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09.07.2019

Niedrigwasser im Spreegebiet: Sperrung der Schleusen Leibsch, Groß Wasserburg und Krausnicker Strom

Potsdam – Rekordtemperaturen im Juni, hohe Verdunstungsraten sowie ein anhaltendes Niederschlagsdefizit zeigen auch in diesem Sommer Folgen für den Wasserhaushalt im Süden Brandenburgs. Aufgrund der Niedrigwassersituation im Spreegebiet und der Abflusssituation am Unterpegel Leibsch werden ab 10. Juli die Schleusen Groß Wasserburg, Krausnicker Strom und Leibsch (Schleuse in den Dahme-Umflut-Kanal) bis auf weiteres für den Bootsverkehr gesperrt.

Die hochsommerliche Witterung der vergangenen Wochen und die damit verbundene hohe Verdunstungsrate führen derzeit zu einem extrem niedrigen Abfluss am Spreepegel unterhalb des Spreewaldes, dem Unterpegel Leibsch. Dieser ist die entscheidende Bilanzgröße für die Bewirtschaftung des mittleren und unteren Spreeeinzugsgebiets. Zusätzlich zu den bereits ergriffenen Maßnahmen wie der Reduzierung der Spreeausleitungen, der Beschränkung von Entnahmemengen sowie die Schließung von Fischaufstiegsanlagen ist es zur Verbesserung der Abflusssituation der Spree aktuell notwendig, weitere Wasserverluste aus dem Spree- in das Dahmegebiet zu verringern. Eine Stützung des Abflusses durch erhöhte Abgaben aus der Talsperre Spremberg kommt als Maßnahme derzeit nicht in Frage, da deren Absenkziel für diesen Monat bereits am 5. Juli erreicht wurde.Das Landesamt für Bauen und Verkehr (LBV) als zuständige Schifffahrtsbehörde hat auf Antrag des Landesamtes für Umwelt (LfU) daher die Schließung der Schleusen Leibsch (nur Schleuse in den Dahme-Umflut-Kanal), Groß Wasserburg und Krausnicker Strom verfügt. Durch LfU und WBV werden derzeit die Umleitungen ausgeschildert. Ziel ist es, das bei Schleusungen im Staugürtel Schlepzig sowie an der Wehrgruppe Leibsch in das Einzugsgebiet der Dahme abfließende Wasser in der Spree zu halten.

Hintergrund: Wasserbewirtschaftung bei Niedrigwasserverhältnissen im Unterspreewald

Niedrigwasserverhältnisse bildet der Spreepegel Leibsch am Ausgang des Unterspreewaldes am besten ab. Wird am Unterpegel Leibsch die Abflussmenge von 2,5 Kubikmeter je Sekunde unterschritten, kommt das „Konzept zur Wasserbewirtschaftung im mittleren Spreegebiet unter extremen Niedrigwasserverhältnissen“ zur Anwendung und die Niedrigwasserbewirtschaftung setzt ein. Sinkt der Abfluss auf weniger als 1,5 Kubikmeter je Sekunde tritt zudem eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus vier unteren Wasserbehörden, Wasser- und Bodenverbänden und Land zusammen, um weitere Bewirtschaftungsmaßnahmen zügig abzustimmen.

Informationen zu aktuellen Sperrungen sowie Umtragemöglichkeiten unter www.lbv.brandenburg.de/sp_sperr.htm und Telefon: 03342 - 426 624 11.

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Dr. Jens-Uwe Schade
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Referatsleiter und Pressesprecher
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