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18.04.2019EIP-Projekt pH BB: Präzise Kalkung für die Märkische Streusandbüchse

Termin: Mittwoch, 24. April
Zeit: 11:00 Uhr
Ort: Komturei Lietzen GmbH & Co. KG
Lietzen Nord 38
15306 Lietzen

Lietzen – Für Bauern ist Boden das wichtigste Produktionsmittel. Der macht es ihnen in Brandenburg nicht leicht. Mehr als 900.000 Hektar zählen landesweit zu den benachteiligten Gebieten – ein Grund, warum sich unter Federführung der Eberswalder Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNEE) Wissenschaft und Praxis zusammengetan haben, um im Projekt pH BB nach besseren Lösungen bei der Bewirtschaftung der „Märkischen Streusandbüchse“ zu suchen. Eine der Partnerinnen ist die Land- und Forstwirtschaft Komturei Lietzen GmbH und Co. KG, auf deren Flächen sich Brandenburgs Agrar- und Umweltstaatssekretärin Carolin Schilde am Mittwoch (24. April) über den Stand der Arbeiten informieren will.

Weitere Partner sind die FGL Handelsgesellschaft mbH, die uckermärkische Gut Wilmersdorf GbR, die  LAB Landwirtschaftliche Beratung der Agrarverbände Brandenburg GmbH, die Landwirtschaft Petra Philipp, das Potsdamer Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e. V. (ATB) sowie das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau Großbeeren/Erfurt e. V.

In Brandenburg ist nur auf 26 Prozent der Ackerflächen der Boden pH-Wert im optimalen Bereich. Auf 74 Prozent der Flächen hingegen kommt es zu Ertragsminderungen und Verschlechterungen der Bodenfruchtbarkeit durch zu hohe oder zu niedrige pH-Werte. Wesentliche Gründe dafür sind die hohe pH-Variabilität der Böden innerhalb eines Ackerschlags, die Kosten und der Zeitaufwand für Bodenuntersuchungen, die Unsicherheiten bei der Auswertung von Bodeninformationen und der Entscheidung über die richtige Düngung sowie Probleme bei der Verfügbarkeit und dem Umgang mit geeigneter Düngetechnik.

Mithilfe mobiler Bodensensoren sollen wichtige Bodeneigenschaften schnell, kostengünstig und kleinräumig erfasst werden. Methoden zur Verarbeitung der  Kartierungsdaten und Ableitungen von Düngungsempfehlungen sollen unter Beachtung der Brandenburger Bedingungen entwickelt werden. Im Ergebnis werden praktikable Lösungen zur teilflächenspezifischen Düngung und Bereitstellung von Steuerungstechnik für die Düngerausbringung erarbeitet. Schließlich sollen auch Schulungen für das präzise pH-Wert-Management angeboten werden.

EIP in Brandenburg

Die EIP-Projekte werden von Praktikern, Wissenschaftlern, Beratern, Unternehmen sowie Verbänden und Vereinen in Netzwerken umgesetzt. Für das Programm werden von der Europäischen Kommission im Rahmen des Agrarfonds ELER beachtliche Fördermittel zur Verfügung gestellt, um Forschung und Wertschöpfung in der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu unterstützen. Dafür stehen im Land Brandenburg bis 2020 25,6 Millionen Euro zur Verfügung. Organisatorisch umgesetzt wird die Arbeit, indem Landwirte, Wissenschaftler und andere Akteure Operationelle Gruppen gründen. Die Landwirte übernehmen dabei eine Schlüsselrolle: Ihre Probleme bestimmen die Forschungsagenda. Sie sind gleichzeitig Akteure im Prozess der Lösungsfindung und auch die ersten Nutzer der zu erwartenden Ergebnisse.

Weitere Hinweise zu diesem und anderen Brandenburger EIP-Projekten einschließlich der Projektblätter bietet die Homepage:

www.eip-agri.brandenburg.de

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Kontakt:

MLUL, Referat MB 2
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Internationale Kooperation
Dr. Jens-Uwe Schade
Pressesprecher
Tel.: 0331/ 866 -7016
E-Mail an Dr. Schade