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04.02.2019COCOON: Internationale Abfallexperten treffen sich zum Erfahrungsaustausch in Potsdam, Exkursion am Dienstag

Icon Entsorgungsanlagen (Foto: MEAB) Neues Fenster: Bild - Icon Entsorgungsanlagen - vergrößern © MEAB

Potsdam – Das Landesamt für Umwelt ist Gastgeber für das 7. Treffen einer europäischen Arbeitsgruppe von Deponieexperten. Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger wird morgen die Mitglieder des Interreg-Projekts COCOON aus sechs Mitgliedstaaten der EU, die sich vom 5. bis 7. Februar in Potsdam zu einem Erfahrungsaustausch treffen, in Potsdam begrüßen. Für Medienvertreter besteht die Möglichkeit, morgen an einer Exkursion teilzunehmen (siehe Termindaten).

Nach Einschätzung der EU-Kommission existieren in Europa etwa 500.000 Abfalldeponien - eine unvorstellbar hohe Zahl. Die meisten von ihnen sind stillgelegt, doch die wenigsten fallen in den Anwendungsbereich der 1999 verabschiedeten Europäischen Deponierichtlinie. Während einige der Deponien unter Verdacht stehen, eine Gefahr für die Umwelt zu sein, stellen sie zugleich ein enormes Flächen- und Materialpotential dar. Für die Sicherung solcher Deponien gibt es bisher keine europaweit geltenden Regelungen und Erfahrungen.

Um dies zu ändern, haben sich im Rahmen der Struktur- und Investitionspolitik der Europäischen Union Deponieexperten aus sechs Mitgliedstaaten in dem Interreg-Projekt COCOON zusammengefunden, darunter praxiserfahrene Mitarbeiter des Landesamts für Umwelt Brandenburg. Interreg heißt in diesem Fall in erster Linie Erfahrungsaustausch. COCOON steht für „Consortium for a Coherent european landfill strategy“, auf Deutsch „Konsortium für eine kohärente europäische Deponiewirtschaftsstrategie“. Der Name ist Programm: Zum Arbeitsauftrag gehört unter anderem auch die Erarbeitung eines Beitrags zu einer EU-Strategie für den Umgang mit Deponien. Neue Erkenntnisse aus dem Erfahrungsaustausch zwischen Experten und Projektpartnern sollen in Aktionsplänen erfasst werden und in aktuelle Vorhaben einfließen.

Minister Vogelsänger begrüßt die Experten aus den Niederlanden, Belgien, Spanien, Malta, Zypern und Brandenburg: „Brandenburg schätzt sich glücklich, Gastgeber und Mitglied einer Arbeitsgruppe zu sein, deren praktische Ergebnisse auch die Zukunft der Abfallwirtschaft in unserem Bundesland beeinflussen wird“. Neben einer Bestandsaufnahme der Abfallwirtschaft und des Deponiewesens in den Partnerregionen wurden zusätzlich zahlreiche Praxisbeispiele von ausgeführten Deponieprojekten dokumentiert. Ein weiteres wichtiges Thema stellt der effektive Einsatz von EU-Fördermitteln im Deponiesektor dar. Nach Abschluss des Projekts sollen die Ergebnisse in einem „best-practice“-Handbuch zusammengestellt und der EU-Kommission präsentiert werden.

In den zurückliegenden Förderperioden wurden in Brandenburg mehr als 70 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung zur Sicherung stillgelegter Abfalldeponien eingesetzt. Auch in der laufenden Förderperiode sind 20 Millionen Euro eingeplant.

Auf dem Programm des Treffens stehen Exkursionen zu den Deponien Schöneiche und Berlin-Wannsee sowie ein thematisches Seminar mit den Schwerpunkten Deponiegas- und Sickerwasserfassung. Dazu hat das Landesamt für Umwelt renommierte Gastdozenten aus Deutschland und den Niederlanden eingeladen.

Nach vorheriger Anmeldung können Pressevertreter morgen an der Exkursion zur Deponie Schöneiche teilnehmen.

Termin: Dienstag, 5. Februar 2019
Treffpunkt: Potsdam, Parkplatz südlich des Lustgartens (Am Lustgartenwall)
Abfahrt 13:30 Uhr - Bustransfer zur Deponie Schöneiche,
Ankunft in Potsdam gegen 18 Uhr

Auf Anfrage können das Veranstaltungsprogramm bereitgestellt und ggf. weitere Termine für Medienvertreter vereinbart werden.

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Dr. Jens-Uwe Schade
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