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Mehr Bio - Maßnahmeprogramm

Bio-Produkte
Bio-Produkte
© Offergeld/MLUL

Unterstützung der ökologischen Produktion

Ökomodellregionen aktiv mitgestalten

Wir wollen Ökomodellregionen in Brandenburg etablieren. Ökomodellregionen sind Bündnisse für den Ökolandbau. Das können Partner aus der Stadt oder dem Landkreis, aus Kommunen, aber auch einzelne Landkreise sein. Ziel von Ökomodellregionen ist, einerseits den Anteil an Ökoflächen zu erhöhen und andererseits Verbraucherinnen und Verbrauchern mehr regionale Bioprodukte anzubieten. Für Bio-Hersteller ergibt sich daraus eine zusätzliche regionale Operationsbasis, um betriebs- und produktübergreifend gemeinsam zu vermarkten, Arbeitsplätze zu sichern beziehungsweise neu zu schaffen. Um regionale Wertschöpfungsketten aufzubauen, sind Ökomodellregionen eine gute Hilfe. So gilt es, Verarbeiter von den Vorteilen einer direkten Kooperation mit Erzeugern im Umfeld zu überzeugen, auch wenn höhere Aufwendungen durch zum Beispiel höhere Preise entstehen.

Das Landwirtschaftsministerium wird ab 2020 einen Wettbewerb „Ökomodellregionen Brandenburg“ ausloben, in dem Regionen entsprechende „MasterPläne“ einreichen können. Diese sollen eigene Vorschläge für die Entwicklung und Vernetzung der Akteure enthalten. Eine Jury bewertet die Pläne. Die drei Erstplatzierten sollen mit einem Preisgeld eine Starthilfe für die Umsetzung von Vorhaben aus den Plänen nutzen können.

Demonstrationsbetriebe zeigen wie es geht

Im Programmteil „Demonstrationsbetriebe“ des Bundesprogramms „Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)“ sind auch Ökobetriebe aus Brandenburg beteiligt. Hier besteht die Möglichkeit, vorbildliche Ökobetriebe näher kennenzulernen. Zurzeit (Stand:03. Mai 2019) gibt es in Brandenburg 13 Bio-Demonstrationsbetriebe. Die Liste ist im Informationsportal Ökolandbau abrufbar. Im Rahmen der Umsetzung des Tierschutzplans sollen auch Konsultationsbetriebe für die ökologische Produktion eingerichtet werden. Der Berufsstand und die Ökoverbände können im Rahmen der Verbändeförderung Unterstützung bei der Durchführung regionaler Veranstaltungen erhalten.

Woche des Ökologischen Landbaus als Schaufenster und Ideenpool

Zusammen mit den ökologischen Landbauverbänden, dem Berufsstand und der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) organisiert das Landwirtschaftsministerium eine jährliche Themenwoche des ökologischen Landbaus. Hierbei sollen das Cluster Ernährungswirtschaft, der Verband pro agro e.V. und die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin Brandenburg e.V. (FÖL) eingebunden werden. Landesweit soll in dieser Woche über verschiedene Veranstaltungen, Betriebsbesichtigungen oder Produktverkostungen die Leistungsfähigkeit und Vielfalt des ökologischen Landbaus erlebbar werden. In diesem Rahmen wird auch der jährliche Tag des ökologischen Landbaus als Fachveranstaltung vom Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) unter anderen zu den Themen Düngung, Ergebnisse der Landessortenversuche, Tierhaltung (zum Beispiel Vorstellung der Demonstrationsbetriebe) sowie ökologischer Gartenbau durchgeführt. Eine Einbindung von jungen Start-up-Unternehmen beziehungsweise ein Gründertreffen wird in diesem Rahmen angestrebt.

Bildung und Weiterbildung, die Investition in die Zukunft

Die Betriebe des ökologischen Landbaus können in den anerkannten Ausbildungsberufen Landwirt/in, Tierwirt/in, Fachkraft Agrarservice oder Gärtner/in eigene Fachkräfte ausbilden, auch wenn es kein spezifisches Berufsbild für eine Ausbildung im ökologischen Landbau gemäß Berufsbildungsgesetz gibt. Die Anerkennung als Ausbildungsbetrieb ökologisch wirtschaftender Unternehmen erfolgt durch die Zuständige Stelle für berufliche Bildung (LELF).

