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Ausgleich von Schäden durch geschützte Arten in Teichwirtschaften 2018

Richtlinie veröffentlicht

Teichwirtschaft Neues Fenster: Bild - Teichwirtschaft - vergrößern © MLUL

Richtlinie des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg zum Ausgleich von durch geschützte Arten (insbesondere Kormoran, Silber- und Graureiher, Fischotter und Biber) verursachte Schäden in Teichwirtschaften vom 27. September 2018

Zielsetzung

Aufgrund der Ernährungs- und/oder Lebensweise der betreffenden geschützten Arten sind Konflikte mit der Teichwirtschaft unvermeidlich. Die Richtlinie dient dem dringend erforderlichen Ausgleich wirtschaftlicher Schäden zur Wiederherstellung wettbewerbsfähiger Teichwirtschaften im Land Brandenburg. Der Schadensausgleich dient gleichzeitig der Verbesserung der Akzeptanz der geschützten Arten bei Teichwirten sowie auch unmittelbar dem Schutz der geschützten Arten.

Wer kann eine Förderung erhalten?

Gefördert werden Unternehmen der Aquakultur im Haupt- oder Nebenerwerb.

Welche Voraussetzungen sind erforderlich?

Die Gewährung eines Schadensausgleiches setzt grundsätzlich voraus, dass Maßnahmen zur Schadensreduzierung und Präventionsmaßnahmen durchgeführt wurden. Die Schäden sind teichbezogen zu dokumentieren.

Wofür gibt es eine Förderung?

Gefördert wir der Ausgleich folgender in Teichgebieten im Land Brandenburg aufgetretene Schäden:

  • Fraßschäden durch geschützte Arten an Nutzkarpfenbeständen (C. carpio),
  • vom Biber verursachte Schäden, insbesondere an Ein- und Auslaufbauwerken, Teichböschungen und -dämmen sowie an Fischbeständen, einschließlich der Kosten für die Erstellung von Gutachten zur Ermittlung der Schadenshöhe.

Welche Einschränkungen gibt es?

Vom Ausgleich von Fraßschäden ausgeschlossen sind:

  • Angelteiche,
  • Teiche, in denen Zierkarpfen gehalten wurden,
  • Teiche, in denen technologisch und biologisch bedingte Norm-Stückverlustsätze unterschritten wurden,
  • Teiche, die im Jahr, für das Schadensausgleich geltend gemacht wird, nicht vollständig abgefischt wurden,
  • Teiche, deren Bewirtschaftung auf einen Karpfenertrag von weniger als 150 kg/ha Teichnutzfläche bei Berücksichtigung von Norm-Stückverlustsätzen ausgerichtet war,
  • Fraßschäden an mehr als viersömmrigen Karpfenbeständen,
  • Teiche, in denen neben Fraßschäden andere erhebliche Schadensereignisse auftraten (z. B. Massensterben von Karpfen, Havarien u. a.)

Vom Ausgleich von Biberschäden ausgeschlossen sind:

  • Teiche, in denen Zierkarpfen gehalten wurden,
  • vom Biber verursachte Schäden, die keinen unmittelbaren Einfluss auf die fischereiliche Bewirtschaftung in Teichwirtschaften haben.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Ausgleichsleistung für Fraßschäden an Nutzkarpfenbeständen richtet sich nach einer altersklassenbezogenen Pauschalierung und der jeweiligen genutzten Produktionsfläche. Für Den Ausgleich von Biberschäden ist die jeweilige, von einem Biberberater des MLUL bestätigte Schadenshöhe maßgeblich. Geschädigten Unternehmen der Aquakultur kann im Rahmen dieser Richtlinie ein Schadensausgleich in Höhe von bis zu 80 % des direkten Schadens gewährt werden. Im Fall von Biberschäden kann zusätzlich für die Erstellung von Gutachten zur Ermittlung der Schadenshöhe von Biberschäden eine Zuwendung in Höhe von bis zu 50% der Kosten, maximal aber bis zu 500 Euro gewährt werden.

Wo ist der Antrag einzureichen?

Der Antrag ist an die Bewilligungsbehörde, das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) zu stellen.


Antrags- und Bewilligungsbehörde

Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) - Standort Fürstenwalde

Referat 21 - Förderung, Ländlicher Raum

Karsten Raderkopp

E-Mail an Karsten Raderkopp

Tel.: 03361 554-311

Thekla Schwarz

E-Mail an Thekla Schwarz

Tel.: 03361 554-395


Kontakt

Referat 34 - Agrarbildung und -forschung, Agrarmarkt, Tierzucht, oberste Fischereibehörde
Heiko Harder
E-Mail an Heiko Harder
Tel.: 0331-866-7654
Fax: 0331-866-7603