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Wissen um den Wald

Grünes Klassenzimmer in der Waldbegegnungsstätte Krämer.
Grünes Klassenzimmer in der Waldbegegnungsstätte Krämer.
© Archiv/MLUL

„Weißt Du was ein Wald ist?“ fragte schon Berthold Brecht. Die Antworten sind so verschieden wie die Bäume, die in ihm wachsen – wild, romantisch, dunkel, gepflegt, aufgeräumt, gut für die Gesundheit, gut riechend, alt, schön, unheimlich. Die Reihe der Attribute für den Wald ließe sich endlos fortsetzen.

Aber nur Wenige kennen Baumartenzusammensetzungen, Flächengrößen, Gesundheitszustand oder Holzvorräte, wissen nichts über Tiere und Pflanzen des Waldes. Und die Anzahl der Arbeitsplätze, die es nur in Verbindung mit dem Wald gibt, löst immer wieder Erstaunen aus. Diese und weitere Informationen zu Wald und Forstwirtschaft finden Sie in den folgenden Beiträgen.

„Weißt Du was ein Wald ist?“ fragte schon Berthold Brecht. Die Antworten sind so verschieden wie die Bäume, die in ihm wachsen – wild, romantisch, dunkel, gepflegt, aufgeräumt, gut für die Gesundheit, gut riechend, alt, schön, unheimlich. Die Reihe der Attribute für den Wald ließe sich endlos fortsetzen.

Aber nur Wenige kennen Baumartenzusammensetzungen, Flächengrößen, Gesundheitszustand oder Holzvorräte, wissen nichts über Tiere und Pflanzen des Waldes. Und die Anzahl der Arbeitsplätze, die es nur in Verbindung mit dem Wald gibt, löst immer wieder Erstaunen aus. Diese und weitere Informationen zu Wald und Forstwirtschaft finden Sie in den folgenden Beiträgen.

  • Erste landesweite Waldinventur - es wurde gemessen und gezählt

    „Nur wer den Zustand und Wert des Waldes kennt, kann die richtigen Entscheidungen treffen. Dabei ist nicht nur der wirtschaftliche Wert, sondern auch die Qualität des Waldes als Erholungsraum für den Menschen und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen wichtig.“ (Minister Jörg Vogelsänger)

    Erste landesweite Waldinventur

    Brandenburg hat 2012 die Chance genutzt und, zusätzlich zur alle 10 Jahre stattfindenden Bundeswaldinventur, erstmalig eine landesweite Waldinventur durchgeführt. Um auch für die Landesebene belastbare Zahlen zu bekommen, wurde das Stichprobennetz der Bundeswaldinventur von 4 x 4 Kilometer auf 2 x 2 Kilometer verdichtet und die Aufnahmeintensität erhöht. Von März 2012 bis November 2013 waren 12 Inventurtrupps des Landesbetriebes Forst in Brandenburger Wäldern unterwegs und haben die Daten von rund 300.000 Bäumen erfasst. Es wurden die Höhen und Dicken gemessen, die Baumarten festgestellt, die Verjüngung und das sogenannte Totholz aufgenommen. Die Erhebungen erfolgten an 11.263 Punkten, die fachlich korrekt Waldtraktecken heißen. Die Datenaufbereitung und -auswertung erfolgte durch das Thünen-Institut für Waldökosysteme. Die Ergebnisse sind eine wichtige Grundlage für forstpolitische und forstfachliche Entscheidungen des Landes und dienen darüber hinaus als Gradmesser für eine nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes.

    Waldreiches Brandenburg

    Mit 37,5 Prozent gehört Brandenburg zu den fünf Bundesländern mit dem größten Waldanteil an der Landesfläche. Dieser ist im Süden Brandenburgs mit 43 Prozent am größten und in der Mitte und im Norden mit 34 beziehungsweise 38 Prozent etwas geringer. Auf jeden Brandenburger Bürger entfallen rund 4.500 Quadratmeter Waldfläche. Trotz hoher Inanspruchnahme von Waldflächen für Infrastrukturmaßnahmen und Braunkohletagebaue haben Aufforstungsmaßnahmen dafür gesorgt, dass die Waldfläche sich nicht verringert.