Darüber hinaus besteht in Brandenburg die Möglichkeit einer Hochschulausbildung auf dem Gebiet des ökologischen Landbaus. Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) bietet den Bachelor-Studiengang Ökolandbau und Vermarktung sowie den Masterstudiengang Öko-Agrarmanagement an. Auch ein Duales Studium Ökolandbau und Vermarktung ist möglich. Das heißt, neben dem Studium wird eine landwirtschaftliche Berufsausbildung absolviert. Weiterbildungsmaßnahmen, Exkursionen und Betriebsbesuche sind im Rahmen der Richtlinie „Ländliche Berufsbildung“ förderfähig. Neue Initiativen des Berufsstandes sollen unterstützt werden.

Das Land wird die Ergebnisse des Bundesprojekts „Status-quo-Analyse und Erarbeitung von Handlungsoptionen zur stärkeren Integration des ökologischen Landbaus in der beruflichen Bildung im Berufsbild Landwirt/in, Gärtner/in und Winzer/in“ auswerten und im Rahmen der Strategie weitere Umsetzungsmöglichkeiten prüfen. Die Bio-Branche ist aufgerufen, mit der Brandenburgischen Landwirtschaftsakademie in der Heimvolkshochschule am Seddiner See Ideen und Angebote zu entwickeln.

Europäische Innovationspartnerschaft als Motor der Entwicklung

Die Europäische Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit EIP-AGRI“ ist das erstmals in der laufenden Förderperiode verfügbare Förderinstrument zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktivität und Nachhaltigkeit. Der Förderansatz hat sich bewährt. Gerade auch im Bio-Bereich ist die Nachfrage groß.

Im Bereich Ökolandbau werden derzeit die Projekte „Ökoschwein - Optimierung der ökologischen Schweine-/Sauenhaltung in Brandenburg durch Innovation im Bereich Haltung und Fütterung“ mit einem Mittelumfang von 1.083.804 Euro (Projektlaufzeit 13. Juni 2016 – 12. Juni 2021) sowie „Biogemüse - Aufbau koordinierter Wertschöpfungsketten für regionales Biogemüse aus Brandenburg“ mit einem Mittelumfang von 1.327.924 Euro (Projektlaufzeit 1. Januar 2018 – 31. Dezember 2022) gefördert. Eine aktive Öffentlichkeitsarbeit macht die Ergebnisse der Projekte für den Wissenstransfer zugänglich und kann auch im Rahmen der Weiterbildungsangebote genutzt werden. Das Landwirtschaftsministerium setzt sich dafür ein, dass diese Innovationspartnerschaften auch in der neuen EU-Förderperiode nach 2020 verfügbar bleiben und angemessen mit EU- und Landesmitteln ausgestattet werden.

Gemeinsamkeit stärken, neue Ideen umsetzen

Die Maßnahmen nach der Richtlinie zur „Förderung der Zusammenarbeit für eine markt- und standortangepasste Landbewirtschaftung sowie für nachhaltige Landnutzung und Betriebsführung“ dienen unter anderen der Stärkung kooperativer Strukturen und dem Wissenstransfer zur Eindämmung des Klimawandels oder der Anpassung an dessen Auswirkungen sowie zum Ressourcenschutz durch gemeinsame Erarbeitung und Umsetzung von Konzepten, Strategien und Umweltprojekten. Gegenwärtig (Stand: 3. Juni 2019) werden unter anderem vier Projekte mit Bezug zur ökologischen Landwirtschaft bearbeitet. Das Fördervolumen beträgt rund 2 Millionen Euro. Dabei geht es zum Beispiel um die Gründung einer Öko-Erzeugergemeinschaft für Eier aus mobiler Hühnerhaltung und die Entwicklung eines Modells zur einzelbetrieblichen Naturschutzberatung. Die Projekte werden im Zeitraum 2018 bis 2022 durchgeführt.

Die Ergebnisse der Projekte sollen in der zukünftigen Öko-Strategie berücksichtigt werden. Dieser Förderansatz, der in besonderem Maß darauf ausgerichtet ist, dass Landwirtschaft und Ökologie gemeinsame Handlungsansätze erarbeiten und umsetzen, soll auch in der neuen Förderperiode weitergeführt werden.

Beratungsrichtlinie für Bio-Betriebe verfügbar halten

Im Rahmen der Förderung landwirtschaftlicher Beratungsdienstleistungen werden Themen rund um die landwirtschaftliche und gartenbauliche Produktion angeboten.

