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15.05.2019Insektenforschung im Nationalpark Unteres Odertal

Land Brandenburg unterstützt Insektenforschung im Nationalpark Unteres Odertal

Criewen – Der Nationalpark Unteres Odertal wird in den kommenden Jahren an deutschlandweiten Forschungsvorhaben zur Insektenfauna teilnehmen. Der Nationalpark ist direkt der Naturschutzabteilung des Umweltministeriums zugeordnet. So werden im Unteren Odertal Bestandserhebungen durchgeführt, um Ursachen für den Insektenrückgang zu ermitteln. Untersuchungen zeigen, dass zwischen 1989 und 2015 selbst in geschützten Landschaften die Biomasse bei Fluginsekten um bis zu 75 Prozent zurückgegangen ist.

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Integrative analysis of the influence of pesticides and land use on biodiversity in Germany“ soll die Auswirkungen landwirtschaftlicher Flächennutzung auf die Biodiversität in deutschen Schutzgebieten untersuchen. Dabei wird der Einfluss des ökologischen sowie des konventionellen Landbaus auf die angrenzenden, unter Schutz stehenden Offenlandhabitate, zum Beispiel Trockenrasen, dokumentiert.

Als Untersuchungsgebiete in Brandenburg wurden der Nationalpark Unteres Odertal und das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin ausgewählt. Neben den Insekten werden weitere Indikatorarten wie Kleinsäuger, Fledermäuse beziehungsweise Vegetationsstrukturen erfasst und in Bezug zu potenziellen Einflussfaktoren gesetzt. Das Forschungsvorhaben leitet das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn. Zu den Partnern zählen  das Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) Müncheberg, das Museum für Naturkunde Berlin, das Senckenberg Institut Görlitz sowie der Entomologische Verein Krefeld, das brandenburgische Landesamt für Umwelt.

Das Netzwerk „Long Term Ecological Research“ führt zeitgleich eine langfristige Insekten-Datenerhebung und somit auch eine Ursachenforschung durch. An der ökologischen und ökosystemaren Langzeitforschung sind verschiedene Forschungseinrichtungen sowie Großschutzgebiete beteiligt, mit dem Ziel, die ökologische Forschung in Deutschland zu vereinheitlichen und deren Effizienz zu steigern. Oft werden Auswirkungen auf die Umwelt erst nach Jahrzehnten intensiver Forschung festgestellt. Für das Vorhaben zur dauerhaften Untersuchung der Insekten-Biomasse sowie der Artenvielfalt wurden neben verschiedenen Probeflächen in ganz Deutschland typische Standorte in der Auenlandschaft im Nationalpark Unteres Odertal ausgewählt. Mit ersten Ergebnissen zur Artenvielfalt und Individuenzahl ist in einigen Jahren zu rechnen.

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