MLUL

Aufgaben

Fachübergreifende Themen

Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Verwaltung und Service

Streckenstatistik für das Jagdjahr 2017/18

Mit Schwarzwild neue Rekordstrecke erreicht

Wildschwein im Blick Neues Fenster: Bild - Wildschwein im Blick - vergrößern © MLUL

Brandenburgs Jägerschaft hat im vergangenen Jagdjahr für neue Rekorde gesorgt. Niemals zuvor wurde so viel Schalenwild erlegt. In Anbetracht des Auftretens der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Belgien gilt es, die Intensivierung der Schwarzwildbejagung fortzuführen. Laut Jagdstatistik für das Land Brandenburg liegt die Gesamtstrecke im Jagdjahr 2017/2018 an erlegtem Schalenwild mit 171.351 Stück noch einmal um zwei Prozent über dem Vorjahreswert.

Für das Streckenplus sorgte allein die enorm hohe Schwarzwildstrecke, die Brandenburgs Jäger im Streckenbuch verzeichnen konnten. Mit 89.819 Stück Schwarzwild wurde eine neue Rekordstrecke erreicht. Bereits jedes zweite erlegte Stück Schalenwild zählt zu den Wildschweinen.

Das Ministerium hat in Zusammenarbeit mit Kreisverwaltungen und Veterinärbehörden ein Maßnahmenpaket zur Reduzierung des Schwarzwilds beschlossen. Dazu zählen auch Prämienregelungen für die Erlegung von Schwarzwild. Mit der Freigabe künstlicher Lichtquellen und der Aufhebung der Schonzeit für Bachen, die keine Frischlinge führen, wurden die Möglichkeiten bei der Jagdausübung verbessert und hinderliche Restriktionen abgebaut.

Schalenwild

Die hohen Streckenzahlen (89.819 Stück) beim Schwarzwild zeugen allerdings von einer anhaltend großen Schwarzwilddichte im Land. Angesichts der vorrückenden ASP in den Nachbarländern Deutschlands bleiben vorbeugende Maßnahmen zur Abwehr der Seuche auf der Agenda. Die intensive Bejagung des sehr anpassungsfähigen Schwarzwilds muss auch in den kommenden Jahren oberste Priorität haben. Im Gegensatz dazu konnten bei den anderen Schalenwildarten die Vorjahresergebnisse nicht ganz erreicht werden.

Beim Rotwild wurde eine Strecke von 8.901 Stück Rotwild realisiert. Das sind 17 Prozent weniger als im Jagdjahr 2016/2017. Hohe Streckenanteile haben daran Oder-Spree (13 Prozent) und Ostprignitz-Ruppin (12 Prozent).

Die Damwildstrecke sinkt weiter und erreicht 2017/18 nur noch eine Höhe von 10.735 Stück. Das sind 13 Prozent weniger als im Vorjahr. Die höchsten Anteile an der Landesstrecke erbrachten wie schon im Vorjahr die Landkreise Oberhavel (30 Prozent), Uckermark (27 Prozent) und Potsdam-Mittelmark (17 Prozent).

Weiter gesunken ist auch die Muffelwildstrecke. Es konnten insgesamt 523 Mufflons erlegt werden, 17 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Landkreis Oberhavel trug 39 Prozent, die Uckermark 24 Prozent zur Landesstrecke bei.

Auch die zuletzt angestiegene Rehwildstrecke ist im Jahr 2017/2018 erneut gesunken. Mit insgesamt 61.373 Stück Rehwild liegt die Strecke 10 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Die höchsten Strecke verzeichnete der Landkreis Uckermark mit einem Anteil von 13 Prozent an der Landesstrecke.

Niederwild

Auch der Streckentrend der meisten Niederwildarten zeigt weiterhin nach unten.

Landesweit wurden 2.564 Feldhasen erlegt. Das sind 7 Prozent weniger als im Vorjahr. Dabei ist zu berücksichtigen, dass wiederum zwei Drittel der Strecke Verkehrsopfer sind.

