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Stickoxide

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Unter der Sammelbezeichnung Stickoxide oder Stickstoffoxide werden die gasförmigen Oxide des Stickstoffs - abgekürzt als NOx - verstanden. Stickstoff reagiert mit Sauerstoff in verschiedenen Oxidationsstufen unter anderem zu N2O (Distickstoffmonoxid oder Lachgas), NO (Stickstoffmonoxid), NO2 (Stickstoffdioxid).

Die Stickoxide NO und NO2 entstehen bei der Verbrennung von Kohle, Gas und Ölen. Hauptemittenten sind daher die Kraftwerke und Feuerungsanlagen sowie der motorisierte Verkehr. Die NOx-Emissionen aus dem Straßenverkehr haben aufgrund ihrer niedrigen Quellhöhe eine besondere Bedeutung für den Schutz der menschlichen Gesundheit.

Stickstoffmonoxid und -dioxid wirken unter atmosphärischen Bedingungen wie Säurebildner und haben aufgrund dessen eine reizende und bei höheren Konzentrationen giftige Wirkung auf den menschlichen Organismus. Aufgrund ihrer gesundheitlichen Wirkung hat sich die Umweltpolitik dem Problem der Stickoxidemissionen und -immissionen sehr frühzeitig angenommen und für Kraftfahrzeuge, Anlagen sowie zur Verbesserung der Luftqualität insgesamt Grenzwerte eingeführt. Die Grenzwerte sind für Kraftfahrzeuge in den Abgasnormen, für Anlagen in der Technischen Anleitung Luft (TA Luft) und die Luftqualität in der 39. Bundes-Immissionsschutzverordnung geregelt.

Nachdem im Anlagenbereich durch Fortschritte in der Abgasbehandlungstechnik die Emissionen stark gesenkt werden konnten, stehen heute vor allem die Fahrzeugflotten im Fokus der Umweltpolitik. An stark befahrenen innerstädtischen Straßen stammen zirka70 Prozent der NO2-Immissionen aus dem motorisierten Verkehr. Die übrigen 30 Prozent kommen aus dem städtischen und regionalen Hintergrund, wo neben dem Verkehr auch der Hausbrand eine Emissionsquelle darstellt.

In den Abgasvorschriften für Kraftfahrzeuge werden Stickoxide seit der Einführung der Abgasnorm Euro 1 - zunächst als Summenparameter mit Kohlenwasserstoffen - reglementiert. Mit der Fortschreibung der Abgasnormen bis zur Euro 6 findet eine stufige Absenkung bei Diesel-Pkw von 500 Milligramm pro Kilometer (mg/km) (Euro 3, seit 2000) bis auf 80 mg/km (Euro 6, ab 2014) und bei Lastkraftwagen und Bussen von 8 Gramm pro Kilowattstunde (g/kWh) (Euro 1, 1992) auf 0,4 g/kWh (Euro 6, 2014) statt.

Mit den EU-Richtlinien 1999/30/EG und 2008/50/EG hat die Kommission Grenzwerte für NO2 festgelegt, die im Jahr 2010 verbindlich einzuhalten sind. Der Jahresgrenzwert von 40 Mikrogramm pro Quadratmeter (µg/m3) wird allerdings noch an vielen straßennahen Messstellen in Deutschland und anderen europäischen Ländern überschritten. Eine Tendenz zur Abnahme ist in Deutschland an vielen Stellen nicht erkennbar, jedoch bleibt der Jahrsmittelgrenzwert für NO2 oft überschritten. Eine hohe NO2-Konzentration im Straßenraum ist auf den hohen lokalen Beitrag aus den Fahrzeugemissionen und ungünstige Ausbreitungsbedingungen durch eine hohe dichte Randbebauung zurückzuführen. In den vergangenen Jahren hat der Anteil an primärem NO2 aus den Fahrzeugabgasen zugenommen, vor allem, weil vermehrt Dieselfahrzeuge in der Flotte vorhanden sind. Diese setzen insgesamt mehr Stickoxide frei als Benzinmotorfahrzeuge. Eine vollständige Durchdringung der Fahrzeugflotte mit Euro 6 d Fahrzeugen - möglichst kombiniert mit der kurzfristigen Nachrüstung der Diesel-Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 5 oder aber mit punktuellen Fahrverboten für ältere Diesel-Fahrzeuge - kann die schnellstmögliche Einhaltung des NO2-Grenzwertes auch in problematischen Bereichen dauerhaft gewährleisten. Weitere Maßnahmen zur Minderung der NO2-Immissionen müssen am motorisierten Verkehr insgesamt ansetzen und neben technischen Lösungen (wie Abgasbehandlungssystemen) auch Verkehr vermeidende und -lenkende Maßnahmen, wie eine Stärkung des Fuß- und Radverkehrs, zum Gegenstand haben.