    Wald überwiegend in privater Hand

    Knapp zwei Drittel sind in Brandenburg Privatwald. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 48 Prozent. Der private Waldbesitzer hat damit für den Wald in Brandenburg eine große Verantwortung. Eine effektive Bewirtschaftung wird oft durch den kleinteiligen Waldbesitz erschwert. So ist 40 Prozent des privaten Waldbesitzes kleiner 20 Hektar. Das Land unterstützt die Waldbesitzer mit Fördermitteln sowie Rat und Anleitung. 32 Prozent des Waldes ist in öffentlicher Hand von Land und Bund. Der Kommunalwald hat nur einen Anteil von 7 Prozent.

    Brandenburg ist Kiefernland

    Brandenburg ist das Kiefernland Nummer 1. 31 Prozent der Kiefernfläche Deutschlands befindet sich in Brandenburg. Mit 70 Prozent nehmen Kiefern die mit Abstand größte Fläche ein. 7 Prozent sind Eiche und 3 Prozent Buche. Die restlichen 20 Prozent verteilen sich auf andere Laub- und Nadelbaumarten. Auch in der Baumartenverteilung gibt es regionale Unterschiede. Während in Nordbrandenburg der Laubholzanteil mit 30 Prozent am höchsten ist, liegt er in Südbrandenburg nur bei 19 Prozent. Drei Viertel aller Buchenbestände Brandenburgs befinden sich im Norden des Landes.

    Waldumbau ist weiterhin wichtig

    Insgesamt liegt der Laubholzanteil zu Zeit bei 26 Prozent. Anders sieht es bei den Folgegenerationen aus. Bei den jungen Bäumen bis 20 Jahren nimmt der Laubholzanteil bereits 54 Prozent der Waldfläche ein. Das Generationenprogramm „Waldumbau“ zeigt erste Erfolge, wird aber noch viele Jahre in Anspruch nehmen. In den großen Kieferngebieten besteht eine hohe Gefährdung durch Waldbrand und Insektenkalamitäten. Am Waldumbau geht deshalb kein Weg vorbei.

    Waldverjüngung ist durch Wildverbiss erschwert

    Durch den Wildverbiss an den jungen Bäumen ist die Verjüngung des Waldes oft gefährdet. Mit 44,6 Prozent ist fast die Hälfte (44,6 %) der jungen Pflanzen durch Verbiss geschädigt. Brandenburg nimmt damit einen unrühmlichen Spitzenplatz im Bundesvergleich ein. Insbesondere die für den Waldumbau wichtigen Laubbaumarten sind stark gefährdet. Abhilfe konnte in der Vergangenheit bisher nur ein Zaun schaffen. Rund 4 Prozent (das sind 40.500 Hektar) der Verjüngungsflächen waren zum Zeitpunkt der Erhebung gezäunt.

    Holzvorräte im Bundesvergleich niedrig

    Wie viel Holz im Wald wächst ist in erster Linie von natürlichen Gegebenheiten wie Boden und Niederschlag abhängig. Die Waldböden in Brandenburg sind durch arme Sandstandorte geprägt, die kaum Wasser speichern können. Brandenburg zählt mit mittleren Niederschlägen, die durchschnittlich unter 600 Millimeter liegen, zu den trockensten Gebieten in Deutschland. Aber auch von der Baumart und vom Alter der Bäume ist der Holzvorrat abhängig. Die höchsten Holzvorräte pro Hektar verzeichnen die Buchenflächen mit 372 Kubikmetern. Dagegen stehen auf den Kiefernflächen im Durchschnitt nur 287 Kubikmeter pro Hektar. Im Bundesvergleich ist Brandenburg mit 272 Kubikmetern pro Hektar Schlusslicht bei den Holzvorräten.

