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09.05.2019Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung in Paaren/Glien: Auszeichung der besten Saatbaubetriebe

Paaren/Glien – Die Landesbauernversammlung mit Ministerpräsident Dietmar Woidke und Agrarminister Jörg Vogelsänger auf der 29. Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung im havelländischen Paaren/Glien ist morgen (10. Mai) auch der Rahmen für die Ehrungen als „Ausgezeichneter Saatbaubetrieb des Landes Brandenburg". Die Preisträger des Jahres 2019 kommen aus der Uckermark, Märkisch-Oderland und Elbe-Elster.

Das Ministerium würdigt mit diesem Titel alljährlich die Arbeit der Saatgutbetriebe. Der Preis wird in  Abstimmung mit dem Märkischen Saatgutverband Brandenburg e.V. und dem Landesbauernverband Brandenburg alljährlich im Rahmen der Bauernversammlung vergeben. Mit der Auszeichnung verbunden ist eine Prämie in Höhe von 300 Euroje Betrieb und eine Ehrenplakette „Ausgezeichneter Saatbaubetrieb des Jahres“.

Preisträger

Die Agrar Produkt GmbH Kunow, Kunower Dorfstraße 63, 16303 Schwedt/Oder (Uckermark) ist ein konventionell wirtschaftender Marktfruchtbetrieb mit einer Ackerfläche von 1.000 Hektar und seit sieben Jahren im Vermehrungsanbau aktiv. Auf 160 Hektar Vermehrungsfläche wurden im Jahr 2018 Winterweizen, Wintergerste und Hafer angebaut.

Der familiengeführte Landwirtschaftsbetrieb Hans Joachim Schulz, Neumädewitz 14, 16259 Oderaue (Märkisch-Oderland) vermehrt seit 1990 Saatgut. In diesen Jahren wurden Getreide, Erbsen, Rübsen, Öllein, Gräser und Klee vermehrt. Im vergangenen Jahr wurde Saatgut auf 90 Hektar, etwa 20 Prozent der Ackerfläche produziert.

Die Agrargenossenschaft Frankena e.G., Frankenaer Hauptstraße 5, 03253 Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) wirtschaftet auf einer Gesamtfläche von 1.323 Hektar, davon  935 Hektar Ackerland. Zum Betrieb gehört außerdem eine Milchvieh- und Mutterkuhhaltung. Im vergangenen Jahr wurden auf 66 Hektar Vermehrungsfläche Wintergetreide und Schafschwingel vermehrt. Die im Betrieb integrierte Saatgut GmbH hat sich bei ihrer Gründung im Jahr 2006 der Versorgung der Landwirte Südbrandenburgs mit Z-Saatgut aus der Region verschrieben.

2018 wurden in Brandenburg auf einer Fläche von etwa 13.000 Hektar Vermehrungskultluren angebaut, davon auf etwa 6.800 Hektar Getreide, 3.500 Hektar Gräser und 1.100 Hektar Leguminosen. Damit reduzierte sich die Vermehrungsfläche nach mehreren stabilen Jahren um etwa 1.100 Hektar. Vom Rückgang waren vor allem Wintergetreide und Leguminosen betroffen. Die Fruchtartengruppe der Gräser konnte mit einer erheblichen Erweiterung um 580 Hektar den Rückgang der angemeldeten Vermehrungsfläche im Land Brandenburg abfedern. Auch im vergangen Herbst waren die Bedingungen für die Aussaat schwierig. Inwieweit das Auswirkungen auf den Umfang des Vermehrungsanbaus hatte, lässt sich erst in den kommenden Wochen einschätzen.

Die Häufung von Wetterextremen - in den letzten Jahren vor allem deutlich zu wenige, zeitlich ungünstig verteilte Niederschläge - ist eine Tatsache. Zuchtfortschritt bei Nutzpflanzen ist zunehmend mit der Robustheit der Sorten und deren Fähigkeit, sich an die sich ändernden Umweltbedingungen anzupassen, verknüpft. Vor diesem Hintergrund kommt der regional verankerten Saatgutproduktion große Bedeutung zu.

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