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07.12.2018Machbarkeit für geplanten Hochwasserpolder in der Karthaneniederung geprüft

Potsdam – Im Ergebnis einer Machbarkeitsstudie, die das Brandenburger Umweltministerium in Auftrag gegeben hat, wurde festgestellt, dass die Kathaneniederung für Flutungspolder geeignet ist. Die Karthaneniederung liegt am Zusammenfluss von Karthane und Elbe im Landkreis Prignitz. Der geplante Flutungspolder ist Bestandteil des nationalen Hochwasserschutzprogramms des Bundes und der Länder.

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurden die Randbedingungen und Raumwiderstände in der Karthaneniederung analysiert und vier technisch umsetzbaren Poldervarianten mit ihren Auswirkungen auf die Kappung extremer Hochwasser untersucht. Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die Karthaneniederung als Standort für einen Flutungspolder geeignet und das geplante Projekt umsetzbar ist.

Schon bei einer Einstauhöhe von ein bis zwei Metern könnten der Studie zufolge Stauvolumina von 33 bis 47 Millionen Kubikmeter realisiert werden. Die naturräumlichen Gegebenheiten sind in der Karthaneniederung besonders günstig, da sich der Polderraum weitgehend durch die ansteigenden Talhänge im Hinterland abgrenzt und somit nur in relativ geringem Umfang Polder- und Ortsschutzdeiche erforderlich sind. Darüber hinaus kann das bereits vorhandene Schöpfwerk Karthane für die Entwässerung des Polderraumes genutzt werden.

Die kontrollierte Flutung der Karthaneniederung soll nur bei Extremereignissen HQ(100) erfolgen. Mit dem Flutungspolder Karthaneniederung kann der Hochwasserscheitel einer HQ(200)-Welle der Elbe bis auf ein HQ(100) abgesenkt werden. Das entspricht einem Absenkpotenzial von bis zu 26 Zentimeter für die unterhalb gelegene Stadt Wittenberge.

Schwerpunkte der weiteren Planung werden im kommenden Jahr die hydronumerische Modellierung und die Erarbeitung von Poldervarianten sein. Nach Vorliegen der Modellierungsergebnisse sind für Mitte nächsten Jahres drei Informationsveranstaltungen für die Öffentlichkeit in den jeweils betroffenen Regionen Wittenberge, Bad Wilsnack und Rühstädt/Bälow vorgesehen.

Weitergehende Informationen zum Projekt unter:

https://mlul.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.447563.de

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MLUL, Referat MB 2
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Dr. Jens-Uwe Schade
Pressesprecher
Tel.: 0331/ 866 -7016
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