MLUL

Aufgaben

Fachübergreifende Themen

Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Verwaltung und Service

Broschüre zum ökologischen Landbau in Brandenburg

Bio, fair und regional

Deckblatt Broschüre Ökologischer Landbau 2018 Neues Fenster: Bild - Deckblatt Broschüre Ökologischer Landbau 2018 - vergrößern © MLUL

Bereits zum dritten Mal legt das brandenburgische Agrar- und Umweltministerium eine Broschüre zum ökologischen Landbau vor. Das aktuelle Heft ist nochmals erweitert und erheblich verändert worden – ein Beweis für die Dynamik der Bio-Landwirtschaft in Brandenburg. Obwohl das neue Heft sowohl vom Seitenumfang als auch mit Blick auf die vorgestellten Betriebe mehr bietet, kann auch dies nur ein Ausschnitt sein: Brandenburgs Bio-Szene ist vielfältig und innovativ. Schon morgen wird es wieder neue Trends und neue Produktionszahlen geben. Letztere aber weisen immer in eine Richtung – nach oben.

Der Bio-Lebensmittelmarkt wächst seit Jahren. In der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg werden immer neue Bio-Läden eröffnet. Die großen Lebensmitteleinzelhandelsketten haben eigene Bio-Produktlinien in ihre Sortimente aufgenommen. So nach und nach gelingt es, die Verarbeitung und Vermarktung von Bio-Produkten stärker in der Region zu verankern und damit Arbeit und Einkommen über die landwirtschaftliche Erzeugung hinaus auf der Grundlage von Bio zu sichern.

Nach dem Fall der Mauer und der Wiedergründung des Landes ist Brandenburg schnell in die erste Reihe des ökologischen Landbaus in Deutschland aufgerückt. Gründe dafür sind die Nähe zur Millionenstadt Berlin, die Umstrukturierung der ostdeutschen Landwirtschaft nach 1990, die neben vielen Risiken eben auch viele Chancen brachte, insbesondere auch für junge Unternehmen.

Neben diesen regionalen Aspekten spielt ein Umdenken im Verbraucherverhalten eine große Rolle. An dieser Stelle muss aber auch das Land Brandenburg erwähnt werden: Das brandenburgische Agrar- und Umweltministerium unterstützt speziell über eine eigene Föderrichtlinie die Entwicklung des ökologischen Landbaus.

Landwirte erhalten aus öffentlichen Mitteln einen Zuschuss für die höheren Aufwendungen in diesem Bereich der landwirtschaftlichen Produktion. Angesichts der Tatsache, dass inzwischen jeder achte Agrarbetrieb im Land ökologisch wirtschaftet, ist dies auch eine beachtliche Leistung.

Als Land stehen wir dazu, dass unsere Bio-Betriebe für den höheren Aufwand und die Ertragsverluste einen Ausgleich erhalten. In Brandenburg findet sich der Beweis, dass Bio groß sein kann. Mit der Neu-, Wieder- und Umgründung unserer Agrarbetriebe in den Neunzigerjahren entschieden sich nicht nur Familienbetriebe, sondern auch eine Reihe größerer Unternehmen für einen Einstieg in den ökologischen Landbau.

Landwirtschaft verortet sich am besten regional. Für alle Bereiche gilt, dass nur gesunde, qualitativ hochwertige und nachhaltig erzeugte Lebensmittel in den Handel kommen dürfen. Die europäische Agrarpolitik, in deren Rahmen wir uns ja bewegen, hat darauf längst reagiert und die Förderpolitik im Binnenmarkt immer mehr auf Umweltkriterien abgestellt. So bieten wir auch als Land Förderprogramme an, die ganz im Sinne des ökologischen Landbaus extensive – also natur-, umwelt- und ressourcenschonende – Produktionsverfahren in der Landwirtschaft unterstützen. Diese werden sowohl von Bio-Betrieben wie auch von konventionell wirtschaftenden Betrieben breit angenommen.

Wenn sich Landwirte dennoch entscheiden, mehr zu tun, dann ist dies ein Statement für Bio, regional und fair – dies ist der Dreiklang, in dem heute ökologische Lebensmittelproduktion stattfindet und dies ist auch der Titel dieses Heftes, das Ihnen einen Einblick in Brandenburgs Bio-Branche geben soll.


Kontakt

Referat 33 - Agrarumweltmaßnahmen, ökologischer Landbau, Direktzahlungen
Irene Kirchner
E-Mail an Irene Kirchner
Tel.: 0331-866-7620
Fax: 0331-0331-866-7603