarbeit

Potsdam – Brandenburgs Forstminister Jörg Vogelsänger hat sich bei einem Treffen mit dem Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) – Die Waldeigentümer Philipp Freiherr zu Guttenberg und dem Vorsitzenden des Waldbesitzerverbandes Brandenburg, Thomas Weber über den Klimawandel und daraus resultierende Gefahren für den Brandenburger Wald verständigt. Vereinbart wurde eine enge Zusammenarbeit zwischen Forstverwaltung und Privatwaldbesitzern bei der Auswertung und Untersuchung von Schadereignissen im Wald. Gemeinsames Ziel ist es, eine sichere Datengrundlage für noch bessere Schadprognosen zu erhalten.   

Auch im Wald macht sich der Klimawandel bemerkbar. Zukünftig werden Waldeigentümer damit rechnen müssen, dass Schadereignisse häufiger auftreten. Die Vorhersage von Massenvermehrungen bei Waldschädlingen stützt sich auf langjährig bewährte Überwachungsverfahren. Dennoch werden die Fachleute zunehmend von Schadereignissen überrascht, die in diesem Ausmaß nicht vorhersehbar waren. Deswegen wird bereits seit einigen Jahren der Zusammenhang zwischen Klimadaten und dem Auftreten von Schädlingen umfassend untersucht. Die Erkenntnisse sollen helfen, Modelle zu entwickeln, mit denen Schadprognosen noch besser vorhergesagt werden können. 

Forstverwaltung und Waldbesitzer Hand in Hand

Damit es im Falle einer Massenvermehrung von Schädlingen zu keinen größeren Waldschäden kommt, ist ein schnelles Erkennen und Handeln wichtig. Freiherr zu Guttenberg betonte, dass dafür auch weiterhin gut ausgebildete Fachleute notwendig seien, die insbesondere dem Klein- und Kleinstwaldbesitzern zur Seite zu stehen. Die Waldbesitzer selber müssten jedoch auch in die Lage versetzt werden, selbst zu erkennen, wenn eine Gefahr droht.

Minister Vogelsänger sagte, dass durch die Forstverwaltung auch zukünftig eine flächendeckende Waldschutzüberwachung gewährleistet sein wird. Während Förster und Waldarbeiter vor Ort die Überwachung durchführen, ist das Landeskompetenzzentrum Forst Eberwalde für die fachliche Begleitung von Monitoring und Prognose zuständig. Sollten Bekämpfungsmaßnahmen erforderlich sein, wird das Land auch weiterhin diese Maßnahme für die Privatwaldbesitzer anbieten und koordinieren.

Waldeigentümer tragen hohe Verantwortung

Nicht alle Waldbesitzer haben eine enge Bindung zu ihrem Wald. Die AGDW, der Waldbesitzerverband Brandenburg sowie die Forstverwaltung wollen dies gemeinsam ändern. Um diesem Prozess neue Impulse zu geben, soll es im Herbst einen Runden Tisch mit allen Akteuren geben, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Brandenburg hat im Bereich Waldschutz eine hohe fachliche Kompetenz und kann auch mit der anstehenden Strukturreform wichtige, neue Impulse setzen mit bundesweitem Modellcharakter.

Einig waren sich alle, dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln immer nur die letzte Option sei, um einen Waldverlust zu verhindern. Waldumbaumaßnahmen, die das Land mit Fördermitteln unterstützt, und die kompetente Waldpflege durch die Eigentümer und Förster, sind das mittel- und langfristige Erfolgsrezept für zukunftsfähige Wälder in Brandenburg.

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