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29.05.201925 Jahre Heinz Sielmann Stiftung

Vogelsänger gratuliert zu 25 Jahren Heinz Sielmann Stiftung

Berlin – Umweltminister Jörg Vogelsänger gratuliert am kommenden Montag (3. Juni) auf der Festveranstaltung in Berlin der Heinz Sielmann Stiftung zu ihrem 25jährigen Bestehen. Die Naturschutzstiftung besitzt in Brandenburg rund 13.200 Hektar. Das Stifterehepaar Inge und Heinz Sielmann waren beide Träger der höchsten brandenburgischen Auszeichnung, des Verdienstordens des Landes Brandenburg (2014 beziehungsweise 2005).

Heinz und Inge Sielmann waren seit Gründung der Stiftung häufige Besucher im Land Brandenburg, nicht nur bei offiziellen Terminen, sondern auch privat, um Landschaft und Natur zu erleben. Letztlich erwuchsen daraus die Ideen und Initiativen für den Erwerb von Naturschutzflächen für die Stiftung. Von dem reichen Erfahrungsschatz des Ehepaars, von dem in vielen Ländern und bei vielen Filmprojekten erworbenen Wissen um die Natur, haben gerade auch in Brandenburg viele Menschen lernen können, vor allem immer dann, wenn es hieß: „Weißt Du noch, Heinz?“ – „Weißt Du noch, Inge?“

Mit steigendem Alter übertrugen beide planmäßig die Verantwortung für die Projekte immer mehr an ihre Stiftung, die heute das Vermächtnis der beiden hochhält und die Naturschutzarbeit fortsetzt.

„Das Engagement der Stiftung ist ein Glücksfall für das Land. Heinz Sielmanns Leitsatz war, Naturschutz als positive Lebensphilosophie zu leben. Genau dies setzt die Stiftung als verlässlicher Partner um“, so Minister Vogelsänger.

Das Land Brandenburg unterstützt Projekte der Stiftung in der aktuellen EU-Förderperiode mit mehr als 6,38 Millionen Euro aus EU-, Bundes- und Landesmitteln.

Wanninchen

Im Jahr 2000 erwarb die Heinz Sielmann Stiftung in der Bergbaufolgelandschaft um Wanninchen bei Luckau 772 Hektar und legte damit den Grundstein für ihr Engagement in Brandenburg. Bis heute ist die Naturlandschaft Wanninchen auf rund 3.300 Hektar Land erweitert worden. Besucher finden dort eine faszinierende Landschaft vor, in der wieder Kraniche und Wildgänse rasten.

Groß Schauen

Eine von Heinz Sielmann besonders geliebte Tierart hat hier ihr natürliches Refugium  - der Fischotter. Auf Vermittlung der Fischer der Fischerei Köllnitz engagierte sich der Nestor des deutschen Tierfilms seit 2001 mit seiner Stiftung noch persönlich auf 2.000 Hektar an der Groß Schauener Seenkette im Naturpark Dahme-Heideseen. Eine kleine Ausstellung erinnert vor Ort daran. Vom Aussichtsturm hat man den Blick über den See. Mit etwas Glück und Geduld sieht man auch Fischadler, Seeadler, Milane kreisen, die hier brüten und ihre Jungen aufziehen. Mit der Naturparkverwaltung wurde ein Lehrpfad erneuert und es werden gemeinsame Veranstaltungen organisiert.

Döberitzer Heide

Ein Schwerpunkt der Stiftungsarbeit ist die Pflege von Offenlandschaften. Neben der Tagebaulandschaft um Wanninchen sind das Flächen auf den ehemaligen Truppenübungsplätzen in der Döberitzer Heide vor den Toren Berlins und Potsdams, der Kyritz-Ruppiner Heide und der Tangersdorfer Heide. Nirgendwo im deutschen Binnenland gibt es heute so große Heideflächen wie im Land Brandenburg, ein Ergebnis der oft sehr langen militärischen Nutzung.

Seit dem Erwerb der Döberitzer Heide 2004 hält die Stiftung hier Przewalski-Pferde und Wisente (ab 2006). 2011 folgte die Einweihung eines Aussichtsturms. Auf 3.600 Hektar, dem 17fachen des Großen Tiergartens in Berlins Mitte, leben heute rund 90 Wisente, 24 Przewalski-Pferde und 90 Rothirsche. Die großen Pflanzenfresser halten mit ihrer Lebensweise den Bewuchs kurz und erhalten damit die wertvolle, unter Naturschutz stehende Landschaft der Döberitzer Heide.

Kyritz-Ruppiner Heide

Mit der Erfahrung aus der Döberitzer Heide wagte die Stiftung im August 2012 den Schritt, 4.000 Hektar des ehemaligen „Bombodroms“, des großen Truppenübungsplatzes in der Kyritz-Ruppiner Heide, zu übernehmen. Auch dort soll wie in der Döberitzer Heide das wertvolle Naturerbe auf bisher munitionsbelasteter Fläche zugänglich gemacht und das Erlebnis der großartigen Heidelandschaft möglich werden. Am Rand der Kyritz-Ruppiner Heide wurde bereits der erste Rastplatz und in diesem Jahr ein Aussichtsturm eröffnet. Auch werden begleitete Kutschfahrten angeboten. Seit 2015 gibt es eine Kooperationsvereinigung zwischen der Stiftung und dem Brandenburger Umweltministerium zur Entwicklung des Gebiets.

Tangersdorfer Heide

2016 hat die Sielmann Stiftung eine Fläche von rund 279 Hektar in der Uckermark von der Brandenburgischen Bodengesellschaft für den Naturschutz erworben. Es handelt sich dabei um einen Teil des ehemaligen Truppenübungsplatzes Tangersdorfer Heide. 116 Hektar davon liegen im Schutzgebiet „Kleine Schorfheide-Havel“. Die Fläche hat eine ideale Lage. Sie schließt die Lücke zwischen dem südöstlich gelegenen Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, der Endmoränenlandschaft bei Ringenwalde und dem nördlich gelegenen Müritz Nationalpark sowie der Feldberger Seenplatte.

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Dr. Jens-Uwe Schade
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