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23.05.2019Vogelsänger Bund Deutscher Forstleute: Die Mischung macht´s: Waldschutz durch Waldumbau vorantreiben

Beelitz – Forstminister Jörg Vogelsänger hat heute auf der Tagung des Bundes Deutscher Forstleute Brandenburg-Berlin e.V. in Beelitz zu aktuellen Fragen des Waldschutzes Stellung genommen.

Vogelsänger: „Die überragende Dominanz der Kiefer birgt für den Wald in Brandenburg große Risiken. Wir müssen damit rechnen, dass Klimawandel und Witterungsextreme die Situation weiter verschärfen. Massenvermehrungen von wärmeliebenden Schadinsekten und Waldbrand setzen dem Wald besonders zu.“

Dem Waldschutz kommt in Brandenburg deshalb nach den Worten des Ministers eine besonders große Bedeutung zu: „Mit dem Landeskompetenzzentrum in Eberswalde sind wir in Brandenburg gut aufgestellt. Die Arbeit der Fachleute ist bundesweit und europaweit anerkannt. Erst im letzten Jahr wurde dies in einem Bericht der EU gewürdigt. Die Kommission hat festgestellt, dass unser Waldschutzsystem in Brandenburg vorbildlich ist.“

Auch bei der Überwachung der Wälder zur Brandfrüherkennung ist Brandenburg führend. Das System Fire Watch wird mittlerweile in vielen anderen Bundesländern und weltweit genutzt. Dennoch: Treuenbrietzen erlangte 2018 wegen eines Großbrands an der A 9 bundesweit traurigen Ruhm: Hier gingen im Sommer 334 Hektar Wald verloren. Das war einer der folgeschwersten Waldbrände in Brandenburg der letzten Jahrzehnte.

Nach den Waldbränden im letzten Jahr wurde eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um den Schutz des Waldes weiter zu verbessern. Unter anderem wurden in der Personalbedarfsplanung 36 zusätzliche Stellen ausgewiesen, um die Waldbesitzer bei der Waldbrandvorbeugung zu beraten und der Beantragung von Fördermitteln zu unterstützen.

Jagd ist ein Schlüssel für den Waldumbau

Der Waldumbau, nicht nur im Landeswald, muss durch alle Waldbesitzer vorangebracht werden. Bereits zehn Prozent Mischbaumarten in einem Kiefernwald minimieren das Risiko für eine Massenvermehrung von Schadinsekten erheblich. Diese zehn Prozent müssen natürlich aufwachsen können. Angesichts der hohen Wilddichte in Brandenburg ist dies ein Problem: Jagd ist und bleibt ein Schlüssel für den Waldumbau. 

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