Unter der Sammelbezeichnung Stickoxide oder Stickstoffoxide werden die gasförmigen Oxide des Stickstoffs - abgekürzt als NOx - verstanden. Stickstoff reagiert mit Sauerstoff in verschiedenen Oxidationsstufen unter anderem zu N2O (Distickstoffmonoxid oder Lachgas), NO (Stickstoffmonoxid), NO2 (Stickstoffdioxid).

Die Stickoxide NO und NO2 entstehen bei der Verbrennung von Kohle, Gas und Ölen. Hauptemittenten sind daher die Kraftwerke und Feuerungsanlagen sowie der motorisierte Verkehr. Die NOx-Emissionen aus dem Straßenverkehr haben aufgrund ihrer niedrigen Quellhöhe eine besondere Bedeutung für den Schutz der menschlichen Gesundheit.

Stickstoffmonoxid und -dioxid wirken unter atmosphärischen Bedingungen wie Säurebildner und haben aufgrund dessen eine reizende und bei höheren Konzentrationen giftige Wirkung auf den menschlichen Organismus. Aufgrund ihrer gesundheitlichen Wirkung hat sich die Umweltpolitik dem Problem der Stickoxidemissionen und -immissionen sehr frühzeitig angenommen und für Kraftfahrzeuge, Anlagen sowie zur Verbesserung der Luftqualität insgesamt Grenzwerte eingeführt. Die Grenzwerte sind für Kraftfahrzeuge in den Abgasnormen, für Anlagen in der Technischen Anleitung Luft (TA Luft) und die Luftqualität in der 39. Bundes-Immissionsschutzverordnung geregelt.

Nachdem im Anlagenbereich durch Fortschritte in der Abgasbehandlungstechnik die Emissionen stark gesenkt werden konnten, stehen heute vor allem die Fahrzeugflotten im Fokus der Umweltpolitik. An stark befahrenen innerstädtischen Straßen stammen zirka70 Prozent der NO2-Immissionen aus dem motorisierten Verkehr. Die übrigen 30 Prozent kommen aus dem städtischen und regionalen Hintergrund, wo neben dem Verkehr auch der Hausbrand eine Emissionsquelle darstellt.

In den Abgasvorschriften für Kraftfahrzeuge werden Stickoxide seit der Einführung der Abgasnorm Euro 1 - zunächst als Summenparameter mit Kohlenwasserstoffen - reglementiert. Mit der Fortschreibung der Abgasnormen bis zur Euro 6 findet eine stufige Absenkung bei Diesel-Pkw von 500 Milligramm pro Kilometer (mg/km) (Euro 3, seit 2000) bis auf 80 mg/km (Euro 6, ab 2014) und bei Lastkraftwagen und Bussen von 8 Gramm pro Kilowattstunde (g/kWh) (Euro 1, 1992) auf 0,4 g/kWh (Euro 6, 2014) statt.

Mit den EU-Richtlinien 1999/30/EG und 2008/50/EG hat die Kommission Grenzwerte für NO2 festgelegt, die im Jahr 2010 verbindlich einzuhalten sind. Der Jahresgrenzwert von 40 Mikrogramm pro Quadratmeter (µg/m3) wird allerdings noch an vielen straßennahen Messstellen in Deutschland und anderen europäischen Ländern überschritten. Eine Tendenz zur Abnahme ist in Deutschland an vielen Stellen nicht erkennbar, jedoch bleibt der Jahrsmittelgrenzwert für NO2 oft überschritten. Eine hohe NO2-Konzentration im Straßenraum ist auf den hohen lokalen Beitrag aus den Fahrzeugemissionen und ungünstige Ausbreitungsbedingungen durch eine hohe dichte Randbebauung zurückzuführen. In den vergangenen Jahren hat der Anteil an primärem NO2 aus den Fahrzeugabgasen zugenommen, vor allem, weil vermehrt Dieselfahrzeuge in der Flotte vorhanden sind. Diese setzen insgesamt mehr Stickoxide frei als Benzinmotorfahrzeuge. Eine vollständige Durchdringung der Fahrzeugflotte mit Euro 6 d Fahrzeugen - möglichst kombiniert mit der kurzfristigen Nachrüstung der Diesel-Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 5 oder aber mit punktuellen Fahrverboten für ältere Diesel-Fahrzeuge - kann die schnellstmögliche Einhaltung des NO2-Grenzwertes auch in problematischen Bereichen dauerhaft gewährleisten. Weitere Maßnahmen zur Minderung der NO2-Immissionen müssen am motorisierten Verkehr insgesamt ansetzen und neben technischen Lösungen (wie Abgasbehandlungssystemen) auch Verkehr vermeidende und -lenkende Maßnahmen, wie eine Stärkung des Fuß- und Radverkehrs, zum Gegenstand haben.

Weiterführende Informationen

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Immissionsschutz
 
Allgemeine Informationen aus dem Bereich Immissionsschutz

Kontakt

Abteilung 5 - Umwelt, Klimaschutz, Nachhaltigkeit
Abteilung:
Referat 54
Ansprechpartner:
Name:
Dr. Frank Beck
E-Mail:
frank.beck@­mlul.brandenburg.de
Telefon:
+49 331 866-7210