Ein Schwerpunkt der Förderung ist die Beratung zur Verbesserung des Umwelt-, Natur- und Klima-schutzes. Innerhalb dieses Schwerpunktes kann die Beratung zur Umstellung auf ökologische Bewirtschaftungsverfahren gefördert werden. Betriebe, die bereits ökologisch wirtschaften, können sich im Rahmen der Förderung zur Optimierung von Tierhaltung, Pflanzen- und Gartenbau sowie Betriebsmanagement und Vermarktung beraten lassen. Diese Fördermaßnahme wurde im Jahr 2018 neu eingeführt. Das Landwirtschaftsministerium plant, die Beratungsrichtlinie zu evaluieren und diese gegebenfalls anzupassen.

Einzelbetriebliche Investitionen stärken die Marktposition

Die Förderung von einzelbetrieblichen Investitionen richtet sich an alle landwirtschaftlichen Unternehmen. Das Landwirtschaftsministerium wird die Förderung dahin gehend überprüfen, ob noch spezielle Technik, die insbesondere im ökologischen Landbau verwendet wird, bei der Förderung berücksichtigt werden kann. Auf die zusätzliche Förderung für Unternehmen des Gartenbaus wird explizit verwiesen. 

KULAP als Rückgrat der Förderung des ökologischen Landbaus

Die Förderung der Einführung und Beibehaltung von ökologischen Anbauverfahren ist das finanziell am höchsten ausgestattete Förderprogramm im Kulturlandschaftsprogramm Brandenburg (KULAP). Es bindet 61 Prozent der KULAP-Mittel im Land und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung ökologisch wirtschaftender Landwirtschaftsbetriebe. Hier wird das Land absichern, dass keine Förderlücken in Bezug auf den Beginn der neuen EU-Förderperiode entstehen. In diesem Zusammenhang werden für die nächste Förderperiode die Fördersätze für ökologisch erzeugtes Obst und Gemüse sowie die Umstellungs- und Beibehaltungsprämie mit dem Ziel überprüft, den Anteil der Ökoanbaufläche weiter zu steigern.

Seit 2017 hat sich die Antragsfläche im Ökolandbau in nur zwei Jahren um fast 20.000 Hektar erhöht. Die tatsächliche Förderfläche kann davon in Abhängigkeit vom Ergebnis der Verwaltungskontrollen noch etwas abweichen. Zur Einkommensstützung in den Ökobetrieben tragen auch die flächenbezogenen Direktzahlungen und die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete bei.

Ökomodellregionen aktiv mitgestalten

Wir wollen Ökomodellregionen in Brandenburg etablieren. Ökomodellregionen sind Bündnisse für den Ökolandbau. Das können Partner aus der Stadt oder dem Landkreis, aus Kommunen, aber auch einzelne Landkreise sein. Ziel von Ökomodellregionen ist, einerseits den Anteil an Ökoflächen zu erhöhen und andererseits Verbraucherinnen und Verbrauchern mehr regionale Bioprodukte anzubieten. Für Bio-Hersteller ergibt sich daraus eine zusätzliche regionale Operationsbasis, um betriebs- und produktübergreifend gemeinsam zu vermarkten, Arbeitsplätze zu sichern beziehungsweise neu zu schaffen. Um regionale Wertschöpfungsketten aufzubauen, sind Ökomodellregionen eine gute Hilfe. So gilt es, Verarbeiter von den Vorteilen einer direkten Kooperation mit Erzeugern im Umfeld zu überzeugen, auch wenn höhere Aufwendungen durch zum Beispiel höhere Preise entstehen.

Das Landwirtschaftsministerium wird ab 2020 einen Wettbewerb „Ökomodellregionen Brandenburg“ ausloben, in dem Regionen entsprechende „MasterPläne“ einreichen können. Diese sollen eigene Vorschläge für die Entwicklung und Vernetzung der Akteure enthalten. Eine Jury bewertet die Pläne. Die drei Erstplatzierten sollen mit einem Preisgeld eine Starthilfe für die Umsetzung von Vorhaben aus den Plänen nutzen können.

Demonstrationsbetriebe zeigen wie es geht

Im Programmteil „Demonstrationsbetriebe“ des Bundesprogramms „Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)“ sind auch Ökobetriebe aus Brandenburg beteiligt. Hier besteht die Möglichkeit, vorbildliche Ökobetriebe näher kennenzulernen. Zurzeit (Stand:03. Mai 2019) gibt es in Brandenburg 13 Bio-Demonstrationsbetriebe. Die Liste ist im Informationsportal Ökolandbau abrufbar. Im Rahmen der Umsetzung des Tierschutzplans sollen auch Konsultationsbetriebe für die ökologische Produktion eingerichtet werden. Der Berufsstand und die Ökoverbände können im Rahmen der Verbändeförderung Unterstützung bei der Durchführung regionaler Veranstaltungen erhalten.

