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27.01.2019Messebilanz der Grünen Woche

„Fontastisches Jahr“: Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger zieht erste Messebilanz der Grünen Woche

Pressekonferenz IGW 2019 Neues Fenster: Bild - Pressekonferenz IGW 2019 - vergrößern © MLUL

Berlin - Mit großem Einsatz engagieren sich alljährlich hunderte Brandenburgerinnen und Brandenburger in der Messehalle des Landes auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Die weltgrößte Verbrauchermesse ist für sie Pflicht und Kür. Schließlich geht es hier nicht einfach nur ums Werben und Kaufen - die Aussteller und Akteure auf der Bühne wollen ihre Region und ihre Angebote in Berlin bestens präsentieren und haben sich auch in diesem Jahr viel einfallen lassen, um angesichts der Riesenauswahl auf dem Messegelände gut zu bestehen. „Die Brandenburg-Halle 21A hat auch in den vergangenen zehn Tagen wieder hunderttausende Besucher angezogen“, fasst Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger zusammen.

„Unter all den Messen in der Hauptstadtregion ist gerade die Grüne Woche eine Herzensangelegenheit für viele Brandenburger. Bei uns ist bis zum Messeschluss immer viel los ist, sowohl vor als auch hinter den Ständen“, so der Minister:„Unser herzlicher Dank gilt den Ausstellern, die diesen Messe-Marathon durchgestanden haben. Genauso bedanken wir uns aber auch bei den vielen Künstlern, von denen viele Urlaub und Freizeit investiert haben, um die Hallenbesucher mit Musik, Gesang und Tanz zu begeistern. Was hier - zumeist von Laien - auf die Bühne gestellt wurde, ist auch ein Beweis für die professionelle Arbeit in Vereinen, Kreismusikschulen und Chören überall im Land.“

Höhepunkt des Brandenburger Auftritts war wieder der Messemontag, der Brandenburgtag, mit dem Rundgang des Ministerpräsidenten Dietmar Woidke, der mit Agrarminister Vogelsänger jeden der 75 Hallenstände und der drei Gastronomen besucht hat.

Real und digital

Allein schon, weil sich so viele Brandenburger hier engagieren, ist das Hallengeschehen seit Wochen in den Medien gut präsent, nicht zuletzt auch dank des Antenne-Brandenburg-Hallenstudios. Neben der real existierenden Brandenburg-Halle gibt es inzwischen eine digitale als Smartphone-Programm. Mit den weiterführenden Links als ganzjährig nutzbare App für IOS und Android.

Brandenburger Gleichung: 200 + 6 +25 + 16 = 2019

Als erster Jahreshöhepunkt für die Vermarktung von Themen, die über die kommenden Monat in Brandenburg ein Schwerpunkt sein werden, hat sich auch die Grüne Woche 2019 bewährt.

Und so löst sich die Gleichung auf:

Manche sprechen angesichts der Initiativen rund um fontane.200 schon von einer „fontanischen“ Brandenburg-Halle. Von März bis Dezember wird in Brandenburg mit vielen Veranstaltungen das Fontane-Jubiläum begangen. Schließlich gehört der vor 200 Jahren in Neuruppin geborene Schriftsteller zu den literarischen Wiederentdeckern der Mark. Gleich zwei Fontane-Darsteller erinnerten die Messebesucher an dieses Ereignis. Brandenburgs Ernährungswirtschaft, aber gerade auch das Ernährungshandwerk hat Fontane-Produkte im Programm. So gab es einen aus Teig gebackenen Fontane-Wanderstab oder Birneneis. Die Reiseregion Ruppiger Seenland warb mit fontane.kulinarik. Schließlich war Fontane nicht nur Dichter, sondern auch Genießer. Bekannt ist seine Vorliebe für Spreewaldgurken. Vor allem war er Kenner der regionalen Geschichte und „Wanderer“ - passend dazu die Werbung für die Neuruppiner Fontane-Leitausstellung oder die Fontane-Radtour.

Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin öffnet am 18. April die 6. Brandenburgische Landesgartenschau, kurz auch LaGa genannt, ihre Tore. In diesen kalten Tagen startete die LaGa Wittstock/Dosse 2019 gGmbH in der Brandenburg-Halle in die heiße Phase der Publikumswerbung. Bis zum 6. Oktober haben Besucher die Möglichkeit, diese Leistungsschau des Brandenburger Gartenbaus zu besuchen, sich an neu gestalteten Parks und Beeten und an dem Flair der Altstadt zu erfreuen, die aus Anlass dieses Gartenfests verschönert wurde. Denn Landesgartenschauen, so zeigt auch der Wittstocker Auftritt in Berlin, sind nicht einfach nur Blümchenschauen, sondern beste Werbung für die gastgebende Stadt und die gesamte Region.

Was vor einem Vierteljahrhundert als Brandenburger Format des Tages des offenen Hofes begann, hat sich zur größten Bürger-Bewegung im Land gemausert. Am 15. und 16. Juni laden Agrarbetriebe landesweit zur 25. Brandenburger Landpartie. Wer aufmerksam durch die Halle gewandert ist, konnte an etlichen Ausstellungsständen Hinweise auf dieses Ereignis finden.

Der Landkreis Uckermark, einer der Landkreise, der nicht nur selbst mit einem Gemeinschaftsstand dabei war, nutzte seinen Tag auf der Hallenbühne, um sich mit der Gemeinde Passow als Gastgeber des 16. Brandenburger Dorf- und Erntefests am 7. September in Erinnerung zu bringen.

