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20.01.2019Erfahrungsaustausch mit internationalen Partnern in der Brandenburg-Halle

Berlin – Die Brandenburg-Halle auf der Internationalen Grünen Woche bietet alljährlich den Rahmen, mit den internationalen Partnern des Landes Kontakte zu erneuern und Projekte auf den Weg zu bringen. So konnte Brandenburg Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger am ersten Messe-Wochenende vier polnische und eine russische Delegation in der Halle begrüßen.

Polen

Bereits eine Tradition ist der Besuch von Delegationen der Brandenburger Partnerwojewodschaften in der Brandenburg-Halle auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. In diesem Jahr konnte Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger die Vizemarschälle aus den Wojewodschaften Westpommern, Lebuser Land, Großpolen und Niederschlesien zum Meinungsaustausch und zum anschließenden Rundgang in der Messehalle 21A begrüßen. Die Delegation der Wojewodschaft Westpommern wurde durch Vizemarschall Jarosław Rzepa angeführt. Vizemarschall Stanislaw Tomczyszyn leitete die Gruppe aus der Wojewodschaft Lebuser Land. Der Vizemarschall Krzysztof Garbowski vertrat die Wojewodschaft Großpolen. Als neuer Akteur aus Polen war beim Erfahrungsaustausch auf politischer Ebene der neugewählte Vizemarschall  Marcin Gwóźdź aus Niederschlesien dabei.

Vogelsänger: „Als Brandenburger wissen wir ganz besonders, wie wichtig für Polen und Deutschland enge partnerschaftliche Beziehungen sind. Die Kontinuität in den Fachkooperationen und die besondere Unterstützung deutsch-polnischer Projekte erfüllt dieses Anliegen zum Wohl der Menschen und der Entwicklung der gemeinsamen Grenzregion. Es freut mich sehr, dass es im Jahr 2018 gelungen ist, zu den Themen Regionalvermarktung, ländliche Entwicklung und nachhaltige Entwicklung von Großschutzgebieten die Kooperation auszubauen.“

Vogelsänger hatte 2018 Polen zweimal besucht, einmal als Gast von Vizemarschall Rzepa anlässlich der Messe mit Brandenburger Beteiligung „Picknick an der Oder“ in Stettin und zum regionalen Dorffest in Babimost Wojewodschaft Lebuser Land.  Minister Vogelsänger nahm darüber hinaus an der Sitzung des Deutsch-Polnischen Umweltrats im Schloss Neuhardenberg als Vertreter der Landesregierung Brandenburg teil. Hier wurde unter anderem die deutsch-polnische Vereinbarung für grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfungen und Strategische Umweltprüfungen unterzeichnet. Auf Initiative Brandenburgs wurden deutsch-polnische Arbeitsgruppen zum grenzüberschreitenden Management für die Tierarten Wolf, Biber und Kormoran vereinbart.

Auf beiden Seiten der Oder war 2018 das Jahr der Dürre, in dem eine Reihe von landwirtschaftlichen Unternehmen um ein auskömmliche Ernte kämpften. Die Regionalpolitiker in Polen wie auch in Deutschland waren hier gefordert, Unterstützungen für die landwirtschaftlichen Unternehmen zu organisieren.

Mit Blick auf die Diskussion zur neuen EU-Förderperiode ab 2021 setzen sich die regionalen Landwirtschaftspolitiker dafür ein, gemeinsam dafür zu werben, dass gerade die Grenzregionen weiterhin besonderer Unterstützung im Rahmen der EU-Förderung kommen. Agrartouristische Angebote wie die Ausrichtung der Landpartie diesseits und jenseits der Oder werden weiter entwickelt wie auch Produktpräsentationen in den Regionen. Interesse besteht weiter an deutschen Erfahrungen in der Direktvermarktung und bei der Ausweitung des ökologischen Landbaus.

Über INTERREG VA sind unter Teilnahme der Partnerverwaltung beziehungsweise mit Partnern aus dem Land Brandenburg und der Wojewodschaft Westpommern Projekte zur nachhaltigen Tourismusentwicklung und Weiterführung der naturfachlichen Zusammenarbeit im Unteren Odertal sowie grenzüberschreitenden Wildtiermanagement auf den Weg gebracht.

Im Süden Brandenburgs wird, insbesondere auch mit Akteuren aus der Wojewodschaft Lebuser Land, das Thema regionaler Weinbau bearbeitet.

Aktuell auf der Tagesordnung steht weiterhin die Kooperation der Partnerverwaltungen im Bereich Umweltschutz und der Hochwasservorsorge. Noch sind nicht alle Projekte aus den nach den Oderhochwassern aufgelegten Sonderprogrammen abgeschlossen. Die Partner haben Interesse an einem vertieften Erfahrungsaustausch geäußert.

Grundlage der Kooperation ist das 2015 verabschiedete mehrjährige Arbeitsprogramm des Brandenburger Agrar- und Umweltministeriums bis 2019. Konkrete Maßnahmepläne untersetzen diese Vereinbarung. Eine Weiterführung des Arbeitsprogramms ist geplant.

Russland (Moskauer Gebiet)

Die Partnerschaft der beiden Hauptstadtregionen Brandenburg und Moskauer Oblast wird auch auf dem Gebiet der Agrarkooperation weitergeführt. Zum zweiten Mal traf sich Minister Vogelsänger mit Andrej Viktorowitsch Razin, Landwirtschaftsminister des Moskauer Gebiets. Auf russischer Seite ist es in jüngster Zeit gelungen, erhebliche Fortschritte bei der Selbstversorgung mit Milch- und Käseprodukten zu erzielen. Das Interesse an deutschem Knowhow ist weiter groß. Brandenburg kann hier mit seinem Agrarforschungseinrichtungen, dem Rinderzuchtverband Berlin-Brandenburg, aber auch der Milchwirtschaftlichen Lehr- und Untersuchungsanstalt (MLUA) Oranienburg konkrete Angebote unterbreiten. Ein neuer Arbeitsschwerpunkt zeichnet sich im Bereich der Entwicklung und des Betriebs von Biogasanlagen ab. Die Russen haben ebenfalls Interesse an der Brandenburger Forstwirtschaft im Bereich des Waldbrandschutzes und des Forstsaatguts.

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MLUL, Referat MB 2
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Internationale Kooperation
Dr. Jens-Uwe Schade
Pressesprecher
Tel.: 0331/ 866 -7016
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