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Kennzeichnung von Eiern aus Freilandhaltung

Auslaufbeschränkungen für Legehennen

Legehennen auf dem Weg zur Außenanlage Neues Fenster: Bild - Legehennen auf dem Weg zur Außenanlage - vergrößern © MLUL

Eier dürfen mit der Kennzeichnung „Eier aus Freilandhaltung“ nur in Verkehr gebracht werden, wenn sie in einem Haltungssystem erzeugt wurden, das die Mindestanforderungen des Anhanges II der Verordnung (EG) Nr. 589/2008 erfüllt. Danach ist den Hennen tagsüber ab 10.00 Uhr ein uneingeschränkter Zugang zu einem Auslauf im Freien zu gewähren.

Ausnahmen:

Sofern auf der Grundlage des Unionsrechts verhängte Maßnahmen eine Beschränkung des Zugangs der Hennen zu einem Auslauf im Freien zum Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier erforderlich machen, dürfen Eier unbeschadet dieser Beschränkung als „Eier aus Freilandhaltung“ vermarktet werden, sofern der Zugang der Legehennen zu einem Auslauf im Freien nicht während eines zusammenhängenden Zeitraums von mehr als 16 Wochen beschränkt worden ist. Dieser Höchstzeitraum beginnt an dem Tag, an dem für die betreffende Gruppe gleichzeitig eingestallter Legehennen der Zugang zu einem Auslauf im Freien tatsächlich eingeschränkt wurde.

Auslegungshinweise:

Bei einem aufgrund seuchenrechtlicher Bestimmungen durch den zuständigen Amtstierarzt erlassenen Aufstallungsgebot ist o.g. Sachverhalt regelmäßig erfüllt.

Werden auf tierärztliche Anweisung Medikamente bzw. Impfstoffe über das Tränkewasser verabreicht, so ist für den Behandlungstag eine Auslaufbeschränkung zulässig.

Entsprechend einem Auslegungshinweis der Kommission [(2017) 6710079] können daneben auch andere zum Schutz der Tiere durch den Halter getroffene Entscheidungen eine Auslaufbeschränkung rechtfertigen. Diese Beschränkungen können durch Überschwemmungen oder außergewöhnliche Witterungsbedingungen gerechtfertigt sein, zu denen Stürme, Hagel, Schnee, starke oder anhaltende Regenfälle sowie durch diese Regenfälle verursachte großflächige Überschwemmungen und außergewöhnliche Bodenverhältnisse der Ausläufe gehören.

Die Auslaufbeschränkungen sind zu beenden, sobald die o.g. Gründe nicht mehr vorliegen.

Dokumentations- und Meldepflichten:

Auslaufbeschränkungen sind durch den Tierhalter im Auslauftagebuch zu dokumentieren, die Gründe sind in geeigneter Weise nachzuweisen.

Die Auslaufbeschränkungen sind dem Landesamt für Ländliche Entwicklung,
Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) bis spätestens 12 Uhr am Tag des Beginns
der Auslaufbeschränkung unter Angabe der geplanten Dauer und des Grundes auf
dem amtlichen Formular anzuzeigen.

Kontaktdaten:

Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung Frankfurt (Oder)
Christoph Behling
E-Mail: Christoph Behling
Telefon: 033207 53041
Telefax: 033207 53021

Kontrollen:

Die Einhaltung der Bestimmungen zur Kennzeichnung von „Eiern aus Freilandhaltung“ ist durch das LELF im Rahmen von Verwaltungs- und Vor-Ort-Kontrollen zu überwachen.


Rechtsgrundlagen


Kontakt

Referat 34 - Agrarbildung und -forschung, Agrarmarkt, Tierzucht, oberste Fischereibehörde
Antje Spenner
E-Mail an Antje Spenner
Tel.: 0331-866-7613
Fax: 0331-866-7603