Etliche dieser Veranstaltungen werden durch den Verband pro agro begleitet. So kann man viele der Aussteller über das Jahr wieder begegnen. Schon im Februar startet die Biofach in Nürnberg mit einem Brandenburger Gemeinschaftsstand. Auf der Internationalen Tourismusbörse, ebenfalls auf dem Berliner Messegelände, sind viele der Land- und Naturtourismus-Anbieter dabei. Paaren im Glien lädt - diesmal allerdings erstmals nicht zu Himmelfahrt - wieder zu einer Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung. Zudem gibt es Saisoneröffnungen, regionale Volksfeste, Schlachtefeste, Weihnachtsmärkte mit Ausstellern des Grüne-Woche-Jahrgangs 2019, ehe im Januar 2020 die 28. Brandenburg-Halle ihre Tore öffnet.

Forum der Agrarpolitik

Die Grüne Woche ist auch der Rahmen, um sich über aktuelle Fragen der Agrarpolitik austauschen. Neben den jetzt anstehenden Weichenstellungen für die gemeinsame europäische Agrarpolitik, von der Finanzen und Förderschwerpunkte für die sieben Jahre ab 2021 abhängen, ging es um Brexit und Tierwohl-Initiativen. Mit Bundesministerin Julia Klöckner, dem Präsidenten des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, sowie vielen Bundestags- und Landtagsabgeordneten, Landwirten und Verbandsvertretern gab es dazu viele Gelegenheiten zum Meinungsaustausch.

Brandenburg international

Nicht nur beim Essen lohnt es sich, gelegentlich über den eigenen Tellerrand zu schauen. Die Grüne Woche ist auch die internationalste Woche für die Agrarpolitik und die Agrarwirtschaft. So international wie in diesem Jahr konnte sich auch keine der früheren Brandenburg-Hallen ins Bild setzen. Allein aus dem polnischen Nachbarland waren vier Delegationen aus den Wojewodschaften Westpommern, Großpolen, Lebuser Land und Niederschlesien zu Gast. Hinzu kam die Agrarpolitiker aus Brandenburgs russischer Partnerregion, dem Moskauer Oblast. Rund 50  Agrarattachés aus aller Welt bekamen einen Eindruck vom Potenzial der Brandnenburger Agrar- und Ernährungswirtschaft. Delegationen aus dem Messe-Partnerland Finnland sowie vom weißrussischen Bauernverband kamen mit den Brandenburgern hier ins Gespräch.

Viele Themen, die erstmals auf einer Grünen Woche angesprochen werden, führen später zu weiteren Kontakten und Gesprächen. Gerade Brandenburgs klein- und mittelständisch geprägte Agrar- und Ernährungswirtschaft ist weiter an Kontakten nach Osten interessiert.

Wirtschaftskontakte

Jährlich steigt auch die Teilnahme an den vom Verband pro agro organisierten Hallenrundgängen mit Vertretern namhafter Lebensmitteleinzelhandelsketten. Hier melden sich nicht nur die Chefeinkäufer, sondern auch die Lebensmittelkaufleute, die mit ihrem Votum wesentlich mitbestimmen, was in die Regale kommt. Bereits heute zeichnet sich ab, dass einige Hallenprodukte die begehrten Listungen erreichen konnten. Auch viele der Tourismusanbieter rechnen mit einem Nachmessegeschäft. Aus den Kontakten in Berlin ergeben sich immer wieder Buchungen und Besuche.

Fair hat Zukunft

Brandenburgs Wirtschaft ist selbst aktiv, wenn es darum geht, auf die Wünsche der Verbraucher zu reagieren. Mit dem mit dem Deutschen Tierschutzbund entwickelten Konzept FairMast setzt ein in Storkow produzierendes Geflügelfleisch-Unternehmen bundesweit neue Maßstäbe. Startschuss für die Region war in der Brandenburg-Halle.

Blick auf die Brandenburg-Halle 2020

Tradition ist auch der Fragebogen, den die Aussteller in jedem Jahr gegen Ende der Messe ausfüllen sollen. Davon wird gern Gebrauch gemacht, um den Organisatoren mit frischem Eindruck ein erstes Feedback zukommen zu lassen.

Dabei steht die Frage nach der Zufriedenheit mit dem Messegeschäft an erster Stelle. Kriterien wie das Verbraucherinteresse am Stand, Abverkauf, Kontakt mit dem Endverbraucher und dem Handel, die Einführung neuer Produkte spielen dabei die entscheidende Rolle.

Durchgängig ist hier eine zufrieden bis sehr zufriedene Resonanz zu verzeichnen. Die Nachgefrage nach regionalen Produkten erfüllt die Erwartungen aller Aussteller. Sowohl traditionelle Produkte als auch Produktneuheiten halten sich hierbei die Waage.

Gut 80 Prozent der Aussteller können heute schon sagen, dass sie 2020 erneut Aussteller der Brandenburg-Halle sein möchten. Das ist für die Organisatoren Ansporn genug um eine auf die ausstellende Wirtschaft ausgerichtete Brandenburg-Halle vorzubereiten.


Medienkontakt und Bildbestellungen (kostenfrei) aus der Brandenburg-Halle

Presseassistentin: Dagmar Schott Telefon Hallenbüro: 030/ 303 88 13 35
E-Mail: dagmar.schott@mlul.brandenburg.de
   
Pressesprecher: Dr. Jens-Uwe Schade   Mobil: 0172/ 392 72 02

Eine Orientierungshilfe über die Aussteller, das Programm und den Aufbau der Brandenburg-Halle bietet der vor Ort erhältliche Flyer (PDF-Datei 671 KB).

Informationen im Internet unter: mlul.brandenburg.de/gruenewoche

Unsere App Brandenburg-Halle erhalten Sie kostenlos im Apple Store oder Play Store.

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