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08.08.2019Vogelsänger: Ökologischer Landbau in Brandenburg soll weiter wachsen

Eberswalde – Anfang Mai hat das Brandenburger Landwirtschaftsministerium sein Maßnahmeprogramm zur Unterstützung der ökologischen Produktion in Brandenburg vorgestellt. Es zieht eine Zwischenbilanz und zeigt Wege zur Unterstützung einer besseren Markterschließung für regionale Bio-Produkte. „Ziel ist insbesondere, den Anteil an ökologischen Frischeprodukten, zum Beispiel Obst, Gemüse und Fleisch sowie Produkten der ersten und zweiten Verarbeitungsstufe, zu erhöhen“, betont Agrarminister Jörg Vogelsänger heute anlässlich einer Exkursion zu Bio-Betrieben in Ostbrandenburg.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen alle Förderbereiche, die für Bio-Betriebe verfügbar sind, etwa die Öko-Förderung, die Europäische Innovationspartnerschaft oder die Absatzförderung und Diversifizierung. Damit soll das Vermarktungspotenzial in Brandenburg und Berlin bestmöglich ausgenutzt werden.

Rückgrat der Öko-Förderung: KULAP Brandenburg

Zunächst erhalten auch Brandenburgs Bio-Bauern alle Unterstützungen, die auch ihre konventionell wirtschaftenden Kollegen im Rahmen der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik beantragen können.

Als Ausgleich für ihren Mehraufwand beziehungsweise wegen der geringeren Ertragserwartung werden Bio-Betriebe darüber hinaus zusätzlich unterstützt.

Die wichtigste Hilfestellung für den ökologischen Landbau ist das Kulturlandschaftsprogramm Brandenburg, weithin unter seinem Kurznamen KULAP bekannt.

Gefördert werden hier Maßnahmen, die besonders die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und den Klimaschutz gewährleisten und unterstützen. Hierzu zählen Bio-Betriebe.

Die Förderung der Einführung und Beibehaltung von ökologischen Anbauverfahren ist das finanziell am höchsten ausgestattete Förderprogramm im KULAP. Es bindet 62 Prozent der KULAP-Mittel in Brandenburg und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung ökologisch wirtschaftender Landwirtschaftsbetriebe.

Seit 2017 hat sich gerade auch deshalb die Antragsfläche im Ökolandbau in nur zwei Jahren um rund 20.600 Hektar erhöht.

Vogelsänger: „Die aktuelle EU-Förderperiode neigt sich zwar dem Ende zu, aber wir werden das Förderprogramm Ökologischer Landbau für umstellungsbereite Landwirtschaftsbetriebe offen halten und auch in diesen Herbst eine Neuantragstellung mit einer Verpflichtung für die nächsten fünf Jahre ermöglichen. Mit Blick auf verbesserte Förderangebote im Rahmen der Markterschließung habe ich die Erwartung, dass mit der neuen EU-Förderperiode ab 2021 eine besondere Unterstützung zur Ausweitung des ökologischen Landbaus möglich ist. Ich werde mich auch dafür einsetzen, dass in der neuen Legislaturperiode eine Ökolandbaustrategie erarbeitet und umgesetzt wird, da der Ökolandbau auch in Brandenburg neue Impulse braucht. Das Maßnahmeprogramm ist ein erster Schritt.“

Fakten und Prognosen

Die im ökologischen Landbau bewirtschaftete Fläche in Brandenburg wächst Jahr für Jahr: Zuletzt auf 162.653 Hektar, die, bezogen auf die gesamte Agrarfläche Brandenburgs, im bundesweiten Vergleich beachtliche 12 Prozent ausmachen. Trotz dieser seit Jahren positiven Entwicklung sollen weitere Anreize geschaffen werden, um auf den wachsenden Bedarf an regionalen Bio-Produkten reagieren zu können.

Dies wird nur gelingen, wenn wie bisher flankierende Förderinstrumente angeboten werden und gleichzeitig über entsprechende Vermarktungsstrategien die Erzeugerkosten in einem erhöhten Maße gedeckt werden. Hierzu gehören eine umfassende Verbraucherinformation und die Öffentlichkeitsarbeit.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen alle Förderbereiche, die für Bio-Betriebe verfügbar sind. Finanzierungsquellen stehen sowohl im Land, beim Bund und über die EU zur Verfügung.

Die Wachstumsprognosen des Ministeriums gehen derzeit davon aus, dass es in Brandenburg möglich ist, den Öko-Flächenanteil bis 2030 auf 20 Prozent zu erhöhen. Denn in den kommenden Jahren wird die Nachfrage für regionale Bio-Produkte weiter steigen.

„Brandenburgs Bauern wollen und werden darauf reagieren. Das Land will ihnen bei dem oft auch schwierigen Umstellungsprozess Hilfestellungen geben“, so der Minister.

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