    „Nur wer den Zustand und Wert des Waldes kennt, kann die richtigen Entscheidungen treffen. Dabei ist nicht nur der wirtschaftliche Wert, sondern auch die Qualität des Waldes als Erholungsraum für den Menschen und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen wichtig.“ (Minister Jörg Vogelsänger)

    Erste landesweite Waldinventur

    Brandenburg hat 2012 die Chance genutzt und, zusätzlich zur alle 10 Jahre stattfindenden Bundeswaldinventur, erstmalig eine landesweite Waldinventur durchgeführt. Um auch für die Landesebene belastbare Zahlen zu bekommen, wurde das Stichprobennetz der Bundeswaldinventur von 4 x 4 Kilometer auf 2 x 2 Kilometer verdichtet und die Aufnahmeintensität erhöht. Von März 2012 bis November 2013 waren 12 Inventurtrupps des Landesbetriebes Forst in Brandenburger Wäldern unterwegs und haben die Daten von rund 300.000 Bäumen erfasst. Es wurden die Höhen und Dicken gemessen, die Baumarten festgestellt, die Verjüngung und das sogenannte Totholz aufgenommen. Die Erhebungen erfolgten an 11.263 Punkten, die fachlich korrekt Waldtraktecken heißen. Die Datenaufbereitung und -auswertung erfolgte durch das Thünen-Institut für Waldökosysteme. Die Ergebnisse sind eine wichtige Grundlage für forstpolitische und forstfachliche Entscheidungen des Landes und dienen darüber hinaus als Gradmesser für eine nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes.

    Waldreiches Brandenburg

    Mit 37,5 Prozent gehört Brandenburg zu den fünf Bundesländern mit dem größten Waldanteil an der Landesfläche. Dieser ist im Süden Brandenburgs mit 43 Prozent am größten und in der Mitte und im Norden mit 34 beziehungsweise 38 Prozent etwas geringer. Auf jeden Brandenburger Bürger entfallen rund 4.500 Quadratmeter Waldfläche. Trotz hoher Inanspruchnahme von Waldflächen für Infrastrukturmaßnahmen und Braunkohletagebaue haben Aufforstungsmaßnahmen dafür gesorgt, dass die Waldfläche sich nicht verringert.

    Wald überwiegend in privater Hand

    Knapp zwei Drittel sind in Brandenburg Privatwald. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 48 Prozent. Der private Waldbesitzer hat damit für den Wald in Brandenburg eine große Verantwortung. Eine effektive Bewirtschaftung wird oft durch den kleinteiligen Waldbesitz erschwert. So ist 40 Prozent des privaten Waldbesitzes kleiner 20 Hektar. Das Land unterstützt die Waldbesitzer mit Fördermitteln sowie Rat und Anleitung. 32 Prozent des Waldes ist in öffentlicher Hand von Land und Bund. Der Kommunalwald hat nur einen Anteil von 7 Prozent.

    Brandenburg ist Kiefernland

    Brandenburg ist das Kiefernland Nummer 1. 31 Prozent der Kiefernfläche Deutschlands befindet sich in Brandenburg. Mit 70 Prozent nehmen Kiefern die mit Abstand größte Fläche ein. 7 Prozent sind Eiche und 3 Prozent Buche. Die restlichen 20 Prozent verteilen sich auf andere Laub- und Nadelbaumarten. Auch in der Baumartenverteilung gibt es regionale Unterschiede. Während in Nordbrandenburg der Laubholzanteil mit 30 Prozent am höchsten ist, liegt er in Südbrandenburg nur bei 19 Prozent. Drei Viertel aller Buchenbestände Brandenburgs befinden sich im Norden des Landes.

    Waldumbau ist weiterhin wichtig

    Insgesamt liegt der Laubholzanteil zu Zeit bei 26 Prozent. Anders sieht es bei den Folgegenerationen aus. Bei den jungen Bäumen bis 20 Jahren nimmt der Laubholzanteil bereits 54 Prozent der Waldfläche ein. Das Generationenprogramm „Waldumbau“ zeigt erste Erfolge, wird aber noch viele Jahre in Anspruch nehmen. In den großen Kieferngebieten besteht eine hohe Gefährdung durch Waldbrand und Insektenkalamitäten. Am Waldumbau geht deshalb kein Weg vorbei.

