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13.12.2018Drückjagden: Zum Einsatz von Jagdhunden bei der Bejagung des Schwarzwilds

Potsdam – Die Reduktion der hohen Schwarzwildbestände im Land ist ein Beitrag, den Jägerinnen und Jäger leisten können, um das Verbreitungsrisiko der Afrikanischen Schweinepest (ASP) wirkungsvoll zu senken. Dabei kommt den aktuell vielfach stattfindenden Drückjagden, bei denen Jagdhunde zur Schwarzwildjagd eingesetzt und dabei Wildschweine aus ihren Tageseinständen „herausgedrückt“ werden, eine wichtige Rolle zu.

Gerade in der dunkleren Jahreszeit erfolgt die Jagd auf Wildschweine auf großer Fläche und mit vielen Beteiligten. Dabei werden Jagdhunde eingesetzt, die das Wild finden und in Bewegung bringen, sodass es die Jäger erlegen können. Auf diesen Drückjagden gelingt es, innerhalb von wenigen Stunden deutlich mehr Wild zu erlegen als bei Einzeljagden. Bei Drückjagden ist die Jagdzeit vergleichsweise kurz, was für das Wild nur eine kurze Beunruhigung mit sich bringt.

Nach dem Jagdgesetz dürfen Hunde die Jagdgrenzen nicht überschreiten, wenn dies von den Jagdnachbarn nicht gewünscht ist. Die Jagdhunde in den Reviergrenzen zu halten, ist für Weidmänner  und –frauen immer eine Herausforderung und hat auch schon zu Streit geführt.

Voraussetzung für erfolgreiche Drückjagden ist die revierübergreifende Planung und Durchführung sowie das Verständnis der Jagdnachbarn dafür, dass Jagdhunde auch einmal beim Nachbarn nach Wild suchen. Optimal sind jedoch gemeinsam geplante und durchgeführte revierübergreifende Jagden.

Um juristische Auseinandersetzungen zu vermeiden, empfiehlt die oberste Jagdbehörde:

  • Eine Jagd soll dem Jagdnachbarn sieben Tage vorher angezeigt werden.
  • In einem Abstand von 200 Metern zur Jagdgrenze sollen keine Hunde eingesetzt werden.
  • Hunderassen, die weiter jagen, sollen möglichst mehr als 200 Meter von der Jagdgrenze eingesetzt werden.

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Dr. Jens-Uwe Schade
Pressesprecher
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