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28.11.2018Spitzenergebnisse bei Eichenernte trotz Rekordsommer

Waldsieversdorf Ende September startete die Forstsaatguternte bei den Eichen in Brandenburgs Wäldern. In den vergangenen zwei Monaten wurden mehr als 200 Tonnen Eicheln per Hand gesammelt. Davon entfielen 148 Tonnen auf die Trauben-, 51 Tonnen auf die Stiel- und zwei Tonnen auf die Roteichen.

Bei den beiden heimischen Eichenarten, der Stiel- und der Traubeneiche, wurden Spitzenergebnisse erreicht. Durch die Trockenheit der vergangenen Monate konnte etwa vier Wochen früher mit dem Sammeln begonnen werden. Der Fruchtansatz war in diesem Jahr ausgesprochen reichlich, so dass trotz frühzeitiger Fruchtreduktion und dem Abfall von geschädigten Eicheln noch genügend Erntegut ausreifen konnte.

Nach ersten Einschätzungen ist auch die Qualität des geernteten Saatguts überdurchschnittlich. Durch die trockene Witterung ist der Anteil von Früchten mit Pilzbefall sehr gering.

Die gewonnenen Eicheln sind ausschließlich zur Anlage neuer Eichenwälder vorgesehen. Sie dürfen daher nur auf zur Nachzucht geeigneten Flächen - den zugelassenen Saatgutbeständen - geerntet werden. In einem Erntezulassungsregister des Landes Brandenburg sind für die Traubeneiche 1.700 Hektar und für die Stieleiche 474 Hektar derartiger Flächen verzeichnet. Die Ernte wird durch private Firmen organisiert und durch Forstbedienstete kontrolliert. Diese wiegen das Erntegut und stellen die sogenannten Stammzertifikate, die „Geburtsurkunden“ für das Saatgut, aus.

Die Eichelernte ist nicht jedes Jahr so gut. Im Herbst 2017 gab es gar keine Ernte. Da Eicheln sich nicht über längere Zeit lagern lassen, stehen dann in den darauffolgenden Jahren nur wenige Jungpflanzen im passenden Alter zur Verfügung. Das Waldumbauprogramm des Landes kann dennoch fortgesetzt werden, da durch die waldbaulichen Möglichkeiten der Direktsaat im Wald, der Naturverjüngung oder eben auch der Pflanzung von ein- oder zweijährigen Pflanzen solche Fehlmastjahre überbrückt werden können.

Andere Baumarten

Die Ausbeute bei anderen Waldbaumarten fiel in diesem Jahr eher gering aus. Saatgut der Rotbuche konnte gar nicht geerntet werden. Einzig bei der Weißtanne, die gegenwärtig stärker nachgefragt wird, konnten zwei Tonnen Zapfen gewonnen werden. Dies entspricht einer Saatgutmenge von rund 200 Kilogramm. Für Brandenburg, wo diese Tannenart noch relativ selten ist, ist das ein sehr gutes Ergebnis. Die Ernte bei Kiefern und Lärchen findet erst in den Wintermonaten statt.

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