    Waldverjüngung ist durch Wildverbiss erschwert

    Durch den Wildverbiss an den jungen Bäumen ist die Verjüngung des Waldes oft gefährdet. Mit 44,6 Prozent ist fast die Hälfte (44,6 %) der jungen Pflanzen durch Verbiss geschädigt. Brandenburg nimmt damit einen unrühmlichen Spitzenplatz im Bundesvergleich ein. Insbesondere die für den Waldumbau wichtigen Laubbaumarten sind stark gefährdet. Abhilfe konnte in der Vergangenheit bisher nur ein Zaun schaffen. Rund 4 Prozent (das sind 40.500 Hektar) der Verjüngungsflächen waren zum Zeitpunkt der Erhebung gezäunt.

    Holzvorräte im Bundesvergleich niedrig

    Wie viel Holz im Wald wächst ist in erster Linie von natürlichen Gegebenheiten wie Boden und Niederschlag abhängig. Die Waldböden in Brandenburg sind durch arme Sandstandorte geprägt, die kaum Wasser speichern können. Brandenburg zählt mit mittleren Niederschlägen, die durchschnittlich unter 600 Millimeter liegen, zu den trockensten Gebieten in Deutschland. Aber auch von der Baumart und vom Alter der Bäume ist der Holzvorrat abhängig. Die höchsten Holzvorräte pro Hektar verzeichnen die Buchenflächen mit 372 Kubikmetern. Dagegen stehen auf den Kiefernflächen im Durchschnitt nur 287 Kubikmeter pro Hektar. Im Bundesvergleich ist Brandenburg mit 272 Kubikmetern pro Hektar Schlusslicht bei den Holzvorräten.

  • Ergebnisse der 3. Bundeswaldinventur

    Das Bundeswaldgesetz fordert eine bundesweite forstliche Großrauminventur, die einen Gesamtüberblick über Waldverhältnisse und forstwirtschaftliche Daten ermöglicht. Mit den so gewonnenen Daten können neueste Informationen über den Waldzustand errechnet werden. Dafür vermaßen und erfassten die Forstleute in den Jahren 2011 und 2012 Brandenburgs Wälder an 2.864 Standorten. Diese Anzahl ergibt sich einem Raster von 4 x 4 Kilometern, das über die gesamte Bundesrepublik gelegt wurde.

    Wald

    In Brandenburg befinden sich 10 Prozent aller deutschen Wälder. 905 Millionen Bäume wachsen auf einer Fläche von rund 1,1 Millionen Hektar. Statistisch gesehen entfallen auf jeden Brandenburger 4.490 Quadratmeter Wald. Brandenburg ist mit einem Anteil von 70 Prozent Kiefern Spitzenreiter in Deutschland, der Bundesdurchschnitt liegt bei 22 Prozent.

    Wild

    Einen traurigen Spitzenplatz nimmt Brandenburg mit 52,2 Prozent bei den durch Wild geschädigten Jungbäumen ein. Um den jungen Pflanzen eine Chance zu geben, sind rund 40.000  Hektar zum Schutz gegen Wild eingezäunt. Betroffen sind 71 Prozent aller Laubbäume bis zum Alter von 20 Jahren.

    Holz

    In jeder Minute wachsen in Brandenburg 20 Kubikmeter Holz nach, der heimische Holzvorrat steigt jährlich um 10,4 Millionen Kubikmeter. Eingeschlagen werden davon aber nur 5.5 Millionen Kubikmeter, das heißt, nur 53 Prozent des Zuwachses werden genutzt. Das zeigt die Nachhaltigkeit der Holznutzung in Brandenburgs Wäldern über alle Besitzarten.

    Das Bundeswaldgesetz fordert eine bundesweite forstliche Großrauminventur, die einen Gesamtüberblick über Waldverhältnisse und forstwirtschaftliche Daten ermöglicht. Mit den so gewonnenen Daten können neueste Informationen über den Waldzustand errechnet werden. Dafür vermaßen und erfassten die Forstleute in den Jahren 2011 und 2012 Brandenburgs Wälder an 2.864 Standorten. Diese Anzahl ergibt sich einem Raster von 4 x 4 Kilometern, das über die gesamte Bundesrepublik gelegt wurde.