Woche des Ökologischen Landbaus als Schaufenster und Ideenpool

Zusammen mit den ökologischen Landbauverbänden, dem Berufsstand und der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) organisiert das Landwirtschaftsministerium eine jährliche Themenwoche des ökologischen Landbaus. Hierbei sollen das Cluster Ernährungswirtschaft, der Verband pro agro e.V. und die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin Brandenburg e.V. (FÖL) eingebunden werden. Landesweit soll in dieser Woche über verschiedene Veranstaltungen, Betriebsbesichtigungen oder Produktverkostungen die Leistungsfähigkeit und Vielfalt des ökologischen Landbaus erlebbar werden. In diesem Rahmen wird auch der jährliche Tag des ökologischen Landbaus als Fachveranstaltung vom Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) unter anderen zu den Themen Düngung, Ergebnisse der Landessortenversuche, Tierhaltung (zum Beispiel Vorstellung der Demonstrationsbetriebe) sowie ökologischer Gartenbau durchgeführt. Eine Einbindung von jungen Start-up-Unternehmen beziehungsweise ein Gründertreffen wird in diesem Rahmen angestrebt.

Bildung und Weiterbildung, die Investition in die Zukunft

Die Betriebe des ökologischen Landbaus können in den anerkannten Ausbildungsberufen Landwirt/in, Tierwirt/in, Fachkraft Agrarservice oder Gärtner/in eigene Fachkräfte ausbilden, auch wenn es kein spezifisches Berufsbild für eine Ausbildung im ökologischen Landbau gemäß Berufsbildungsgesetz gibt. Die Anerkennung als Ausbildungsbetrieb ökologisch wirtschaftender Unternehmen erfolgt durch die Zuständige Stelle für berufliche Bildung (LELF).

Darüber hinaus besteht in Brandenburg die Möglichkeit einer Hochschulausbildung auf dem Gebiet des ökologischen Landbaus. Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) bietet den Bachelor-Studiengang Ökolandbau und Vermarktung sowie den Masterstudiengang Öko-Agrarmanagement an. Auch ein Duales Studium Ökolandbau und Vermarktung ist möglich. Das heißt, neben dem Studium wird eine landwirtschaftliche Berufsausbildung absolviert. Weiterbildungsmaßnahmen, Exkursionen und Betriebsbesuche sind im Rahmen der Richtlinie „Ländliche Berufsbildung“ förderfähig. Neue Initiativen des Berufsstandes sollen unterstützt werden.

Das Land wird die Ergebnisse des Bundesprojekts „Status-quo-Analyse und Erarbeitung von Handlungsoptionen zur stärkeren Integration des ökologischen Landbaus in der beruflichen Bildung im Berufsbild Landwirt/in, Gärtner/in und Winzer/in“ auswerten und im Rahmen der Strategie weitere Umsetzungsmöglichkeiten prüfen. Die Bio-Branche ist aufgerufen, mit der Brandenburgischen Landwirtschaftsakademie in der Heimvolkshochschule am Seddiner See Ideen und Angebote zu entwickeln.

Europäische Innovationspartnerschaft als Motor der Entwicklung

Die Europäische Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit EIP-AGRI“ ist das erstmals in der laufenden Förderperiode verfügbare Förderinstrument zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktivität und Nachhaltigkeit. Der Förderansatz hat sich bewährt. Gerade auch im Bio-Bereich ist die Nachfrage groß.

Im Bereich Ökolandbau werden derzeit die Projekte „Ökoschwein - Optimierung der ökologischen Schweine-/Sauenhaltung in Brandenburg durch Innovation im Bereich Haltung und Fütterung“ mit einem Mittelumfang von 1.083.804 Euro (Projektlaufzeit 13. Juni 2016 – 12. Juni 2021) sowie „Biogemüse - Aufbau koordinierter Wertschöpfungsketten für regionales Biogemüse aus Brandenburg“ mit einem Mittelumfang von 1.327.924 Euro (Projektlaufzeit 1. Januar 2018 – 31. Dezember 2022) gefördert. Eine aktive Öffentlichkeitsarbeit macht die Ergebnisse der Projekte für den Wissenstransfer zugänglich und kann auch im Rahmen der Weiterbildungsangebote genutzt werden. Das Landwirtschaftsministerium setzt sich dafür ein, dass diese Innovationspartnerschaften auch in der neuen EU-Förderperiode nach 2020 verfügbar bleiben und angemessen mit EU- und Landesmitteln ausgestattet werden.

