MLUL

Aufgaben

Fachübergreifende Themen

Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Verwaltung und Service

01.10.2018Ambrosia-Problem an der Wurzel packen

Frankfurt (Oder) - Im Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung hat heute der Ambrosia-Koordinator des Landes Matthias Hoffmann seine Arbeit aufgenommen.

Die Beifuß-Ambrosie ist eine Pflanze mit einem besonderen gesundheitlichen Risiko. Der Pollen von Ambrosia artemisiifolia kann starke Allergien auslösen. Heuschnupfenähnliche Symptome bis hin zu Asthma können von Allergien geplagten Menschen bis in den Winter hinein zu schaffen machen. In Brandenburg, insbesondere in den südlichen Landesteilen, steht die invasive Pflanzenart schon seit Jahren im Fokus. Dort hat sie sich auf landwirtschaftlichen Nutzflächen, Kippenflächen und Straßenrändern etabliert.

Ziel ist es, den Ambrosiabefall im Land deutlich zu reduzieren, eine weitere Ausbreitung zu verhindern und damit gesundheitliche Gefahren für die Bevölkerung abzuwenden. Hoffmann hat an der Universität Leipzig studiert mit dem Abschluss 1994 als Diplom-Agraringenieur (Studiengang Agrarwissenschaften) und anschließend 18 Jahre in der Wirtschaft gearbeitet.

Hauptaufgabe von Hoffmann, der als Ansprechpartner für Fragen rund um die Ambrosia zur Verfügung stehen wird, soll es sein, alle Beteiligten zusammenzuführen, die Maßnahmen zur Ambrosiabekämpfung zu begleiten und zu koordinieren. Er soll die Bevölkerung, Landwirte, Landkreise und Gemeinden in den Schwerpunktgebieten beraten und die Bekämpfung unterstützen. Auch bei Auftreten neuer Befallsorte wird er die Betroffenen bei den erforderlichen Bekämpfungsmaßnahmen unterstützen, um die weitere Verbreitung zu verhindern.

Entwicklung von Strategien und Initiierung bzw. Koordinierung von ressortübergreifenden Maßnahmen zur Bekämpfung von Ambrosia im Land Brandenburg

  • Ermittlung der aktuellen Verbreitungssituation von Ambrosia und Kartierung der Befallsstandorte
  • Zusammenführung der von unterschiedlichen Stellen bzw. Behörden erhobenen Daten in einer Datenbank
  • Aufbau einer engen Kooperation unter allen am Projekt Beteiligten (z.B. Befallsbetriebe, Straßenbauämter, Stadt Drebkau, LEAG für Kippenflächen, Kreisverwaltungen, Kommunen, Landesamt für Umwelt, Verbraucherschutz, Gesundheitsschutz usw.)
  • Koordinierung der Befallsermittlung mit den Rechtsträgern der Fläche
  • Ermittlung der Entwicklung und Verbreitung von Ambrosia in Abhängigkeit von der Flächennutzung
  • Erarbeitung und Praxiseinführung von Bekämpfungsstrategien zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung im Land Brandenburg
    • Überarbeitung von Handlungsempfehlungen und Entwicklung von Reduzierungsstrategien und Verfahren in unterschiedlichen Kulturen und Bewirtschaftungsformen als Grundlage für den Erlass möglicher Melde- und/oder Bekämpfungspflichten zur Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen
    • Wirksamkeits- und Erfolgskontrollen
  • Länder – und ressortübergreifende Zusammenarbeit hinsichtlich der Entwicklung bzw. Erarbeitung von Konzepten zur Umsetzung von Maßnahmen zur Bekämpfung bzw. Eindämmung von Ambrosia
  • Ansprechpartner zur Bearbeitung von Anfragen zur Ambrosia-Problematik im Land Brandenburg

Arbeitskreis Ambrosia

Im Brandenburger Arbeitskreis Ambrosia haben sich im März 2009 Vertreter aus den Bereichen umweltbezogener Gesundheitsdienst, Arbeitsschutz, Pflanzenschutz, Landwirtschaft, Naturschutz, Verbraucherschutz, Ordnung und Sicherheit, Straßenbau- und Straßenpflege zusammengefunden, um das Aktionsprogramm für Brandenburg zu erarbeiten. Der Städte- und Gemeindebund sowie der Landkreistag Brandenburg haben sich dem Arbeitskreis angeschlossen.

Kontakt: Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF), 15806 Zossen OT Wünsdorf, Steinplatz 1, Matthias Hoffmann, Telefon: 033702/ 211 36 58

Ambrosia-Seite im Netz agrar-umwelt.brandenburg.de (Direktlink): https://lfu.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.331256.de

Auswahl

Jahr
Rubrik


Kontakt:

MLUL, Referat MB 2
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Internationale Kooperation
Dr. Jens-Uwe Schade
Pressesprecher
Tel.: 0331/ 866 -7016
E-Mail an Dr. Schade