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20.12.2018Weihnachtsgeld für Spreewaldwiesenpflege

Lübbenau - 126 Landwirtschaftsbetriebe im UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald bekommen noch in diesem Jahr im Rahmen des neuen Spreewaldwiesenprogramms insgesamt über 178.000 Euro für die Pflege kleiner Wiesenflächen ausgezahlt. Mit den Mitteln des Vertragsnaturschutzes konnten über 2.000 Hektar blüten- und insektenreiche Wiesen dieser Kulturlandschaft gepflegt werden.

So erhalten Landwirte und Landwirtschaftsbetriebe, die Wiesen im Biosphärenreservat Spreewald pflegen, erstmals einen Erschwernisausgleich im Rahmen des Vertragsnaturschutzes des Landes Brandenburg. Gefördert wurden landwirtschaftlich genutzte Wiesenflächen mit einer Gesamtgröße kleiner als drei Hektar. Diese grundwassernahen Feuchtwiesen, die teilweise nur mit hohem Aufwand bewirtschaftet werden können, bilden das Rückgrat des Biosphärenreservats. Ohne finanzielle Unterstützung ist der Erhalt solcher – unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten unrentablen - Flächen nicht zu gewährleisten.

Ihr Erhalt ist für den Spreewald in zweierlei Hinsicht erstrebenswert: Zum einen bilden die kleinteiligen Wiesen und die markanten Heuschober das typische und besonders für Touristen attraktive Erscheinungsbild der historisch gewachsenen Kulturlandschaft, zum anderen bieten sie Lebensraum für spezialisierte Arten wie Weißstorch, Bekassine und zahlreiche Blühpflanzen, die hier aus nächster Nähe beobachtet werden können. Aus diesen Gründen wurden 2018 im Rahmen der Spreewaldwiesenförderung 2.365 Hektar Wiesenflächen unter Vertrag genommen. Diese verteilen sich auf insgesamt 2.150 Einzelflächen im gesamten Gebiet des Biosphärenreservats von Guhrow über Burg, Lehde und Lübben bis nach Pretschen an die äußersten Randgebiete des Spreewalds. Zwischen den Dörfern Lehde und Leipe wurden sogar Flächen gemäht, die bis heute traditionell nur über den Wasserweg zu erreichen sind. Das Spreewaldwiesenprogramm trägt damit zum Erhalt und zur Vielfalt einer unvergleichlichen Landschaft bei.

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Dr. Jens-Uwe Schade
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