Gemeinsamkeit stärken, neue Ideen umsetzen

Die Maßnahmen nach der Richtlinie zur „Förderung der Zusammenarbeit für eine markt- und standortangepasste Landbewirtschaftung sowie für nachhaltige Landnutzung und Betriebsführung“ dienen unter anderen der Stärkung kooperativer Strukturen und dem Wissenstransfer zur Eindämmung des Klimawandels oder der Anpassung an dessen Auswirkungen sowie zum Ressourcenschutz durch gemeinsame Erarbeitung und Umsetzung von Konzepten, Strategien und Umweltprojekten. Gegenwärtig (Stand: 3. Juni 2019) werden unter anderem vier Projekte mit Bezug zur ökologischen Landwirtschaft bearbeitet. Das Fördervolumen beträgt rund 2 Millionen Euro. Dabei geht es zum Beispiel um die Gründung einer Öko-Erzeugergemeinschaft für Eier aus mobiler Hühnerhaltung und die Entwicklung eines Modells zur einzelbetrieblichen Naturschutzberatung. Die Projekte werden im Zeitraum 2018 bis 2022 durchgeführt.

Die Ergebnisse der Projekte sollen in der zukünftigen Öko-Strategie berücksichtigt werden. Dieser Förderansatz, der in besonderem Maß darauf ausgerichtet ist, dass Landwirtschaft und Ökologie gemeinsame Handlungsansätze erarbeiten und umsetzen, soll auch in der neuen Förderperiode weitergeführt werden.

Beratungsrichtlinie für Bio-Betriebe verfügbar halten

Im Rahmen der Förderung landwirtschaftlicher Beratungsdienstleistungen werden Themen rund um die landwirtschaftliche und gartenbauliche Produktion angeboten.

Ein Schwerpunkt der Förderung ist die Beratung zur Verbesserung des Umwelt-, Natur- und Klima-schutzes. Innerhalb dieses Schwerpunktes kann die Beratung zur Umstellung auf ökologische Bewirtschaftungsverfahren gefördert werden. Betriebe, die bereits ökologisch wirtschaften, können sich im Rahmen der Förderung zur Optimierung von Tierhaltung, Pflanzen- und Gartenbau sowie Betriebsmanagement und Vermarktung beraten lassen. Diese Fördermaßnahme wurde im Jahr 2018 neu eingeführt. Das Landwirtschaftsministerium plant, die Beratungsrichtlinie zu evaluieren und diese gegebenfalls anzupassen.

Einzelbetriebliche Investitionen stärken die Marktposition

Die Förderung von einzelbetrieblichen Investitionen richtet sich an alle landwirtschaftlichen Unternehmen. Das Landwirtschaftsministerium wird die Förderung dahin gehend überprüfen, ob noch spezielle Technik, die insbesondere im ökologischen Landbau verwendet wird, bei der Förderung berücksichtigt werden kann. Auf die zusätzliche Förderung für Unternehmen des Gartenbaus wird explizit verwiesen. 

KULAP als Rückgrat der Förderung des ökologischen Landbaus

Die Förderung der Einführung und Beibehaltung von ökologischen Anbauverfahren ist das finanziell am höchsten ausgestattete Förderprogramm im Kulturlandschaftsprogramm Brandenburg (KULAP). Es bindet 61 Prozent der KULAP-Mittel im Land und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung ökologisch wirtschaftender Landwirtschaftsbetriebe. Hier wird das Land absichern, dass keine Förderlücken in Bezug auf den Beginn der neuen EU-Förderperiode entstehen. In diesem Zusammenhang werden für die nächste Förderperiode die Fördersätze für ökologisch erzeugtes Obst und Gemüse sowie die Umstellungs- und Beibehaltungsprämie mit dem Ziel überprüft, den Anteil der Ökoanbaufläche weiter zu steigern.

Seit 2017 hat sich die Antragsfläche im Ökolandbau in nur zwei Jahren um fast 20.000 Hektar erhöht. Die tatsächliche Förderfläche kann davon in Abhängigkeit vom Ergebnis der Verwaltungskontrollen noch etwas abweichen. Zur Einkommensstützung in den Ökobetrieben tragen auch die flächenbezogenen Direktzahlungen und die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete bei.

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Allgemeine Informationen aus dem Bereich Landwirtschaft

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Abteilung 3 - Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Forsten
Abteilung:
Referat 33
Ansprechpartner:
Irene Kirchner
E-Mail:
irene.kirchner@­mlul.brandenburg.de
Telefon:
+49 331 866-7620