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17.08.2018Brandenburg und Sachsen-Anhalt stimmen sich zum Hochwasser an der Schwarzen Elster ab

Foto: Deichbau bei Schwedt Neues Fenster: Bild - Deichbau - vergrößern Foto: Deichbau bei Schwedt

Potsdam – Am Mittwoch tagte die erste länderübergreifende interministerielle Steuerungsgruppe zum Verbundprojekt des Nationalen Hochwasserschutzprogramms „Deichrückverlegungen entlang der Schwarze Elster“ mit Teilnehmern der Umweltministerien aus Sachsen-Anhalt und Brandenburg.

Zur gemeinsamen Kabinettsitzung der Länder Brandenburg und Sachsen-Anhalt am 5. Juni 2018 beschlossen die Landesregierungen, den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit im Hochwasserschutz, insbesondere im NHWSP-Verbundprojekt „Deichrückverlegungen entlang der Schwarzen Elster“ noch enger zu gestalten. Hierzu wurde eine länderübergreifende Steuerungsgruppe gebildet. Am 15. August 2018 fand nun die erste Sitzung mit ministeriellen Vertretern des Landes Brandenburg und Sachsen-Anhalt statt.

Die Hochwasserschutzexperten informierten über den Umsetzungsstand der geplanten Maßnahmen entlang der Schwarzen Elster. Im Ergebnis der Sitzung wurde vereinbart, für eine geplante Rückverlegungsfläche in Sachsen-Anhalt bei Arnsnesta zu prüfen, ob diese über die Landesgrenze hinweg bis nach Brandenburg vergrößert werden kann. Hierzu werden die Fachämter beider Länder weitere Untersuchungen vornehmen.

Im Rahmen des NHWSP wurde gemeinsam mit Sachsen-Anhalt das Verbundprojekt Wiedergewinnung von Überschwemmungsgebieten und die Erhöhung des Hochwasserrückhalts durch Deichrückverlegungen an der Schwarzen Elster vereinbart. Die Umsetzung des sehr komplexen und großräumigen Projektes erfolgt abschnittsweise. Insgesamt sollen in Brandenburg zwischen Schwarzheide und Herzberg mehr als 5.900 Hektar Retentionsfläche wiedergewonnen werden. In Sachsen-Anhalt sollen Retentionsflächen von 390 Hektar im Bereich Hemsendorf/Gorsdorf und bis zu 140 Hektar im Bereich Löben-Meuselko geschaffen werden.

Das nationale Hochwasserschutzprogramm (NHWSP) mit überregional wirksamen Maßnahmen zur Retentionsgewinnung in den Flusseinzugsgebieten war in Folge des Junihochwassers 2013 an Elbe und Donau von der Bundesregierung und den Umweltministern der Länder initiierten worden. Die Flüsse sollen dabei einzugsgebietsbezogen betrachtet und die Projekte durch gemeinsames solidarisches Handeln der Ober- und Unterlieger umgesetzt werden. Eine länderübergreifende Abstimmung zur Planung und zum Stand der Umsetzung der NHWSP-Projekte ist hierbei besonders wichtig.

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