    Wald

    In Brandenburg befinden sich 10 Prozent aller deutschen Wälder. 905 Millionen Bäume wachsen auf einer Fläche von rund 1,1 Millionen Hektar. Statistisch gesehen entfallen auf jeden Brandenburger 4.490 Quadratmeter Wald. Brandenburg ist mit einem Anteil von 70 Prozent Kiefern Spitzenreiter in Deutschland, der Bundesdurchschnitt liegt bei 22 Prozent.

    Wild

    Einen traurigen Spitzenplatz nimmt Brandenburg mit 52,2 Prozent bei den durch Wild geschädigten Jungbäumen ein. Um den jungen Pflanzen eine Chance zu geben, sind rund 40.000  Hektar zum Schutz gegen Wild eingezäunt. Betroffen sind 71 Prozent aller Laubbäume bis zum Alter von 20 Jahren.

    Holz

    In jeder Minute wachsen in Brandenburg 20 Kubikmeter Holz nach, der heimische Holzvorrat steigt jährlich um 10,4 Millionen Kubikmeter. Eingeschlagen werden davon aber nur 5.5 Millionen Kubikmeter, das heißt, nur 53 Prozent des Zuwachses werden genutzt. Das zeigt die Nachhaltigkeit der Holznutzung in Brandenburgs Wäldern über alle Besitzarten.

  • Der Landeswaldbericht 2013 bis 2015

    Im Berichtszeitraum haben die Waldbesitzer und die Beschäftigten der Forstwirtschaft wieder vielfältige Leistungen für den Wald und die Gesellschaft erbracht. Dazu gehörte neben der Bewirtschaftung des Waldes vor allem die Befriedigung der zunehmenden Bedürfnisse an den Wald allgemein. Saubere Luft,  Rückzugsraum für bedrohte Arten, Erholungsraum für tausende Menschen, Rohstoffquelle und Energielieferant - alle diese Leistungen kann der Wald nur erbringen, weil er von fachkundigem Personal betreut wird.

    Der Landeswaldbericht enthält Aussagen zur wirtschaftlichen Entwicklung der Forstwirtschaft in den Jahren 2013 bis 2015 sowie zu den Arbeitsschwerpunkten Waldumbau, Auswertung der dritten Bundeswaldinventur und Waldschutzmonitoring.

    Im Berichtszeitraum haben die Waldbesitzer und die Beschäftigten der Forstwirtschaft wieder vielfältige Leistungen für den Wald und die Gesellschaft erbracht. Dazu gehörte neben der Bewirtschaftung des Waldes vor allem die Befriedigung der zunehmenden Bedürfnisse an den Wald allgemein. Saubere Luft,  Rückzugsraum für bedrohte Arten, Erholungsraum für tausende Menschen, Rohstoffquelle und Energielieferant - alle diese Leistungen kann der Wald nur erbringen, weil er von fachkundigem Personal betreut wird.

    Der Landeswaldbericht enthält Aussagen zur wirtschaftlichen Entwicklung der Forstwirtschaft in den Jahren 2013 bis 2015 sowie zu den Arbeitsschwerpunkten Waldumbau, Auswertung der dritten Bundeswaldinventur und Waldschutzmonitoring.

  • Waldzustandsbericht 2018 - Waldzustand weiterhin gut

    Schäden durch Waldbrände, Stürme und Dürre

    Die Wälder Brandenburgs hatten 2018 mit Stürmen, Schädlingen, Trockenheit und Waldbränden zu kämpfen. Trotz der Witterungsextreme ist der Waldzustand insgesamt noch als gut zu bezeichnen. Das gesamte Ausmaß der Schäden wird wohl erst im nächsten Jahr sichtbar werden. Für die von den Waldbränden betroffenen Waldbesitzer stellt das Land Brandenburg Fördermittel bereit, um sie bei der Wiederaufforstung der Brandflächen zu unterstützen.

    Waldbrandjahr 2018

    Die Waldbrände dieses Jahres verursachten in Brandenburg massive Waldverluste und Schäden. Von insgesamt 489 Waldbränden, die auf einer Fläche von 1.655 Hektar wüteten, entfielen rund 90 Prozent (1.460 Hektar) auf 11 Großbrände. Betroffen waren Waldbesitzer aller Eigentumsformen. Sie werden vom Land Brandenburg durch Beratung und die Bereitstellung von Fördermitteln bei der Wiederaufforstung der geschädigten Waldflächen unterstützt.

