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08.05.2019Erbe nachhaltig bewahren: Auftakt des Wettbewerbs Baukultur 2019 im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe

Rühstädt – Der Tag des UNESCO-Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe am kommenden Sonnabend (11. Mai) rund um Schloss Grube ist auch der Auftakt für „Natürlich. Nachhaltig. Baukultur in Brandenburg“. So lautet das Motto des Nachhaltigkeitspreises, den das Agrar- und Umweltministerium mit dem Bauministerium auslobt. Mit diesem Themenschwerpunkt wird der Nachhaltigkeitspreis zum „Wettbewerb Baukultur 2019“, der unter einem Dach gleich drei Regionalwettbewerbe vereint, vergeben. Nach der Premiere im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe folgt am 14. Mai der Auftakt für das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und zeitnah schließlich der Wettbewerbsstart für das Biosphärenreservat Spreewald.

In allen drei Biosphärenreservaten des Landes sollen vorbildliche Lösungen beim Erhalt des baukulturellen Erbes gewürdigt werden. Mit den regionalen Wettbewerben soll die Verflechtung von Baukultur und Kulturlandschaft in den Biosphärenreservaten sichtbar gemacht werden. Ziel des Wettbewerbs ist weiterhin, Angebote für den Artenschutz an Gebäuden oder deren unmittelbaren Umgebung für Vögel, Fledermäuse, Insekten und Wildpflanzen bekannter zu machen und somit Baukultur mit dem Erhalt der biologischen Vielfalt zu verknüpfen.

Für das Gebiet des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe-Brandenburg und den gesamten Landkreis Prignitz können Privatpersonen, Architekten, Fachplaner, Vereine und außerhalb der Landesverwaltung auch öffentliche Einrichtungen bis zum

2. September 2019

ihre Projekte bei der Biosphärenreservatsverwaltung in Rühstädt einreichen. Das Teilnahmeformular kann per Brief, per Telefon oder auch online angefordert werden:

www.elbe-brandenburg-biosphaerenreservat.de/baukultur
Telefon: 038791/ 980 10 

Über die Wettbewerbskriterien informiert der Auslobungstext auf der Webseite und ein Faltblatt des Biosphärenreservats.

Der Wettbewerb gliedert sich im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe in die Kategorien Bestandssanierung, Neubau sowie Bewahrung und Entwicklung des Ortsbilds. Dabei wird insbesondere der behutsame Umgang mit dem baukulturellen Erbe ausgezeichnet.

Eine unabhängige Fachjury bewertet die eingereichten Beiträge in den drei Kategorien. Den Siegern winkt ein Preisgeld in Höhe bis zu 1.000 Euro.

Ländliches Architekturerbe in der Prignitz

Einzigartig im UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe ist neben der Auenlandschaft entlang der Elbe und ihrer Nebenflüsse eine historisch gewachsene Kulturlandschaft mit einer großen Vielfalt gut erhaltener und regionaltypischer Siedlungsformen: Rundlinge und Marschhufendörfer, Zeilen-, Straßen- und Gassendörfer sowie Einzelhöfe und Haufendörfer. In kleinen Städten und Dörfern prägen bis heute für die Region  charakteristische Haus- und Hofformen das Erscheinungsbild. Sie tragen mit ihren roten Ziegelsteinen, gebrannt aus Auenlehm, zum Charakter der Landschaft bei. Raritäten wie die einzigen niederdeutschen Hallenhäuser im gesamten Land Brandenburg findet man in der Lenzer Wische.

Diese wertvolle Baukultur zu erhalten, zu pflegen und behutsam zu entwickeln ist eine Aufgabe, der sich das Biosphärenreservat stellt. Bauträger stehen beim Denkmalschutz, bei der Sanierung und der Wahl passender Baumaterialien vor schwierigen Entscheidungen: Oftmals ist es ein Balanceakt zwischen den finanziellen Möglichkeiten, den Ansprüchen an einen modernen Wohnkomfort, den Erfordernissen an die energetische Sanierung sowie an die Bewahrung der Bautradition.

Am Tag des Biosphärenreservats gehen Experten der unteren Denkmalschutzbehörde, Architekten, Historiker und Baufachleute diesen Fragen nach. Interessierte finden Anregungen, Ideen und Beispiele für den Erhalt der regionaltypischen Baukultur in der Prignitz.

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Dr. Jens-Uwe Schade
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