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18.07.20191. Sitzung des Arbeitsstabs „Schwarze Elster“

Erweiterte Vereinbarungen mit dem Vorhabenträger

Potsdam - Am heutigen Vormittag lud das Landesamt für Umwelt die Mitglieder des Arbeitsstabs ein um die Ursachen des Fischsterbens an der Schwarzen Elster zu analysieren und Strategien zur Vermeidung weiterer Störungen des Gewässers festzulegen. Mitglieder des Arbeitsstabs sind: Landesbergbauamt, zuständige Untere Wasserbehörde des Landkreis Elbe-Elster und das Landesamt für Umwelt Brandenburg sowie Vertreter des EUGAL-Bauvorhabens.

Das zweite extreme Trockenjahr in Folge liefert die Rahmenbedingungen für das Fischsterben an der Schwarzen Elster: Sehr niedrige Abflussmengen, hohe Wassertemperaturen und der entgegen der Niederschlagsverhältnisse steigende Grundwasserspiegel im Raum Plessa haben nach einer ersten Einschätzung der Wasserexperten der anwesenden Behörden die negativen Auswirkungen des für die EUGAL-Baustelle gehobenen Grundwassers auf die Schwarze Elster begünstigt. Die der Schwarzen Elster zufließenden Gewässer sind bergbaubedingt stark versauert. In durchschnittlichen Jahren kann die pH-neutrale Schwarze Elster diesen Zufluss kompensieren, sodass das verdünnte Wasser keinen Einfluss auf Fauna und Flora des Flusses hat. Seit Jahresbeginn wurden durch Grundwasserabsenkungen im Bereich der EUGAL-Baustellen zusätzlich drei Millionen Kubikmeter überwiegend saures Grundwasser über den Hammergraben und weitere kleinere Gräben der Schwarzen Elster zugeführt. Welchen Anteil diese zusätzlich zugeführte Wassermenge an dem Fischsterben hatte, konnte kurzfristig nicht eindeutig geklärt werden.

Behörden und Vorhabenträger sind sich einig, dass die anhaltend angespannte Situation ein unverzügliches Handeln erfordert. Ab sofort wird kein gehobenes Grundwasser mit pH-Werten unter sechs direkt in Oberflächengewässer eingeleitet. Wasser mit pH-Werten unter sechs wird auf abgeerntete Felder, auf waldbrandgefährdete Wälder oder andere geeignete Flächen ausgebracht. Damit ein Rückfluss in die Oberflächengewässer vermieden werden kann, verlängert der Auftragnehmer GASCADE die Rohrleitungen auf den Rieselflächen oder legt zum Schutz Verwallungen an. Darüber hinaus wird an der bereits erhöhten Messdichte festgehalten; zudem wurden klare Kommunikationsstrukturen abgesprochen. Zudem hat GASCADE in Aussicht gestellt, sich angemessen an Maßnahmen zur Verbesserung des ökologischen Zustands des Gewässers zu beteiligen.

In drei Wochen wird die EUGAL Baustelle den Brandenburgischen Teil des Einzugsgebiets der Schwarzen Elster verlassen haben. Daher sind alle Beteiligten der Arbeitsgruppe an einer schnellen Problemlösung interessiert.

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MLUL, Referat MB 2
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Dr. Jens-Uwe Schade
Pressesprecher
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