Eine leichte Steigerung verzeichnet die Kaninchenstrecke. 61 Tiere konnten erlegt werden, 16 mehr als im Vorjahr.

Die Fasanenstrecke ist im betrachteten Zeitraum nur noch dreistellig. 898 erlegte Fasane bedeuten ein Streckenminus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nennenswerte Strecken bei Feldhasen und Fasanen konnten wieder nur im Landkreis Märkisch-Oderland erzielt werden.

Auch die Entenstrecke sinkt weiter deutlich ab. Im zurückliegenden Jagdjahr konnten 5.325 Enten erlegt werden. Das sind 28 Prozent weniger als im Vorjahr. Die meisten Enten wurden in der Uckermark erbeutet.

Die Gänsestrecke beträgt 4.813 Stück und liegt damit 6 Prozent über der Strecke des Vorjahres. In Potsdam-Mittelmark wurden die meisten Gänse erlegt.

Die Strecke der Ringeltaube konnte hingegen das Vorjahresniveau nicht annähernd erreichen. 1.489 dieser Vögel bedeuten ein Minus von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Potsdam-Mittelmark vermeldet die meisten Abschüsse.

Raubwild

Unterschiedlichen Trends zeigen die Strecken der Raubwildarten.

Der Trend der Rotfuchsstrecke ist wie schon im Vorjahr weiter rückläufig. Eine Strecke von 23.726 erlegten Füchsen bedeutet ein Streckenminus von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. In Märkisch-Oderland und der Uckermark wurden die meisten Füchse erlegt.

Die Strecke der Steinmarder ist geringfügig auf jetzt 1.439 Exemplare gefallen. Die höchste Strecke meldete wiederum Märkisch-Oderland.

Die Dachsstrecke stagniert weiterhin. Im Jagdjahr 2017/2018 wurden 4.214 Dachse erlegt, also lediglich zwei weiniger als im Vorjahr. In der Uckermark war sie am höchsten.

Unaufhaltsam steigt die Jagdstrecke bei den Waschbären. Mit 35.785 erlegten Tieren erreicht sie abermals eine neue Rekordhöhe und übertrifft das Vorjahresergebnis um deutliche 27 Prozent. Der Barnim hat daran mit über 5.000 erlegten Waschbären den höchsten Anteil.

Nach zuletzt steigender Tendenz ist die Marderhundstrecke wieder gesunken. Es wurden 7.207 Exemplare erlegt. Das sind nur 5 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Vergleich der Landkreise liegt die Uckermark mit über 1.000 Exemplaren ganz vorn.

Ein leichter Anstieg ist bei der Minkstrecke zu vermelden. Sie liegt bei 188 Tieren. Das sind 26 mehr als im Vorjahr. Im Havelland wurden wieder die meisten Minke erlegt.

Streckenangaben im Land Brandenburg für das Jagdjahr 2017/18

   Wildart

Strecke [Stück]

   Rotwild

8.901

   Damwild

10.735

   Muffelwild

523

   Rehwild

61.373

   Schwarzwild

89.819

   Feldhase

2.564

   Kaninchen

61

   Fasan

898

   Enten (gesamt)

5.325

   Gänse (gesamt)

4.813

   Ringeltauben

1.489

   Rotfuchs

23.726

   Steinmarder

1.439

   Dachs

4.214

   Waschbär

35.785

   Marderhund

7.207

   Mink

188


Kontakt

Referat 35 - Wald und Forstwirtschaft, Oberste Jagdbehörde
Volker Seweron
E-Mail an Volker Seweron 
Tel.: 0331-866-7655
Fax: 0331-866-7603


Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde mit Forschungsstelle für Wildökologie und Jagdwirtschaft
Dr. Kornelia Dobiáš
E-Mail an Dr. Kornelia Dobiáš 
Tel.: 03334-2759-159
Fax: 03334-2759-239