    Zunehmende Gefahr durch Klimaveränderungen

    Die Gefahr für den Wald ist durch die Klimaveränderungen und die Wuchsbedingungen in Brandenburg groß. In diesem Jahr haben Waldbrände und die Trockenheit den Wald zusätzlich geschädigt und ihn anfälliger für pilzliche Schaderreger und Insekten gemacht. Auch die letzten Stürme haben dem Wald zugesetzt. Mehr als eine Million Kubikmeter Sturmholz sind im letzten und in diesem Jahr durch umgeworfene und abgeknickte Bäume angefallen.

    Biotische Schäden

    Die biotischen Schäden insgesamt sind zwar zurückgegangen, haben sich jedoch bei Eiche und sonstigem Laubholz erhöht. Es ist davon auszugehen, dass die Wechselwirkungen zwischen durch Trockenheit geschwächten Bümen und dem Anstieg blattfressender Insekten das beobachtete Schadausmaß prägten.

    Hauptergebnisse

    Gegenwärtig weisen 11 Prozent der Waldfläche deutliche Schäden auf. Das sind zwei Prozent mehr als im letzten Jahr. 45 Prozent sind ohne Schäden. Während bei der Eiche ein ähnlich schlechter Zustand wie 2003 festgestellt wurde, zeigten sich bei der Kiefer bisher kaum Auswirkungen der Witterungsextreme. Der Anteil ohne Schäden ist um drei Prozentpunkte zurückgegangen und liegt jetzt bei 48 Prozent. Nur sechs Prozent weisen deutliche Schäden auf.

    Bei der Kiefer wird der Kronenzustandsindex noch mit „sehr gut“ bewertet. Bei der Eiche haben die deutlichen Schäden in diesem Jahr um 15 Prozent zugenommen und liegen jetzt bei 37 Prozent. Nur 16 Prozent der Eichen sind gegenwärtig als gesund einzustufen. Der Zustand der Eichen gilt als „beeinträchtigt“.

    Da die Waldzustandsdaten bereits im Juli und August erhoben werden, können sie nur einen Zwischenstand abbilden. Erst die Ergebnisse der nächsten Waldzustandserhebung werden zeigen, wie sich der Waldzustand tatsächlich entwickelt. Es wird damit gerechnet, dass er sich in Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen im nächsten Jahr noch verschlechtern wird.

    Schäden durch Waldbrände, Stürme und Dürre

    Die Wälder Brandenburgs hatten 2018 mit Stürmen, Schädlingen, Trockenheit und Waldbränden zu kämpfen. Trotz der Witterungsextreme ist der Waldzustand insgesamt noch als gut zu bezeichnen. Das gesamte Ausmaß der Schäden wird wohl erst im nächsten Jahr sichtbar werden. Für die von den Waldbränden betroffenen Waldbesitzer stellt das Land Brandenburg Fördermittel bereit, um sie bei der Wiederaufforstung der Brandflächen zu unterstützen.

    Waldbrandjahr 2018

    Die Waldbrände dieses Jahres verursachten in Brandenburg massive Waldverluste und Schäden. Von insgesamt 489 Waldbränden, die auf einer Fläche von 1.655 Hektar wüteten, entfielen rund 90 Prozent (1.460 Hektar) auf 11 Großbrände. Betroffen waren Waldbesitzer aller Eigentumsformen. Sie werden vom Land Brandenburg durch Beratung und die Bereitstellung von Fördermitteln bei der Wiederaufforstung der geschädigten Waldflächen unterstützt.

    Zunehmende Gefahr durch Klimaveränderungen

    Die Gefahr für den Wald ist durch die Klimaveränderungen und die Wuchsbedingungen in Brandenburg groß. In diesem Jahr haben Waldbrände und die Trockenheit den Wald zusätzlich geschädigt und ihn anfälliger für pilzliche Schaderreger und Insekten gemacht. Auch die letzten Stürme haben dem Wald zugesetzt. Mehr als eine Million Kubikmeter Sturmholz sind im letzten und in diesem Jahr durch umgeworfene und abgeknickte Bäume angefallen.

    Biotische Schäden

    Die biotischen Schäden insgesamt sind zwar zurückgegangen, haben sich jedoch bei Eiche und sonstigem Laubholz erhöht. Es ist davon auszugehen, dass die Wechselwirkungen zwischen durch Trockenheit geschwächten Bümen und dem Anstieg blattfressender Insekten das beobachtete Schadausmaß prägten.

    Hauptergebnisse

    Gegenwärtig weisen 11 Prozent der Waldfläche deutliche Schäden auf. Das sind zwei Prozent mehr als im letzten Jahr. 45 Prozent sind ohne Schäden. Während bei der Eiche ein ähnlich schlechter Zustand wie 2003 festgestellt wurde, zeigten sich bei der Kiefer bisher kaum Auswirkungen der Witterungsextreme. Der Anteil ohne Schäden ist um drei Prozentpunkte zurückgegangen und liegt jetzt bei 48 Prozent. Nur sechs Prozent weisen deutliche Schäden auf.

    Bei der Kiefer wird der Kronenzustandsindex noch mit „sehr gut“ bewertet. Bei der Eiche haben die deutlichen Schäden in diesem Jahr um 15 Prozent zugenommen und liegen jetzt bei 37 Prozent. Nur 16 Prozent der Eichen sind gegenwärtig als gesund einzustufen. Der Zustand der Eichen gilt als „beeinträchtigt“.

    Da die Waldzustandsdaten bereits im Juli und August erhoben werden, können sie nur einen Zwischenstand abbilden. Erst die Ergebnisse der nächsten Waldzustandserhebung werden zeigen, wie sich der Waldzustand tatsächlich entwickelt. Es wird damit gerechnet, dass er sich in Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen im nächsten Jahr noch verschlechtern wird.

Weltweit wird darüber nachgedacht, wie die nachhaltige Entwicklung der Wälder in der Praxis umgesetzt werden kann. Denn das Multitalent Wald vereinigt in sich viele Funktionen und seine Erhaltung ist für das Überleben unserer Erde ohne Alternative. Wald reinigt Luft und Wasser, mindert den Treibhauseffekt, ist Lebensraum vieler Arten, Rohstoff- und Energielieferant. Er bietet Arbeitsplätze und der Mensch findet in ihm Ruhe und Erholung. Deshalb müssen die Ansprüche der Gesellschaft und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder noch besser in Übereinstimmung gebracht werden.

Vor allem bei den Herausforderungen des Klimawandels müssen wir über unseren brandenburgischen Tellerrand hinausschauen. Nur gemeinsam mit anderen Bundesländern und Staaten können die Fachleute wirksame Strategien für eine gesicherte Zukunft unserer Wälder entwickeln und politische Entscheidungsträger bei ihren Voten unterstützen.

Weltweit wird darüber nachgedacht, wie die nachhaltige Entwicklung der Wälder in der Praxis umgesetzt werden kann. Denn das Multitalent Wald vereinigt in sich viele Funktionen und seine Erhaltung ist für das Überleben unserer Erde ohne Alternative. Wald reinigt Luft und Wasser, mindert den Treibhauseffekt, ist Lebensraum vieler Arten, Rohstoff- und Energielieferant. Er bietet Arbeitsplätze und der Mensch findet in ihm Ruhe und Erholung. Deshalb müssen die Ansprüche der Gesellschaft und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder noch besser in Übereinstimmung gebracht werden.

Vor allem bei den Herausforderungen des Klimawandels müssen wir über unseren brandenburgischen Tellerrand hinausschauen. Nur gemeinsam mit anderen Bundesländern und Staaten können die Fachleute wirksame Strategien für eine gesicherte Zukunft unserer Wälder entwickeln und politische Entscheidungsträger bei ihren Voten unterstützen.

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Forst
 

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Abteilung 3 - Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Forsten
Abteilung:
Referat 35
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Martina Böhme
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martina.boehme@­mlul.brandenburg.de
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